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Berger neuer DTM-Boss: "Internationalisierung wichtig"

21. März 2017 - 14:57 Uhr

Die DTM soll unter der neuen Leitung von Gerhard Berger endlich den Schritt auf das internationale Parkett schaffen: Neue Hersteller sollen kommen

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Gerhard Berger spielte schon immer neben seiner Rolle als Rennfahrer auch auf politischen Ebenen mit.
Gerhard Berger spielte schon immer neben seiner Rolle als Rennfahrer auch auf politischen Ebenen mit.

(Motorsport-Total.com) - Die ITR stellt sich für die Zukunft neu auf: Der ehemalige Grand-Prix-Sieger, BMW-Motorsportdirektor und Formel-1-Teammitbesitzer Gerhard Berger ist am heutigen Dienstag als 1. Vorsitzender der Internationalen Tourenwagen Rennen e.V. (ITR) bestätigt worden. Er übernimmt das Amt von DTM-Gründer Hans Werner Aufrecht, der über 30 Jahre an der Spitze der Rennserie war. Um die DTM erfolgreich weiterzuentwickeln, wird er mit dem Vorstand und Beirat der DTM die strategischen Weichen für die Zukunft der Serie der Welt erarbeiten.

Gerhard Berger freut sich auf seine neue Führungsrolle. "Ich habe meine Rennsportkarriere im Tourenwagen begonnen und habe die DTM immer mit großem Interesse verfolgt. Die DTM ist ein erstklassiges Produkt mit einem leistungsstarken, selbstbestimmten Reglement, mit starken Herstellern, top Sponsoren, wichtigen internationalen Partnerschaften und vielen Fans", sagt er. "Ich sehe dies als gute Ausgangsbasis mit großem Potenzial für die Zukunft."

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"Als erstes werde ich mir in den nächsten Wochen mit meinen Kollegen einen tieferen Einblick in die Details verschaffen. Aufbauend auf der starken Basis werden wir dann eine gemeinsame Strategie für die Zukunft erarbeiten", so Berger. "Wichtig sind mir vor allem der Ausbau unserer internationalen Partnerschaften auch mit neuen Herstellern, spektakuläre Rennfahrzeuge, die auch den Fahrern Respekt einflößen und ein Format, das Sport und Unterhaltung gleichermaßen bietet."

Als erfolgreicher und langjähriger Rennfahrer in der Formel 1 absolvierte Gerhard Berger unter anderem für Benetton-BMW, die Scuderia Ferrari und McLaren-Honda zwischen 1984 und 1997 insgesamt 210 Grand-Prix-Einsätze und wurde zehnfacher Grand-Prix Sieger. Nach seinem Rücktritt als Formel 1-Fahrer folgten Stationen als Motosportdirektor bei BMW-Williams (1998 bis 2003), als Mitbesitzer von Toro Rosso (2006 bis 2008) und als Präsident der FIA-Einsitzer-Kommission (2012 bis 2014).

Gleichzeitig trieb Berger auch seine Karriere als Unternehmer abseits des Motorsports voran: so ist er Eigentümer einer Firmengruppe in Tirol mit Unternehmensbeteiligungen insbesondere im Fahrzeugbau und Logistikbereich. Dem Motorsport blieb er über all die Jahre stets eng verbunden.

Doppelspitze: Gerhard Berger und Florian Zitzlsperger

Florian Zitzlsperger übernimmt als 2. Vorsitzender und Geschäftsführer der ITR GmbH die operative Leitung der DTM. "Wir sind froh, einen so erfahrenen Mann wie Gerhard Berger an der Spitze zu haben. Aufgrund seiner großen Erfahrungen im Motorsport und als Unternehmer ist er der ideale Nachfolger von Hans Werner Aufrecht, der für die geplante Weiterentwicklung die besten Voraussetzungen geschaffen hat", so Zitzlsperger. "Ohne Hans Werner Aufrecht würde es keine DTM geben. Für seine leidenschaftliche und erfolgreiche Arbeit gebührt ihm unsere größte Anerkennung, unser Respekt und unser Dank."

Als "Vater der DTM" ist Hans Werner Aufrecht untrennbar mit der DTM verbunden, er hat die populäre Tourenwagenserie maßgeblich geprägt und ihr einen führenden Platz in der internationalen Motorsportwelt beschert. Hans Werner Aufrecht erklärt: "Ich bin stolz auf das, was meine Kollegen und ich in den vergangenen drei Jahrzehnten erlebt und erreicht haben. Nun ist aber der Zeitpunkt gekommen, diese einzigartige Rennserie zu übergeben."

Neben Hans Werner Aufrecht scheiden auch Hans-Jürgen Abt und Walter Mertes aus dem Vorstand der ITR e.V. aus. Beide bleiben jedoch eng mit der DTM verbunden - Hans-Jürgen Abt wie bisher in seiner Rolle als Teamchef des Audi-Teams Abt Sportsline und Walter Mertes als Partner für die Sponsoren-Vermarktung der Serie. Zusätzlich bleibt Mertes auch als Geschäftsführer der ITR-Tochterfirma "F3 GmbH" für die Vermarktung der Formel-3-Europameisterschaft verantwortlich, welche als erfolgreichste Nachwuchskategorie für DTM- und Formel 1-Nachwuchspiloten gilt.

Der Wechsel an der DTM-Spitze ist Teil einer umfassenden Weiterentwicklung der Tourenwagenserie, die schrittweise ab diesem Jahr realisiert werden soll. Die bedeutendsten Änderungen am technischen Reglement wurden kürzlich vorgestellt und bauen vor allem auf mehr Leistung, weniger Abtrieb und weicheren Reifen auf. Änderungen am sportlichen Reglement werden in den kommenden Tagen veröffentlicht.

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