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Mattias Ekström verteidigt DTM-Führung am Nürburging

10. September 2017 - 18:45 Uhr

Audi im Rennen am Sonntag am Nürburgring mit Zusatzgewicht nicht schnell genug: Nur zwei Audi in den Punkterängen - Ekström weiter Spitzenreiter

Mattias Ekström
Audi-Pilot bleibt Führender in der DTM-Fahrerwertung
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mit einem hart erkämpften sechsten Platz im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring hat Audi-Pilot Mattias Ekström seine Führung in der DTM behauptet und den Vorsprung auf Lucas Auer (Mercedes) auf neun Punkte vergrößert.
Nach dem verregneten Vortag kämpften die Audi-Piloten am Sonntag auf trockener Strecke erwartungsgemäß mit stumpfen Waffen. Jamie Green qualifizierte sich als bester Audi-Pilot für Startplatz elf. Tabellenführer Mattias Ekström ging von Position 13 ins Rennen. Alle anderen Audi-Piloten fanden sich am hinteren Ende der Startaufstellung wieder.

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Mattias Ekström und Jamie Green machten das Beste aus der schwierigen Ausgangslage. Beide stoppten in einem phasenweise turbulenten Rennen erst spät und kämpften sich in der Schlussphase auf frischen Reifen noch von den Plätzen zehn und elf auf die Positionen sechs und sieben nach vorn. Damit sammelten beide wertvolle Punkte im Titelkampf, der sich vor den letzten beiden Rennwochenenden in Spielberg und Hockenheim weiter zugespitzt hat.

"Mein Rennen war relativ langweilig", sagte Mattias Ekström. "Ich bin viel alleine gefahren. Am Ende, nach allen Boxenstopps, war ich Sechster - das gibt gute Punkte, aber kein gutes Gefühl."

Ähnlich fiel die Bilanz von Audi-Motorsportchef Dieter Gass aus: "Es war kein wirklich gutes Rennen für uns. Wir waren nicht schnell genug und hatten mit Reifenabbau zu kämpfen, was eigentlich gar nicht unser Thema ist. Das war sicherlich auch dem hohen Gewicht geschuldet. Von daher müssen wir mit den Plätzen sechs und sieben für Mattias und Jamie einigermaßen zufrieden sein."

Ekström und Green waren die einzigen beiden Audi-Piloten, die am Sonntag Punkte sammelten. Rene Rast wurde nach seiner dritten Verwarnung der Saison auf den letzten Startplatz zurückversetzt und verlor durch ein Problem beim Reifenwechsel rund zehn Sekunden. Der Deutsche kämpfte sich noch auf Rang zwölf vor und ist in der Gesamtwertung weiter Dritter.

Enttäuschend verlief das Heimspiel des Audi Sport Team Phoenix, das in der Eifel an beiden Tagen ohne Punkte blieb. Loïc Duval wurde am Sonntag 15., Zandvoort-Sieger Mike Rockenfeller nach zwei Reifenwechseln 17.

Nico Müller musste seinen Audi RS 5 DTM elf Runden vor Schluss vorzeitig an der Box abstellen, nachdem ihm BMW-Pilot Timo Glock beim Anbremsen der Schikane vehement aufs Heck gefahren war.

Weiter geht es in der DTM bereits in 14 Tagen auf dem Red Bull Ring in Spielberg. Mattias Ekström kommt als Tabellenführer nach Österreich. Rene Rast, Jamie Green und Mike Rockenfeller liegen auf den Plätzen drei, fünf und sechs. In der Herstellerwertung steht Audi mit nun 52 Punkten Vorsprung auf Mercedes-Benz weiter an der Spitze. In der Teamwertung führt das Audi Sport Team Rosberg 52 Punkte vor dem Audi Sport Team Abt Sportsline.

Dieter Gass (Audi-Motorsportchef): "Erwartungsgemäß war es ein schwieriges Wochenende für uns. Wir wussten, dass wir mit den hohen Zusatzgewichten auf dieser Strecke keine Chance auf den Sieg haben würden. Wir hatten hochgerechnet, dass 25 Kilogramm auf trockener Strecke eine halbe Sekunde pro Runde ausmachen würden. Und Jamie (Green) fehlten am Sonntag 0,550 Sekunden zur Pole-Position."
"Im trockenen Rennen am Sonntag hatten wir ungewöhnliche Reifenprobleme. Wir müssen analysieren, ob das nur am Gewicht lag oder auch andere Gründe hatte. Mattias (Ekström) und Jamie haben unter diesen Umständen das Maximum herausgeholt. Ärgerlich ist, dass Mattias am Samstag genau im falschen Moment zum Reifenwechsel an die Box gekommen ist. Das war wirklich großes Pech. Sonst hätte er nun einen größeren Vorsprung."

Jamie Green: "Es war schwierig! Mit den aktuellen Performance-Gewichten war es nicht einfach, im Qualifying um einen der vorderen Plätze zu kämpfen. Wir haben am gesamten Wochenende alles gegeben. Mit Platz sechs und sieben haben wir gute Resultate erzielt und einige Punkte unter harten Bedingungen geholt. Ich bin mit meinen Leistungen zufrieden und möchte mich beim Team Rosberg und bei Audi Sport dafür bedanken, dass sie mir ein gutes Auto hingestellt haben."

