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Mission Titelverteidigung: Wittmanns "bedrückte" Saisonhälfte

Die DTM befindet sich 2017 im Aufschwung - Marco Wittmann schwingt nur leicht mit: Warum der BMW-Pilot noch Verbesserungs-Potenzial sieht

(Motorsport-Total.com) - Zehn Rennen, zwei Podiumsplatzierungen, 72 Punkte und Gesamtplatz sieben - Wenn Marco Wittmann in der DTM-Saison 2017 noch seinen dritten Titel anstrebt, dann muss sich sein Blatt nach der Sommerpause noch entscheidend drehen. Der BMW-Pilot zeigt sich enttäuscht von der bisherigen BMW-Performance und der Glückverteilung im Feld. Aber es zeichnet sich ein Aufwärtstrend ab.

Marco Wittmann

Da geht noch mehr: Marco Wittmann hat die Saison noch nicht abgeschrieben Zoom

"Die Rennen waren superspektakulär und sehr spannend", lobt Wittmann im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' die Neuaufstellung der DTM. "Ich glaube, die Regeln, die eingeführt wurden, vor allem mit ungeheizten Reifen, Funkverbot und so weiter, sind auf jeden Fall gut angekommen und haben das Racing wesentlich spannender gemacht." Doch der Titelverteidiger muss auch einräumen: "Mein persönliches Fazit ist etwas bedrückt."

Die Saison fing für Wittmann zwar mit einem dritten Platz im Sonntagsrennen auf dem Hockenheimring an. Realistisch betrachtet hatte BMW aber große Anlaufschwierigkeiten, die im Prinzip erst am Norisring ausgeglichen werden konnten. Wittmann selbst verzeichnete einige Mittelfeldplatzierungen, bevor er bei seinem Heimrennen bei der Spitzengruppe mitmischten konnte.

In Moskau gelang ihm samstags sogar die Bestzeit im Qualifying. Die Pole-Position musste er wegen einer Strafversetzung aber wieder hergeben. Bei Spitzenkämpfe um die Plätze auf dem Podium ist er aber immer regelmäßiger dabei.


Fotos: Marco Wittmann, DTM in Moskau


"Wir haben uns einen besseren Saisonstart vorgestellt", so Wittmann. "Bisher war das Glück auch nicht auf unserer Seite. In Budapest bin ich eineinhalb Runden vor Schluss ausgefallen, das ist ärgerlich. Das Fazit bleibt: Es lief nicht so erfreulich wie gehofft. In Summe hat sich BMW sehr schwer getan in den ersten Rennen."

Acht Rennen vor dem Saisonfinale in Hockenheim (14./15. Oktober) ist aber noch nichts verloren. Theoretisch sind noch 224 Punkte zu holen. Die Meisterschaft ist in diesem Jahr so eng, dass Wittmann lediglich 41 Punkte auf die Tabellenführung fehlen. Die Rennen verliefen bisher so unvorhersehbar, dass noch alles drin zu sein scheint. Und einen amtierenden DTM-Meister schreibt man besser noch nicht ab.

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