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Reaktionen auf den Mercedes-DTM-Ausstieg

25. Juli 2017 - 09:59 Uhr

Wie die DTM-Hersteller und ITR-Vorstandsvorsitzender Gerhard Berger auf geplanten DTM-Ausstieg von Mercedes am Ende der Saison 2018 reagieren

Gary Paffett
So reagiert die DTM auf den Mercedes-Ausstieg aus der Tourenwagenserie
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Mercedes sorgte am Montagabend für einen Paukenschlag in der DTM. Mit der Bekanntgabe, dass die Stuttgarter Ende 2018 aus der DTM aussteigen, hatte in der DTM-Szene keiner gerechnet. Noch am Norisring sagte Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz, er könne versichern, dass keiner der drei Hersteller die DTM verlassen werde. Umso größer war die Überraschung bei den DTM-Beteiligten, die kurz nach der Rückkehr aus Moskau vom Rückzug der Sterne erfahren hatten.

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Der ehemalige Formel-1-Fahrer betont, dass die DTM-Dachorganisation ein Konzept für die Post-Mercedes-Zeit erstellen wird. "Mercedes hat den Ausstieg mit weitem Vorlauf für Ende 2018 angekündigt. Damit bleibt der ITR Zeit, die Situation zu analysieren und ein tragfähiges Konzept für die Zukunft aufzusetzen", erklärt Berger.

"Wir bedauern die Entscheidung von Mercedes-Benz, Ende 2018 aus der DTM auszusteigen", sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. "Die Konsequenzen für Audi und die Rennserie sind adhoc nicht absehbar. Für Audi ist das Engagement im internationalen Top-Tourenwagen-Sport ein wichtiger Bestandteil der werkseitigen Motorsport-Strategie. Es gilt, diese neue Situation mit allen Beteiligten zu analysieren, Lösungen zu finden und etwaige Alternativen zur DTM zu bewerten."

Mercedes-Engagement in der Formel E

Dass Mercedes ab der Saison 2019/20 ein Konkurrent von Audi in der Formel E wird, begrüßen die Ingolstädter. "Den Einstieg von Mercedes-Benz in die Formel E begrüßen wir. Es zeigt die Bedeutung der rein elektrischen Rennserie, dass sich nun alle drei deutschen Premium-Hersteller für ein Engagement ausgesprochen haben. Audi wird ab der kommenden Saison als erster deutscher Hersteller werkseitig in der Formel E starten", so Gass weiter.

BMW äußerte sich ebenfalls zum Ausstieg von Mercedes. "Mit großem Bedauern nehmen wir zur Kenntnis, dass Mercedes sein Engagement in der DTM nach der Saison 2018 einstellen wird. Diese neue Situation werden wir nun bewerten", heißt es in einer Stellungnahme der Münchner.

Die Entscheidung über den DTM-Ausstieg Ende 2018 sei im Laufe der vergangenen Woche gefallen, so ein Mercedes-Sprecher. Ob der Entschluss über die strategische Neuausrichtung des Motorsport-Engagements in Zusammenhang mit dem am vergangenen Wochenende bekanntgewordenen Emissionsskandal steht, bei dem sich die Hersteller der deutschen Automobilindustrie jahrelang unerlaubterweise über Preise abgesprochen haben sollen, darüber kann derzeit nur spekuliert werden.

Nach 30 Jahren ist Schluss

Daimler kündigte den Rückruf von drei Millionen Fahrzeugen in die Werkstätten an, um an den Autos nachzurüsten. Dadurch kommen hohe Kosten auf den Konzern zu, vielleicht sogar eine Strafe vom Kartellamt. In einer ähnlichen Situation war Volkswagen, die infolge des Emissionsskandals vor zwei Jahren das LMP1-Sportwagenprojekt von Audi in der Langstreckenweltmeisterschaft (WEC) beendeten.

Seit 1988 ist Mercedes gemeinsam mit HWA in der deutschen Tourenwagenserie am Start. Nach 30 Jahren in der DTM wird 2018 die vorerst letzte Saison für Mercedes im Deutschen Tourenwagen Masters sein.

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