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Mercedes-Ausstieg als Chance? Wenn sich eine Tür schließt...

Der Mercedes-Ausstieg könnte für die DTM eine Möglichkeit sein, die lange versprochenen und diskutierten Reformen in die Tat umzusetzen

(Motorsport-Total.com) - Nachdem die Motorsportszene den Schock verdaut hat, dass Mercedes Ende 2018 aus der DTM ausstiegen wird, werden jetzt die Ärmel hochgekrempelt. Die Verantwortlichen der deutschen Tourenwagenserie, allen voran ITR-Vorstandsvorsitzender Gerhard Berger, haben knapp eineinhalb Jahre Zeit, um die DTM für die Zeit nach 2018 auf die richtige Spur zu bringen.

Jamie Green, Bruno Spengler, Gary Paffett

Bis Ende 2018 fahren Mercedes, BMW und Audi in der DTM noch gegeneinander Zoom

Der Rückzug der Stuttgarter muss nicht das Ende des Deutschen Tourenwagen Masters bedeuten, ganz im Gegenteil. Vielmehr könnte es eine Chance sein, die DTM attraktiver zu machen, das Reglement grundlegend zu überarbeiten und neue Hersteller anzulocken. So wie es der neue DTM-Chef Berger nach seinem Amtsanritt im März angekündigt hat.

Mit dem Ausstieg von Mercedes sind die DTM-Verantwortlichen gezwungen, zu handeln. Auf Worte müssen bald Taten folgen. "Es ist jammerschade, dass wir Mercedes in der DTM verlieren. Aber: Wenn eine Tür zugeht, dann geht oftmals auch eine andere auf", sagt der ehemalige DTM-Pilot und Sprecher der Fahrergewerkschaft DTM Driver Association (DTMDA), Manuel Reuter.

Ausstieg ein Signal für notwendige Reform?

Er ergänzt: "Vielleicht war der Ausstieg auch ein Signal für die dringend nötige Reform mit einem neuen Reglement ab 2019. Es ist wichtig, jetzt die richtigen Weichen dafür zu stellen."


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Norbert Haug als ehemaliger Mercedes-Motorsportchef kennt die DTM wie kaum ein anderer und durchlebte so manche Turbulenzen der Rennserie. Dass die DTM nach dem Ausstieg seines ehemaligen Arbeitgebers keine Zukunft hat, glaubt er nicht. "Es liegt sehr stark an denen, die bleiben. Für mich gilt Stand heute, dass drei Hersteller gesagt haben: 'Wir fahren dieses Jahr und wir fahren nächstes Jahr'. Das ist genügend Zeit, um zu kämpfen", sagt Haug dem 'SWR'.

"Ich habe Zeiten erlebt, da wurde im September gesagt, im kommenden Jahr gibt es nichts mehr. Ich habe Phasen erlebt, da wurde im November gesagt, im kommenden Jahr gibt es nichts mehr. Und es wurde trotzdem die Kurve gekriegt. Die Möglichkeiten sind gegeben", fügt er hinzu.

"Die DTM ist erhaltenswert"

Man müsse in die Hände spucken, die Ärmel hochkrempeln und sich etwas einfallen lassen. "Die DTM ist erhaltenswert mit dem ganzen Rahmenprogramm drum herum. Es gibt jede Menge Zuschauer - ob in der ARD oder vor Ort. Es gibt jede Menge Begeisterung für die DTM", so der ARD-TV-Experte weiter.

Ein Ende der DTM würde nicht nur für die Hersteller und deren Angestellten Konsequenzen haben. Auch die Rennstrecken, auf denen alljährlich die Veranstaltungen der Serie ausgetragen werden, hätten große Umsatzeinbußen zu verkraften. Am Hockenheimring würden mit dem Saisonauftakt und -finale gleiche zwei Großereignisse wegfallen. Doch an ein Ende der DTM glaubt man auch dort nicht.


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"Ich bedaure den Schritt von Mercedes natürlich sehr", sagt Hockenheim-Chef Georg Seiler dem 'SWR'. "Aber wie vermeldet wurde, wird die DTM erst einmal noch bis zum Saisonende 2018 fahren. Die DTM hat eine lange Tradition. Sie wird sicherlich fortgeführt - in welcher Form auch immer, vielleicht mit neuen Strukturen."

ITR muss handeln

Die beiden verbleibenden Hersteller Audi und BMW äußerten ihr Bedauern über den Mercedes-Ausstieg. Man wolle die neue Situation zunächst prüfen, heißt es zunächst. Aber: "Es ist aber noch zu früh, um über die langfristigen Auswirkungen für die DTM zu spekulieren. Nun gilt es, die Situation zu bewerten und gemeinsam mit der ITR Szenarien für die Zukunft zu diskutieren, ob nun auf Basis des bestehenden Reglements oder aber eines anderen, wie beispielsweise des GT-Reglements. Die Fans haben es in jedem Fall verdient, dass man um die Zukunft der DTM kämpft. Das tun wir", sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt.

In den kommenden Wochen und Monaten werden auf die ITR und die Hersteller ihr Hausaufgaben machen müssen und einen Weg finden, um die DTM für die Zeit ab 2019 auf den wichtigen Weg zu bringen. Und das ganz nach der Devise: nicht reden, sondern machen. "Wir werden dazu mit allen wichtigen Beteiligten am deutschen Motorsport in den nächsten Tagen und Wochen Gespräche führen", erklärt DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck.

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