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Vom Held zum Verlierer: Zeigt Lucas Auer Nerven?

11. September 2017 - 13:50 Uhr

Mercedes-Shootingstar Lucas Auer war am Samstag am Nürburgring noch der gefeierte Held - Am Sonntag unterläuft ihm ein Fahrfehler "den man verzeihen muss"

Lucas Auer
Lucas Auer hat nur seinem Team gegenüber ein schlechtes Gewissen
© ITR

(Motorsport-Total.com) - So schnell kann es in der DTM 2017 gehen: Mercedes-Shootingstar Lucas Auer war am Samstag am Nürburgring noch der gefeierte Held. Gut 24 Stunden später musste er einen Fahrfehler eingestehen, der ihn einen möglichen zweiten Sieg und die Tabellenführung gekostet hat. Der Österreicher reist jetzt als Tabellenzweiter zu seinen Heim-Rennen in Spielberg. Fragen nach seinen Meisterschafts-Chancen weicht er aus. Dabei drängt sich die Frage nach einer gewissen Titel-Nervosität nach so einem Wochenende auf. Zeigt Auer Nerven?

"Ich glaube, er war einfach ein klein wenig zu ungeduldig", meint der ehemalige Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug bei der 'ARD' zu Auer Patzer am Sonntag. "Das gehört zum Lernprozess dazu. Er hat auch schon viel Gutes geschafft, da muss man ihm so etwas auch einmal verzeihen. Er war schneller, kam nicht vorbei und war auf dem Randstein ein wenig zu früh auf dem Gas."

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Auers Nürburgring-Wochenende ist eigentlich ein Sinnbild für seine Saison. Die hatte in Hockenheim und am Lausitzring mit zwei Siegen stark begonnen. Aber schon und Ungarn gab es den ersten Ausfall. Am Norisring sah er auch nur einmal die Zielflagge, dafür aber als Zweiter. Moskau und Zandvoort waren dann Wochenenden zum vergessen - mit insgesamt nur zwölf Punkten aus vier Rennen. Wie eng es jedoch in der Meisterschaft zugeht, beweist der Sprung, den Auer am Samstag von mittlerweile Gesamtplatz sechs auf zwei gelungen ist.

Das hat er allerdings nicht ganz allein geschafft. Zu einem spielte Mercedes der Regen am Nürburgring in die Karten. Zum anderen gab es ein "frühzeitiges Geburtstagsgeschenk", wie Paul di Resta das Platzmachen für seinen Markenkollegen nennt.

"Wir habend den ganzen Tag lang die richtigen Entscheidungen getroffen - zusammen!", gibt Auer das Teamwork zu. "Schon im Qualifying waren wir zur richtigen Zeit draußen. Im Rennen haben wir die Reifen nicht zu früh gewechselt. Man kann dem Team nur gratulieren. So einen Tag muss man genießen." Es gab einen Vierfacherfolg für die Stuttgarter - di Resta, Robert Wickens und Maro Engel durften sich mit im Auer-Schein sonnen.

Mit einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer Mattias Ekström (Audi) ging es dann in den Sonntag. Auer hätte die Meisterschaft schon nach dem Qualifying anführen können. Er verpasste den Coup aber als Viertschnellster um knapp acht Hundertstelsekunden. Ins Rennen startete er gut. Bereits nach wenigen Runden konnte er sich BMW-Rivale Marco Wittmann für Platz zwei zurechtlegen. Dann der Dreher.

"Es war einfach ein Fehler", räumt Auer unumwunden ein. "Ich habe Marco von Beginn attackiert, mir dann aber überlegt, dass ich es lieber lasse und warte, bis seine Reifen aufgeben, denn ich hatte eine gute Pace. Damit öffnete sich aber die Tür für Fehler und einer ist mir unterlaufen. Mir tut es sehr leid für das Team. Gestern war es noch so schön und heute so hart. Aber das gehört nun einmal zum Sport."

Ins Ziel kam er am Ende noch als 13. - ohne Punkte. Ekström strich hingegen acht Zähler ein. Bei vier verbleienden Rennen sind theoretisch noch 112 Punkte zu vergeben. Rechnerisch gibt es damit noch 16 Titelkandidaten. Allein die Top 10 trennen nur 39 Punkte. Hinter Auer lauern Rene Rast und Wittmann am dichtesten auf.

"Es ist noch wie schon zu Beginn der Saison: die Tabelle ist mir wurscht. Ich weiß nicht einmal, wie viele Punkte ich habe", betont der Youngster aber auf seine eigene Art. Schon nach seinem Sieg am Samstag hatte er gewarnt: "Vor dem Wochenende hat jeder gesagt, ich muss abliefern, weil ich sonst aus dem Meisterschaftskampf falle. 24 Stunden später sagt jeder: 'Du bist mit einem Punkt Zweiter - es ist alles offen!'. Es ist immer alles offen. Man muss cool bleiben. Vor den letzten Rennen wird hier nichts entschieden."

In Spielberg will er sich wieder beweisen: "Im vergangenen Jahr war es dort sehr schwierig für uns. Aber wenn wir das richtige Paket zusammenkriegen und die richtige Linie finden, ist alles möglich. Selbst wenn man nicht den Speed hat - die Rennen werden jetzt immer chaotischer."

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