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DTM-Test in Hockenheim: Bestzeit für BMW

06. April 2017 - 19:33 Uhr

Beim offiziellen Test der DTM für die Saison 2017 auf dem Hockenheimring war BMW-Pilot Timo Glock der Schnellste - Zuvor aber drei Tage lang Mercedes vorne

Timo Glock BMW DTM
Timo Glock war im BMW M4 DTM der schnellste Mann in Hockenheim
© BMW (Twitter)

(Motorsport-Total.com) - Das Motodrom von Hockenheim war in den vergangenen vier Tagen der Schauplatz des offiziellen ITR-Tests. Dabei haben mit Audi, BMW und Mercedes alle drei Hersteller der Serie die Möglichkeit genutzt, ihre Fahrzeuge für die kommende Saison vorzubereiten. Gerade in diesem Jahr hatte das eine ganz hohe Wichtigkeit, da durch ein neues Reglement die DTM-Renner technisch komplett überarbeitet wurden.

2017 werden pro Hersteller in der DTM nur noch sechs Piloten aufgeboten. An den vier Tagen in Hockenheim kamen alle 18 Fahrer zum Einsatz. Am Donnerstag schickte Audi Mattias Ekström, Mike Rockenfeller und Rene Rast auf die Stecke; bei BMW waren Timo Glock, Bruno Spengler, Marco Wittmann und Maxime Martin im Einsatz und bei Mercedes Paul di Resta, Lucas Auer und Robert Wickens.

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Am letzten Testtag wurden dann auch die schnellsten Runden gedreht, was insgesamt auf einen guten Testfortschritt schließen lässt. Mit 1:30.201 Min. stellte Ex-Formel-1-Pilot Glock dann auch Wochenbestzeit auf. Mercedes-Pilot Paul di Resta lag ihm mit 1:30.238 Minuten jedoch dicht auf den Fersen. Die Audi Riege führte Mike Rockenfeller mit 1:30.559 Minuten an.

Rockenfeller nicht zu einhundert Prozent zufrieden

"Wie so ein Test halt ist. Es gibt positive Dinge und Dinge, die nicht so gut funktioniert haben. Aber dafür probiert man es ja aus. Wichtig ist, dass wir die richtigen Schlüsse daraus zieht. Der Vormittag war ganz gut. Am Nachmittag haben wir ein paar Sachen ausprobiert, die nicht so gut geklappt haben. Und jetzt müssen wir schauen, dass wir für Rennen eins das Richtige zusammen stecken", resümiert Rockenfeller am Donnerstagabend.

Die guten BMW-Zeiten am letzten Tag kam recht unverhofft, da der Münchner Hersteller an den vorherigen Tagen die eine oder andere Macke an den brandneuen M4 DTM zu beklagen hatten. "Es stimmt, dass wir mit einigen technischen Problemen zu Beginn der Woche gekämpft haben. Da hatten wir unter anderem zweimal etwas am Antriebsstrang, wo wir vorsichtshalber abgestellt und Teile ausgetauscht haben. Sorgen macht mir das nicht. Ich habe vollstes Vertrauen, dass zum Saisonstart alles passt. Am Mittwoch und Donnerstag haben wir ordentlich Runden gedreht", ist BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt ehrlich.

In den ersten drei Testtagen machte ganz klar Mercedes das Tempo. Und da vor allem der Routinier Gary Paffett. Der Brite hatte in dominierender Weise schnelle Rundenzeiten erzielt und diese mit Konstanz wiederholt. "Mann muss sich mal anschauen, was Gary am Montag und Dienstag gezeigt hat. Da kann ich nur sagen: Wenn das wirklich die Wahrheit ist, dann herzlichen Glückwunsch", war Audi-Pilot Rockenfeller schon etwas angefressen.

Das wahre Potenzial wird es im Rennen zu sehen sein

Dennoch bleibt er cool: "Aber warten wir erst einmal ab, ob das wirklich die Wahrheit ist. Da Kräfteverhältnis ist für mich unklar. Man hat den Motor und die Aerodynamik, die sich unterscheiden. Ansonsten gibt es so viele Einheitsteile, dass eigentlich gar keine allzu großen Unterschiede entstehen können."

Auch Marquardt wollte die anfängliche Darbietung von Mercedes nicht überbewerten. "Die Performance von Gary Paffett macht uns keine Angst. Die Rundenzeiten bei Tests sind immer so eine Sache. Wir werden am Samstag beim Auftakt in Hockenheim entdecken, wie die Realität aussieht. Ich bin mir ganz sicher, dass dann wieder alle drei Hersteller ganz dicht beisammen liegen werden."

Natürlich wurden die Tests in Hockenheim auch dafür genutzt, gewisse Dinge für die anstehende Saison einzuspielen. So wurden beispielsweise unzählige Boxenstopps eingeübt. Hier ist im Vergleich zum Vorjahr eine ganz andere Herangehensweise erforderlich, da nur noch acht Mechaniker beim Stopp beteiligt sein dürfen und auch nur noch zwei Schlagschrauber für den Reifenwechsel erlaubt sind. Ein Boxenstopp dauert dann ungefähr acht Sekunden.

ITR-Test in Hockenheim, Zeiten, Tag 4/4:
01. Timo Glock (BMW) - 1:30.201 - 125 Runden
02. Paul di Resta (Mercedes) - 1:30.238 - 152 Runden
03. Marco Wittmann (BMW) - 1:30.262 - 136 Runden
04. Lucas Auer (Mercedes) - 1:30.463 - 163 Rundenzeiten
05. Mike Rockenfeller (Audi) - 1.30.559 - 114 Runden
06. Mattias Ekström (Audi) - 1.30.603 - 130 Runden
07. Bruno Spengler (BMW) - 1:30.640 - 39 Runden
08. Robert Wickens (Mercedes) - 1:30.915 - 182 Runden
09. Rene Rast (Audi) - 1:30.952 - 137 Runden
10. Maxime Martin (BMW) - 1:32.064 - 94 Runden

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