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Rene Rast schreibt DTM-Geschichte: Meister im ersten Jahr

15. Oktober 2017 - 19:04 Uhr

Der neue DTM-Champion 2017 Rene Rast gewinnt in seinem ersten DTM-Jahr die Meisterschaft: "Mein Ziel war es, bester Rookie zu werden."

Rene Rast
Audi-Fahrer Rene Rast ist der DTM-Champion 2017
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Audi-Pilot Rene Rast ist DTM-Champion 2017 und hat damit ein Stück Motorsport-Geschichte geschrieben: Der Deutsche sicherte sich den Titel in seiner ersten DTM-Saison - das war zuletzt dem Italiener Nicola Larini vor 24 Jahren gelungen. Am Samstag hatte sich Audi beim DTM-Finale in Hockenheim bereits vorzeitig die Hersteller- und die Teamwertung gesichert.

Rene Rast ist erst der siebte Pilot in der Geschichte der populären Tourenwagen-Rennserie, der den prestigeträchtigen Titel in seiner Rookie-Saison gewonnen hat. Dabei hatte der Mindener vor der Saison 2017 nur drei DTM-Rennen bestritten: Im Juli 2016 sprang er in Zandvoort beim Audi Sport Team Rosberg sprichwörtlich über Nacht für Adrien Tambay ein.

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Ohne jegliche Vorbereitung hinterließ Rast einen so guten Eindruck, dass er beim 2016er-Finale in Hockenheim Mattias Ekström vertreten durfte. Als Sechster holte Rast in seinem zweiten DTM-Rennen gleich die ersten Punkte und empfahl sich damit für einen Stammplatz in der Audi-DTM-Mannschaft.

Zwölf Monate später schnappte Rast auf der Zielgeraden ausgerechnet Mattias Ekström den DTM-Titel noch weg. Rast gelang es, einen 21-Punkte-Rückstand auf den Schweden mit einem sechsten Platz am Samstag und einem zweiten Platz am Sonntag noch in einen hauchdünnen Drei-Punkte-Vorsprung zu verwandeln.

"Rene ist eine unglaubliche Saison gefahren", sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. "Wir haben ihn ja nicht ohne Grund in unsere DTM-Mannschaft geholt und gute Leistungen von ihm erwartet. Aber dass er in seinem ersten DTM-Jahr gleich um den Titel kämpft - und diesen am Ende auch noch gewinnt -, damit hat wirklich niemand gerechnet. Auch Rene selbst nicht. Mitentscheidend war seine Grundschnelligkeit. Er war in diesem Jahr der beste Qualifyer. Auch für das Audi Sport Team Rosberg freue ich mich: Die Mannschaft hat lange und hart dafür gearbeitet, endlich einen DTM-Titel zu gewinnen. Nun sind es mit der Fahrer- und der Teamwertung gleich zwei Titel auf einmal geworden."

Rene Rasts Rookie-Saison 2017 war eindrucksvoll: Schon beim Auftakt in Hockenheim startete er erstmals aus der ersten Reihe. Zwei Wochen später folgte auf dem Lausitzring das erste Podium seiner jungen DTM-Karriere und am dritten Rennwochenende in Budapest der erste Sieg. Damit übernahm Rast auch erstmals die Tabellenführung, die in der Folge mehrmals zwischen dem Deutschen und Mattias Ekström wechselte. In Moskau und auf dem Red Bull Ring in Spielberg gelangen Rast zwei weitere Siege. Dazu kommen drei Pole-Positions und insgesamt vier schnellste Rennrunden.

"Mein Ziel war es, bester Rookie zu werden", sagt Rene Rast. "Ich wollte lernen, regelmäßig Punkte sammeln, immer gut durchkommen. Wer hätte vor der Saison damit gerechnet, dass ich auf Anhieb um den Titel kämpfen würde? Deshalb konnte ich beim Finale eigentlich nicht mehr verlieren. Ich bin das Wochenende ohne Druck angegangen und nun überglücklich, dass es geklappt hat.

DTM-Finale in Hockenheim

Deutschland


13.10.-15.10.2017 Sonntag
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Rene Rast (Rosberg-Audi)
Rene Rast (Rosberg-Audi)

"Mein Dank gilt Audi, die mir das fantastische Auto und die Chance gegeben haben, mit 30 Jahren noch in die DTM einzusteigen. Dem Team Rosberg, in dem ich mich vom ersten Tag an wohlgefühlt habe. Und auch meinem Teamkollegen Jamie Green. Er ist einer der Schnellsten in der DTM und hatte wieder einmal unheimlich großes Pech."

