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Erleichterung bei Mortara: Erstes Podium im Mercedes

05. Juli 2017 - 08:20 Uhr

Edoardo Mortara stand auf dem Norisring zum ersten Mal mit Mercedes auf dem Podium und ist erleichtert - Fritz: "Er ist einer der Schnellsten im Feld"

Edoardo Mortara
Endlich wieder eine Podestplatzierung für Edoardo Mortara
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Ein schwieriger Saisonstart liegt hinter Mercedes-Neuzugang Edoardo Mortara. Vor dem Norisring-Wochenende stand mit dem vierten Platz beim Saisonauftakt der DTM 2017 in Hockenheim das bis dahin beste Ergebnis für den Italiener zu Buche. Am Norisring durfte er endlich wieder jubeln. Von Startplatz 16 ging es für Mortara auf den dritten Rang nach vorne: sein erstes Podium mit seinem neuen Team Mercedes.

Mit 40 Punkten auf dem Meisterschaftskonto und dem 13. Platz in der Fahrerwertung liegt der Vizemeister von 2016 weit hinter den Erwartungen zurück. Dass er es kann, hatte Mortara in der Vergangenheit mehrmals bewiesen. Seit 2011 geht der 30-Jährige in der DTM an den Start und hat dabei acht Rennsiege und insgesamt 21 Podiumsplatzierungen eingefahren.

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2016 war die bislang erfolgreichste Saison für den früheren Audi-Piloten. Mit insgesamt fünf Saisonsiegen kämpfte Mortara bis zum letzten Rennen um die Meisterschaft. Am Ende musste er sich mit nur vier Punkten Rückstand dem BMW-Fahrer Marco Wittmann geschlagen geben.

Von Startplatz 16 auf das Podium

Nach seinem Wechsel zu Mercedes im Winter lief es für den gebürtigen Genfer noch nicht rund. Anpassungsschwierigkeiten an den C63 DTM machen ihm noch zu schaffen. Doch am Norisring gab es einen Lichtblick. Im achten Rennen mit den Stuttgartern stand Mortara zum ersten Mal auf dem Podium. "Es ist ein sehr gutes Gefühl!", sagt er erleichtert. "Vor allem, wenn du von Platz 16 startest, dann erwartest du nicht, dass du am Ende auf dem Podium stehst!"

Er ergänzt: "Das haben wir gebraucht, denn wir hatten sehr harte Rennwochenenden. Ich hoffe, dass uns dieses Rennen hilft, noch motivierter an die Sache heranzugehen und Lösungen für unsere Probleme zu finden."

Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz ist überzeugt vom Können seines Schützlings. "Wir haben uns entschieden, mit Edo zu arbeiten, weil er seit Jahren einer der Schnellsten im Feld ist", springt er für Mortara in die Bresche und ergänzt: "Wir wussten, dass es am Anfang schwierig werden wird, weil es ein neues Team für ihn und alles neu ist. Vor drei Jahren hatte Jamie (Green) ähnliche Anpassungsprobleme."

"Seit Jahren einer der Schnellsten im Feld"

Sowohl Mortara als auch Green, der 2013 von Mercedes zu Audi wechselte, arbeiteten jahrelang für ein und denselben Hersteller, und "plötzlich ändert sich das komplette System um sie herum, daran müssen sie sich erst einmal gewöhnen", sagt Fritz.

"Edo ist immer positiv und versucht, so schnell wie möglich zu lernen. Es ist großartig, mit ihm zu arbeiten! Wir lernen viel von ihm und er lernt viel von uns. Es gibt Momente, wo er zeigt, welches Potenzial in ihm steckt. Seine Zeit wird kommen", ist er sicher.

Auf die Unterstützung der fünf Mercedes-Fahrerkollegen kann Mortara dabei bauen: "Die Fahrer bei HWA versuchen, sich untereinander zu helfen. Das macht es etwas einfacher."

Im Qualifying läuft es noch nicht rund

Der Knackpunkt, warum es nicht so läuft wie gewünscht, ist laut Mortara die zwanzigminütige Qualifikation. "Im Rennen bin ich besser als im Qualifying, denn da läuft es momentan überhaupt nicht", erklärt er. Sein Fahrstil passe noch nicht zum Mercedes und "wir finden einfach nicht die richtigen Einstellungen".

Er ergänzt: "Aber im Rennen habe ich mehr Zeit, um mich anzupassen. Runde für Runde wird es dann besser und ich weiß, wie ich reagieren muss." Er sei in der Vergangenheit schon immer der "bessere Racer als Qualifyer" gewesen und habe viele Plätze gutmachen können. So auch am Sonntag auf dem Norisring. Vom 16. Platz gestartet ging es für den Mercedes-Piloten bis aufs Treppchen nach vorne. "Das war sehr extrem! Wenn du als 16. startest, dann kannst du nicht erwarten, dass du Dritter wirst. Aber alles lief perfekt!", freut sich Mortara.

Im wohl knappsten Zieleinlauf der DTM trennten den Drittplatzierten nur 0,002 Sekunden vom viertplatzierten Mattias Ekström. Der fünftplatzierte Marco Wittmann lag nur 0,022 Sekunden hinter Mortara beim Überqueren der Ziellinie.

"Die letzte Runde wird immer in meinem Gedächtnis bleiben", staunt Mortara. "Drei Autos fahren Seite an Seite über die Ziellinie. Gott sei Dank habe ich Wittmann ausreichend Platz gelassen, weil ich nicht gesehen habe, dass Ekström noch zwischen uns ist. Das hätte sonst ganz schön ins Auge gehen können." Er hofft, dass der Knoten nun geplatzt ist und dass es bei den nächsten Rennen weiter aufwärts geht.

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