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Enge Meisterschaft: Norisring-Streithähne wittern mehr Ärger

21. Juli 2017 - 17:13 Uhr

Nach dem harten Endspurt auf dem Norisring sind sich Marco Wittmann und Mattias Ekström "einig, dass man sich nicht einig ist" - Warum es dennoch Spaß macht

Mattias Ekström, Marco Wittmann
Kein Platz für falsche Bescheidenheit: Bei Audi und BMW will man weiter rumpeln
© Audi

(Motorsport-Total.com) - Zwischen dem Gesamtführenden Mattias Ekström und den Meisterschafts-Siebten Gary Paffett liegen nur 29 Punkte. Vor den Rennwochenenden gibt es kaum einen Favoriten. Und das Fotofinish um den dritten Platz auf dem Norisring war ebenfalls ein Indiz dafür, wie eng es derzeit in der DTM zugeht. Auslöser diesen dramatischen Endspurts im Sonntagsrennen war ein harter Zweikampf, inklusive Berührung, zwischen Marco Wittmann und Mattias Ekström. Und die Streithähne können sich nicht vorstellen, dass es zukünftig sanfter zugehen wird.

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"Wir machen einfach so weiter", sagt Wittmann. "Wir hatten ein paar harte Kämpfe. Die waren am Limit und gingen hier und da vielleicht ein wenig darüber hinaus. Das Fotofinish war natürlich toll und wird in allen Saison-Ruckblicken zu sehen sein. Aber ich denke, das ist jetzt ausgestanden und wir machen einfach weiter."

Der BMW- und der Audi-Pilot wirken vor dem fünften Saisonlauf und den Rennen neun und zehn in Moskau nicht, als hätten sie sich ausführlich ausgesöhnt. Sie machen eher den Eindruck, als hätten sie akzeptiert, dann man in diesem Jahr mit dem Messer zwischen den Zähnen fahren muss. "Wir sollten mit dem Gesamtbild zufrieden sein, dass es überhaupt solche Zweikämpfe gibt - vor allem natürliche solche, die nicht in großen Unfällen enden", sagt Ekström.

Wittmann und Ekström räumen Fehler ein

Ekström hat leicht reden. Der Schwede ist auch nach dem Verlust des Podiumsplatzes noch Tabellenführer geblieben. Wittmann kassierte hingegen seine dritte Verwarnung und muss im kommenden Samstagsrennen fünf Plätze weiter hinten starten.

"Mein Manöver war natürlich grenzwertig", räumt er mittlerweile ein. "Mattias hat versucht zu Blockieren und ich habe versucht, vorbeizukommen. Ich bin sicherlich nicht absichtlich in ihn reingefahren. Meine Räder haben blockiert und wir sind weit herausgekommen. Die Verwarnung und die Strafe muss ich akzeptieren. Das bedeutet für mich, dass ich im Qualifying noch mehr Gas geben muss."

Auch Ekström gesteht sich eine Mitschuld ein: "In Schweden sagen wir: Wenn du zu langsam bist, wird dich jemand treffen. Das trifft auch in meinem Fall zu. Ich hatte nicht wirklich die Pace. Und wenn jemand so nah an ein Heck herankommt, dann ist das ein Zeichen dafür, dass du nicht schnell genug bist. Dann verdient man es vielleicht sogar, getroffen zu werden, wenn man die Tür zumacht."

Warum noch mehr harte Manöver zu erwarten sind

Ein öffentlicher Handschlag ginge wohl zu weit - solange die Würfel um die Meisterschaft in diesem Jahr nicht gefallen sind. "Man muss nicht immer mögen, was der andere tut, aber das gehört zum Sport dazu", meint Ekström. "Man kann sich nicht immer einig sein. Manchmal ist es sogar besser, wenn man sich einige ist, sich nicht einig zu sein."

Denn der 39-Jährige weiß genau, dass Einigkeit in einem engen Meisterschaftskampf keinen Platz hat - und auch nicht unbedingt gern gesehen wird. "Fans lieben solche Manöver in der letzten Runde", sagt er und geht den Ursachen auf den Grund:

"Ich habe das Gefühl, dass es Jahr für Jahr härter zugeht. Das fällt vor allem vom vergangen Jahr zu diesem auf, seit wir statt 20 nur noch 18 Autos haben. Man muss die Chance ergreifen, wenn sie sich ergibt. Der Abstand vom schnellsten Auto zum langsamsten war vielleicht noch nie so gering. Das provoziert auch eine härtere Fahrweise. Für die DTM ist das etwas sehr Positives. Wenn wir so weitermachen, dass jeder einzelne Fahrer um jeden einzelnen Punkt kämpft ... Ich denke, man muss noch mindestens drei Rennwochenenden abwarten, um abschätzen zu können, wer am Ende um den Titel fährt."

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