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Mercedes-Umbruch: Wie geht es für die Aussortierten weiter?

26. Januar 2017 - 13:33 Uhr

Maximilian Götz, Daniel Juncadella, Felix Rosenqvist und Christian Vietoris haben bei Mercedes keine Zukunft mehr - Wie geht es für die vier Piloten nun weiter?

Paul di Resta, Christian Vietoris
Paul di Resta darf weiterfahren, für Christian Vietoris und Maxi Götz ist Schluss
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Bei Mercedes gibt es zur DTM-Saison 2017 einen großen Umbruch. Lediglich vier der acht Fahrer aus dem 2016er-Kader haben den Sprung ins neue Jahr "überlebt". Für Maximilian Götz, Daniel Juncadella, Felix Rosenqvist und Christian Vietoris ist 2017 kein Platz mehr bei den Silberpfeilen. Doch wie geht es für die vier Piloten nun weiter? Fakt ist, dass sich einige der Betroffenen bereits seit einiger Zeit anderweitig umgeschaut haben. Wir liefern einen Überblick über die Situation.

Keine Sorgen muss sich Felix Rosenqvist machen. Der Schwede, der ohnehin nur die halbe Saison 2016 als Ersatz für Esteban Ocon bestritt, geht seit dem vergangenen Jahr auch in der Formel E für Mahindra an den Start. Darüber hinaus scheinen auch Einsätze in weiteren Rennserien denkbar. Im Vorjahr fuhr er unter anderem in der Blancpain-Serie und im GT-Masters. Langweilig dürfte ihm also 2017 nicht werden.

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Dementsprechend locker nimmt der ehemalige Formel-3-Europameister sein DTM-Aus und schreibt auf Twitter: "Viel Glück an all meine Freunde bei Mercedes. Tretet den Gegnern dieses Jahr in den Hintern! Und willkommen zurück Maro Engel." Auch Maxi Götz hat sich bereits zu seinem DTM-Abschied geäußert. Der ehemalige GT-Masters-Champion fuhr zwei Jahre für Mercedes.

"Ich möchte mich herzlich bei Mercedes und speziell Toto Wolff, Uli Fritz und Tobias Moers für das in mich gesetzte Vertrauen bedanken. Die zwei Jahre in der DTM haben mir großen Spaß gemacht und ich habe unheimlich viel dazugelernt. Es war eine großartige Zeit, in der ich viele tolle Menschen kennenlernen durfte", schreibt Götz und ergänzt: "Die Zusammenarbeit mit den Jungs von Mücke und zuletzt dem Rekordmeisterteam HWA war auf professioneller und auch menschlicher Basis ein besonderes Erlebnis."

"Gerne hätte ich in der DTM noch mehr Erfolge gefeiert, nun warten aber neue Aufgaben auf mich", kündigt der 30-Jährige an, ohne dabei allerdings ins Detail zu gehen. "Trotz neuer Herausforderungen bleibt die DTM weiter ein Thema. Ich werde bei einigen Rennen vor Ort sein und den Jungs die Daumen drücken. Ich wünsche der gesamten DTM, dass sie für die Fans weiter ein besonderes Erlebnis bleibt und auch in Zukunft tollen Rennsport liefert", erklärt er.

Daniel Juncadella schien bereits seit einiger Zeit zu ahnen, dass für ihn in diesem Jahr in der DTM kein Platz mehr sein würde. Er orientierte sich bereits Ende des vergangenen Jahres wieder in Richtung Formelsport und ging unter anderem beim Formel-3-Weltcup in Macao an den Start. Etwas Offizielles gibt es hier zwar noch nicht zu vermelden, aber auch sein Blick könnte nun in Richtung Formel E gehen.

"Jeder Fahrer, mit dem ich gesprochen habe, sagt, dass es ein großer Spaß ist", sagte Juncadella bereit im Dezember gegenüber 'Autosport'. "Um ehrlich zu sein, war ich zu Beginn ein wenig skeptisch, weil ich den Gedanken an effizienten und grünen Motorsport und den Autowechsel nicht geteilt habe. Aber am Ende geht es im Motorsport um eine gute Show, und dass sie so viele Zuschauer an die Strecke bringen, ist echt beeindruckend", so der Spanier.

Besonders bitter ist das DTM-Aus derweil für Christian Vietoris. "Obwohl es die Gesamtwertung nicht zeigt, bin ich in diesem Jahr meine bislang beste DTM-Saison gefahren. Damit haben wir eine solide Basis, um im nächsten Jahr um den Titel zu kämpfen", hatte der 27-Jährige nach dem Saisonfinale 2016 in Hockenheim noch selbstbewusst erklärt. Doch daraus wird nun nichts werden.

Nachdem Vietoris 2010 und 2011 noch in der GP2 an den Start gegangen war, konzentrierte er sich ab der Saison 2012 voll auf die DTM. Aktuell ist noch nichts darüber bekannt, wie es für ihn weitergehen wird. Platz 14 in der Gesamtwertung 2016 war letztendlich aber zu wenig, um die Mercedes-Verantwortlichen zu überzeugen. Mit Robert Wickens, Paul di Resta, Gary Paffett und Lucas Auer werden lediglich die vier bestplatzierten Piloten weiterbeschäftigt.

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