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Rückblick: Rene Rasts holprige Titelfahrt

Der DTM-Champion 2017 über die vielleicht kurioseste Titelfahrt und seine Gefühle nach dem unerwarteten Titelgewinn

(Motorsport-Total.com) - Es gibt Meister, die stehen schon lange vor dem Saisonfinale fest. Es gibt Meister, die kämpfen bis zum letzten Meter gegen die Rivalen. Und es gibt Meister, die erkämpfen sich ihren Titel unerwartet, im Fernduell und mit Hindernissen - so wie Rene Rast in der DTM-Saison 2017. Als Rookie hat er die Serie aufgemischt. Ins letzte Rennwochenende des Jahres war er nicht mal als Favorit gestartet. Und seine Konkurrenten konnte er nur aus der Ferne beobachten.

Rene Rast

Rene Rast hat sich den Titel im letzten Rennen redlich verdient

"Als ich die Ziellinie überquert habe wusste ich nicht, ob ich Meister geworden bin", schildert der Mindener zudem. Zuvor, als die Motoren 2017 in Hockenheim zum letzten Mal aufheulten, hatte er noch einige Herausforderungen zu meistern.

Hindernis Nummer eins: "Ausgangs von Kurve eins saß das Auto auf. Wir haben ein LED-Licht über der Windschutzscheibe. Das lockerte sich und hing so in meinem Sichtfeld, dass es mich abgelenkt hat. In den ersten zwei Runden habe ich versucht es zu erwischen und wo anders hinzupacken, aber es kam immer wieder zurück. Dann habe ich es einfach abgerissen. Aber das Kabel hing noch bis zum Lenkrad herunter. Irgendwann habe ich es einfach gelassen und versucht, mich aufs Rennen zu konzentrieren."


DTM Finale 2017: So fiel die Titelentscheidung

Die Highlights aus dem Sonntagsrennen, in dem ich Rene Rast zum Champion krönen konnte Weitere DTM-Videos

Rast mag aufmerksam gefahren sein - Zeit genug, um die Konkurrenz zu beobachten, war dennoch. Vor dem Finalwochenende hatte er noch 21 Punkte zurückgelegen. Seine Markenkollegen Mattias Ekström und Jamie Green startet als Favorit, beziehungsweise in Topform in Hockenheim. Beide machten sich aber schon im ersten Rennen selbst das Leben schwer und mussten weiter hinten starten.

Hindernis Nummre zwei: "Ich habe versucht auf den Monitoren zu verfolgen wo Mattias und Jamie fahren. Ich wusste natürlich, dass Mike hinter mir ist. Irgendwann habe ich herausbekommen, dass Jamie Siebter ist und Mattias irgendwo dahinter sein muss. Da habe ich angefangen zu rechnen, wo er ungefähr rauskommen muss, um punktgleich oder besser zu sein. Aber bis zur Zielflagge wusste ich nicht, wo er gelandet ist."


Fotos: DTM-Champion Rene Rast feiert in Minden


Und selbst als die Zielflagge geschwenkt wurde, war es mit der Achterbahn der Gefühle noch nicht zu Ende. Hindernis Nummer drei: "Das erste, was mir über Funk mitgeteilt wurde, war: 'Du bist Zweiter geworden'. Da Dachte ich nur: 'Wir haben die Meisterschaft verloren'. Nach Kurve eins war ich ehrlich gesagt ganz schön niedergeschlagen. Auf einmal fing aber über Funk jemand an zu schreien. Da dachte ich: 'Oh, haben wir es doch geschafft'. Da liefen auch schon die Tränen."

Für Rast hat es also schon im ersten Anlauf - wenn auch etwas holprig - geklappt. Am Ende kann er sagen: "Ich kann das Gefühl gar nicht beschreiben. Es war einer der beste Tage in meinem Leben und mit das Beste, was ich in meiner Motorsportkarriere erlebt habe."

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