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Auer, der Neffe: "Für so eine Karriere musst du viel erreichen"

07. Oktober 2017 - 12:53 Uhr

Die ewigen Vergleiche mit seinem berühmten Onkel Gerhard Berger nimmt Lucas Auer locker - Den Mercedes-Fahrer haben auch andere Vorbilder inspiriert

Lucas Auer
Lucas Auer hat sich in der DTM einen eigenen Namen gemacht
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Lucas Auer ist längt nicht mehr nur der Neffe von Gerhard Berger. Der Mercedes-Shootingstar hat spätestens in der DTM-Saison 2017 unter Beweis gestellt, dass Österreich auf ein neues Rennfahrertalent zählen kann. Auer meldet jetzt Titel- und sogar Formel-1-Ambitionen an. Dass er deswegen schon liest, dass es schon "der Onkel von" statt "der Neffe von" heißt, amüsiert den gelassenen 23-Jährigen.

"Jetzt fangen Sie schon ein bisschen das Schwanken an - der Gerhard muss aufpassen", lacht Auer gegenüber 'dtm.com'. "Man darf aber nicht vergessen: Egal ob Gerhard oder Niki Lauda, das sind Legenden in Österreich: Für so eine Karriere musst du viel erreichen. Aber die Leute wissen mittlerweile: der 'Luggi' geht seinen eigenen Weg und das war schon immer so. Ich bin der Auer "Luggi". Das hat mich in meinem ersten DTM-Jahr genervt, aber jetzt nicht mehr."

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Auer hat außerdem nicht nur den 210-fachen Grand-Prix-Teilnehmer Berger, zu dem er aufschauen konnte. Auch ein Ayrton Senne gehört zu seinen Idolen. "Ich habe mehrere Menschen, in verschiedenen Sparten zu denen ich aufschaue", betont er. "Toto Wolff, mein Onkel, meine Mutter, mein Bruder - das ist nicht nur Familie, das sind alles Unternehmer. Alle haben spezielle Eigenschaften, von denen ich lernen und profitieren kann."

Auer zählt noch zu den jungen Talenten. Dabei hat er bereits eine 16-Jährige Motorsportkarriere hinter sich. Denn schon mit sieben Jahren stieg er in den Kartsport ein, bevor er die Formel-Nachwuchsserien durchlief. Dass es 2015 zu seinem DTM-Debüt kam, hat er einem portugiesischen Bauern zu verdanken. Denn zu seiner ersten Testfahrt kam er beinahe zu spät.

"Ich bin in der Früh losgefahren, über-, überpünktlich.", erzählt er. "Ich hatte Probleme mit meinem Navi. Ich hätte heulen können. Ich war an einem Berg. Ich wusste nicht mehr wohin - rechts, links, alles hat gleich ausgeschaut. Ich hatte immer die Zeit vor Augen Für den Test wäre es sich ausgegangen, aber ich hätte das erste Meeting verpasst. Ich hatte noch nicht mal unterschrieben. Es war ein Desaster. Dann war da ein ganz junges Mädel, aber die hat mich nicht verstanden. Plötzlich kam aber ein Bauer mit seinem Traktor und mit dem konnte ich mich verständigen. Der hat mich dann gelotst."

Dem DTM-Aufstieg stand nichts mehr im Wege. Und schon zwei Jahre später hat er sich zum Titelkandidaten gemausert. "Schon brutal", muss Auer selbst zugeben. "In meinem Alter machen zwei Jahre viel aus. Ich habe gelernt, wie man im Rennsport das erste Mal Geld verdient, wie es in einem Profisport in der DTM zugeht - auch intern, bei Mercedes und HWA, mit so vielen Mitarbeitern. Da werden dir die Füße geradegerichtet. Das ist wichtig fürs Leben. Ich habe mich in der Beziehung um 180 Grad verändert. Fahrerisch eigentlich sogar am wenigsten. Klar wirst du mit jeder Runde besser. Aber das ganze Drumherum hat mich reifer gemacht. Ich agiere jetzt klüger und besser."

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