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Nach Manipulations-Vorwürfen: Müller weist Schuld von sich

20. September 2017 - 08:18 Uhr

Timo Glock warf Nico Müller nach dem Crash am Nürburgring vor, das Rennen zu manipulieren - Der Audi-Fahrer weist die Schuld für den Unfall von sich

Nico Müller
Wurde Nico Müller als Bremsklotz benutzt? Der Audi-Fahrer streitet dies ab
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Es war der Aufreger am Nürburgring: Timo Glock kracht in das Heck von Nico Müllers Audi. Der Schweizer bringt sein schwer beschädigtes Auto zurück an die Box - doch vorher fährt er noch zweimal um die Strecke und sorgt für Kopfschütteln bei der Konkurrenz. Der Verdacht keimte auf, dass Audi eine Safety-Car-Phase provozieren wollte, um den Meisterschaftsfavoriten Mattias Ekström einige Plätze nach vorne zu bringen. BMW-Pilot Glock warf den Ingolstädtern nach dem Rennen sogar Manipulation vor und tobte vor Wut.

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Eineinhalb Wochen nach dem Vorfall in der Eifel weist Müller immer noch alle Schuld von sich. "Ich war auf der Strategie, im ersten Stint lange draußen zu bleiben und war in der Situation, auf den alten Reifen meine Position zu verteidigen. Ich habe nichts Unfaires getan", schildert der Abt-Fahrer gegenüber 'Motorsport-Total.com' den Vorfall aus seiner Sicht.

Der 25-Jährige gibt zu, dass er die Linie "zugemacht" hat und früher auf die Bremse tat, "weil der Winkel für die Schikane relativ schlecht war und ich auf der schmutzigen Seite der Strecke war. "Deshalb habe ich etwas früher gebremst als auf der Ideallinie", erklärt er und ist der Meinung, dass rechts von ihm genügend Platz gewesen sei, sodass Glock ihn problemlos hätte überholen können. "Er hat sich entschieden, mir hinten draufzufahren oder hat nicht mehr rechtzeitig reagieren können", zuckt der Schweizer mit den Schultern.

Einige Runden zuvor war der Audi-Mann in eine ähnliche Situation mit dem späteren Rennsieger Robert Wickens verwickelt. "Er hat mich auch angegriffen und kam mit seinen neuen Reifen von hinten an. Ich habe innen die Linie zugemacht und er hat auf seinen neuen Reifen die Bodenhaftung nutzen können, so ist er vorbeigekommen", sagt er. Wickens warf Müller und Audi am Nürburgring ebenfalls vor, mit unfairen Mitteln zu kämpfen.

Müller bedauert, dass es im Zweikampf mit Glock zu einer "unnötigen" Kollision gekommen ist und dass "zwei Rennen ruiniert wurden". Der BMW-Fahrer fiel nach dem Crash weit zurück und für den Audi-Fahrer war das Rennen aufgrund der starken Beschädigung an seinem Fahrzeug kurz darauf vorbei. "Wir haben beide dafür bezahlt und ich glaube, die Schuld liegt nicht bei mir", erklärt er.

Mit seinem Unfallgegner hat Müller nicht gesprochen. "Ich habe auch nicht das Bedürfnis, das zu tun. Der Fall ist erledigt", so der 25-Jährige. Glock hat "seine Verwarnung bekommen und ist damit auch okay weggekommen". "Auch, wenn ich noch zehn Nächte darüber schlafe, sehe ich keine Schuld bei mir", hakt der Schweizer den Vorfall ab.

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