Rene Rasts ungewöhnliche Karriere führte ihn innerhalb des Volkswagen-Konzerns vom Polo Cup bis nach Le Mans und nun in die DTM. Gleich dreimal gewann er dabei den Porsche Supercup, der im Rahmen der Formel 1 ausgetragen wird. Seit dem Jahr 2011 ist er im Zeichen der Vier Ringe aktiv. Am Steuer des GT3-Sportwagens Audi R8 LMS gilt er als Maßstab und Garant für Erfolge. Seine Siege bei den 24-Stunden-Rennen in Daytona, Spa und auf dem Nürburgring unterstreichen dies ebenso wie ein Titelgewinn im GT-Masters und nun der DTM-Titel.

Dieter Gass (Audi-Motorsportchef): "Was für ein Finale! Die vielen Zuschauer, die bei diesem fantastischen Herbstwetter nach Hockenheim gekommen sind, dürften das nicht bereut haben. Beide Rennen waren spektakulär, und die Titelentscheidung hätte knapper nicht sein können. Dass mit Rene (Rast) am Ende ein Rookie den Titel geholt hat - das erste Mal überhaupt in der 'neuen' DTM - ist eine unglaubliche Geschichte. Rene hat eine Wahnsinns-Saison gezeigt und ist im entscheidenden Moment ein Hammerrennen gefahren. Er hat überhaupt nichts anbrennen lassen und den Titel verdient geholt. Unser großes Ziel war der Fahrertitel, den haben wir bereits am Samstag klargemacht."

"Dass im letzten Rennen dann noch vier Piloten aller drei Audi-Teams um den Titel kämpfen konnten, war fantastisch. Wir hatten erneut ein sehr gutes Auto, das vor allem eine starke Renn-Performance hatte. Das hat es uns ermöglicht, erstmals seit 2004 wieder alle drei DTM-Titel im selben Jahr zu holen. Mein Dank gilt allen, die das möglich gemacht haben: unserer Mannschaft in Neuburg, Ingolstadt und Neckarsulm, unseren Teams und Fahrern und last but not least unseren Zulieferern und Partnern. Die DTM hat in diesem Jahr eine starke Kurve nach oben gezeigt. Deshalb freuen wir uns schon sehr auf die Titelverteidigung in der nächsten Saison."

Rene Rast: "Grandioses Jahr, grandioser letzter Tag. Ich hatte die ganze Saison einen riesigen Spaß. Danke an Audi, danke an Rosberg und danke an alle, die mir auf dem Weg zum Titel geholfen haben. Wir hatten Höhen, aber auch Tiefen. Ich glaube, der Schlüssel zum Erfolg war, dass wir nie aufgehört haben, hart für den Erfolg zu arbeiten. Dass wir es am Ende geschafft haben, ist einfach unbeschreiblich."

Mattias Ekström: "Natürlich war das große Ziel der dritte Titel. Am Ende haben nur wenige, aber eben doch die entscheidenden Punkte gefehlt. Unsere Qualifying-Leistung war an diesem Wochenende einfach nicht gut genug - das war der Schlüssel. Dann habe ich auch noch eine Strafe bekommen - das war der Killer. Prinzipiell war es eine gute Saison. Ich war vor allem mit meiner Renn-Performance zufrieden. Im Qualifying war ich aber nicht gut genug."

Jamie Green: "Die Saison war nicht nur für mich ein Auf und Ab. Dass sechs Fahrer mit Titelchancen zum Finale gereist sind, zeigt, wie unberechenbar die DTM in diesem Jahr war. Mal abgesehen von den Problemen, die mich hier und dort eingebremst haben, war es ein wahres Vergnügen, mit einem so starken Auto wie dem Audi RS 5 DTM zu fahren. So ein Auto kann sich jeder Rennfahrer nur wünschen. Vier Fahrer an der Tabellenspitze zu haben, die Marken- und die Teamwertung zu gewinnen - mehr kann man wirklich nicht erreichen. Danke auch an das Team Rosberg für den Mega-Job, den die Jungs abgeliefert haben."

Mike Rockenfeller: "Das Team und ich wollten aus dem Loch, in dem wir im vergangenen Jahr waren, herauskommen. Das haben wir geschafft. Was die Rennen angeht, waren wir sehr gut dabei. Ich habe einmal gewonnen und war ein paarmal auf dem Podium. Dass es am Ende nicht ganz nach vorn gereicht hat, lag an den nicht ganz so guten Qualifying-Ergebnissen. Da haben Rosberg und Rene einfach super gearbeitet und am Ende verdient den Titel geholt."

Nico Müller: "Platz zwölf in der Gesamtwertung ist nicht das, was man sich wünscht. Gerade am Anfang des Jahres haben wir einige Fehler gemacht, die uns schnell aus dem Titelrennen geworfen haben. Immerhin konnten wir noch ein paar Highlights setzen, insbesondere mein Doppelpodium in Spielberg. Darauf können wir fürs nächste Jahr aufbauen. Ich bedanke mich bei meinem Team, das immer hart für den Erfolg gearbeitet hat. Zu Rene muss man nicht viele Worte verlieren: Als Rookie den Titel zu gewinnen ist unglaublich, da kann ich nur den Hut ziehen. Er und das Team Rosberg haben einen fulminanten Job gemacht."