Rene Rast: "Ein hartes Wochenende. Am Samstag haben wir mit Platz fünf gute Punkte gesammelt. Am Sonntag hatte ich ein schlechtes Rennen. Der Boxenstopp ging leider schief, ich habe viel Zeit verloren und bin dann dem Feld hinterhergeeilt. Am Ende bin ich Zwölfter geworden. Aber wir wussten, dass es schwierig werden würde, und ich glaube, wir haben das Beste daraus gemacht."

Mattias Ekström: "Mein Ziel war es, die Tabellenführung zu verteidigen. Das habe ich geschafft, obwohl wir hier mit jeder Menge Blei im Rucksack unterwegs waren und es der Wettergott am Samstag mit mir gar nicht gut gemeint hat. Dass wir am Sonntag auf trockener Strecke keine Chance haben würden, war klar. Deshalb sind acht Punkte eine ordentliche Ausbeute, aber gut fühlt sich so ein Wochenende nicht an."

Nico Müller: "Wir sind davon ausgegangen, dass es kein einfaches Wochenende wird. Wir hatten aber trotzdem die Hoffnung auf Punkte. Jetzt ohne nach Hause zu fahren, ist ziemlich frustrierend, vor allem nach dem Samstagsrennen, in dem ich im Regen schnell unterwegs war. Das ist das Positive, das ich mitnehmen kann. Die Konkurrenz war hier einfach stärker bei diesen Gegebenheiten. Wir hoffen, dass wir das in Spielberg wieder ändern können."

Mike Rockenfeller: "Ein Rennen zum Abhaken. Das war mit Abstand mein schlimmstes Wochenende dieser Saison. Das einzig Positive ist, dass mein Fuß dieses Mal noch ganz ist. Wir hatten wechselhafte Bedingungen und lagen mit der Abstimmung bei allen Bedingungen daneben. Am Sonntag bin ich komplett mit den Reifen eingegangen, das ist bisher dieses Jahr noch nie passiert. Wir lernen daraus und schauen nach vorn auf Spielberg."

Loic Duval: "Ehrlich gesagt, es war für mich das bisher härteste DTM-Wochenende. Wir wussten, dass es wegen der Performance-Gewichte nicht einfach werden würden. Zudem kämpften wir mit der Balance und dem Grip, durch die wechselnden Wetterbedingungen fehlte uns Zeit, am Set-up zu arbeiten. Unsere Abstimmung funktionierte weder im Nassen noch im Trockenen richtig. Positiv ist, dass Mattias (Ekström) noch immer in der Meisterschaft vorn liegt. Wir müssen jetzt daran arbeiten, an den letzten beiden Wochenenden wieder das Beste aus unserem Biest herauszuholen."

Thomas Biermaier (Teamchef Abt-Audi): "Es ist natürlich nicht schön, wenn man von vornherein weiß, dass man aufgrund der Gewichte chancenlos ist. An so einem schwierigen Wochenende kommt es darauf an, nicht die Motivation zu verlieren. Ich kann mich nur bei jedem Einzelnen im Team bedanken, dass wir mit Mattias (Ekström) weiter die Tabelle anführen. Die acht Punkte, die er hier unter extrem schwierigen Bedingungen geholt hat, können am Ende entscheidend sein. Nach dem Rennen am Samstag waren wir alle sehr niedergeschlagen. Wir haben rauf und runter diskutiert, was wir hätten anders machen können, aber es war einfach unglaubliches Pech. Und am Sonntag hat man wieder einmal gesehen, dass man nie aufgeben darf, weil in der DTM fast alles passieren kann."

Ernst Moser (Teamchef Phoenix-Audi): "Beim Heimspiel so auf die Kappe zu bekommen, tut schon ziemlich weh. Sowohl am Samstag bei schwierigen Bedingungen im Regen als auch am Sonntag im Trockenen waren wir nicht schnell genug. Wir hatten am Samstag keine andere Chance als zu pokern und auf Slicks zu wechseln. Am Sonntag haben wir wieder gegambelt und mit Rocky einen frühen Stopp gemacht. Aber die Taktik ging nicht auf. Warum Loic (Duval) dieses Mal nicht so schnell war, müssen wir analysieren. Positiv ist: Wir haben wieder die Boxenstopp-Wertung mit Rockys Auto gewonnen."

Arno Zensen (Teamchef Rosberg-Audi): "Wir wussten, dass es ein schwieriges Wochenende werden würde. Am Samstag hat das Team einen tollen Job gemacht, wir waren Elfter und Letzter und sind noch auf Platz fünf und sechs vorgefahren. Kompliment! Am Sonntag hat bei Rene (Rast) der Boxenstopp leider nicht funktioniert. Jamie (Green) ist ein tolles Rennen gefahren. Wir sind noch mit einem blauen Auge davongekommen."

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