Loic Duval: "Ich wusste, dass es als Neuling nicht einfach werden würde in einer so stark besetzten Serie wie der DTM. Aber so, wie es gelaufen ist, hatte ich mir das sicher nicht vorgestellt. Immerhin: Die Leistungskurve zeigte tendenziell aufwärts. Die Rennen in Moskau und Spielberg waren recht ordentlich. Höhepunkt war natürlich mein zweiter Platz in Zandvoort. Hier in Hockenheim lief es hingegen überhaupt nicht. Aber so ist das in der DTM, das haben mir einige Fahrer bestätigt. Mal fährt man hinterher, und plötzlich mischt man wieder vorn mit. Man darf nur nie aufhören, alles für den Erfolg zu geben. Mein Teamkollege Rocky ist dafür das beste Beispiel. Von daher blicke ich zuversichtlich aufs nächste Jahr."

Arno Zensen (Teamchef Rosberg): "Spätestens nach seinem starken Gastspiel im vergangenen Jahr in Zandvoort war Rene mein absoluter Wunschpilot, und er passt wirklich wie die Faust aufs Auge in unser Team. Er und Jamie (Green) haben sich perfekt ergänzt. Es war immer mein Wunsch, zwei gleich schnelle Fahrer im Team zu haben, dieses Jahr hatten wir sie. Dass beide aber im letzten Rennen um den Titel kämpfen würden, hätte ich mir allerdings nicht erträumt. Es war nervlich und emotional ein brutales Wochenende in Hockenheim."

"Für Jamie ist es extrem hart, dass es in diesem Jahr wieder ganz knapp nicht geklappt hat. Sein Ausfall kurz vor dem Sieg in Spielberg war der wohl schwärzeste Tag meiner Laufbahn als Teamchef. Und hier in Hockenheim wurde ihm diese unglückliche Strafversetzung in der Startaufstellung aufgebrummt. Trotzdem ist er vom Ende des Feldes noch Fünfter geworden. Es ist unfassbar, welches Pech dieser Kerl ertragen muss. Aber ich denke, jeder hat in diesem Jahr einmal mehr gesehen, was für ein fantastischer Rennfahrer er ist, und es gibt wohl kaum jemanden, der nicht auch ihm den Titel gegönnt hätte."

"Aber es kann eben nur einer Meister werden, und das ist in diesem Jahr verdientermaßen Rene geworden. Ganz tiefer Hutzieher vor ihm. Aber auch vor Audi für ein großartiges Auto und die viele Unterstützung. Ich freue mich auch wahnsinnig über den Teamtitel. Der ist für meine Jungs, ich bin saustolz auf sie."

Thomas Biermaier (Teamchef Abt): "Glückwunsch an Rene Rast und das Team Rosberg, die in diesem Jahr speziell im Qualifying extrem stark waren. Glückwunsch auch an Audi zum ersten DTM-Triple seit 2004. Der Audi RS 5 DTM war in dieser Saison das stärkste Auto, deshalb hat Audi verdient alle drei Titel gewonnen. Für uns war es ein enttäuschendes Wochenende. Wir haben an den beiden Tagen nur vier Punkte geholt. Wir waren hier einfach nicht schnell genug und werden analysieren, woran es gelegen hat."

"Im vergangenen Jahr haben uns mit Edo (Mortara) vier Punkte zum Titel gefehlt, jetzt mit Eki drei. Das tut sehr weh und ist für die Mannschaft, die das ganze Jahr über tolle Arbeit geleistet hat, sehr hart. Es war trotzdem eine tolle DTM-Saison und ein unheimlich spannendes Finale. Wir freuen uns schon auf 2018. Wir sind Kämpfer und werden stärker zurückkommen!"

Ernst Moser (Team Phoenix): "Wie stark der Audi RS 5 DTM in diesem Jahr war, hat man besonders in den letzten Rennen gesehen, als alle Autos mit gleichem Gewicht gefahren sind. Es macht natürlich Spaß, mit einem solch schnellen Auto zu arbeiten. Dafür ein großes Dankeschön an Audi. Die DTM hat den Fans viele tolle Rennen geboten. Und die vollen Tribünen beim Finale in Hockenheim haben schon Lust aufs nächste Jahr gemacht."

"Phoenix hat mit Rocky (Mike Rockenfeller) wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Er ist eine tolle Saison gefahren. Bei Loic (Duval) lief es bis auf den Podiumserfolg in Zandvoort nicht so wie erhofft. Die Ursache dafür müssen wir jetzt herausfinden. Glückwunsch und ein Riesenkompliment an das Team Rosberg und die beiden Fahrer für einen wahrlich meisterlichen Auftritt."

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