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Dakar 2018: Erneuter Führungswechsel bei Motorrädern

Kevin Benavides übernimmt die Gesamtführung bei der Rallye Dakar 2018 in der Motorrad-Kategorie - Der Tagessieg geht hauchdünn an Antoine Meo

(Motorsport-Total.com) - Nach mehreren Tagen in weichstem Sand bei über 30 Grad Außentemperatur hat die Rallye Dakar 2018 ihr Gesicht am Donnerstag komplett verändert. In einer Radikalkur ging es bis auf 4.700 Meter Höhe. Kopfschmerzen, Übelkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Regen waren für die Teilnehmer am Donnerstag ein ständiger Begleiter. Der Ruhetag in La Paz auf 3.600 Metern wird eher ein Akklimatisierungs- denn ein Entspannungstag werden. Da half es auch kaum, dass wegen Nebels nur 194 der ursprünglich vorgesehenen 311 Wertungskilometer zurückgelegt wurden.

Antoine Meo

Antoine Meo gewann die sechste Etappe der Rallye Dakar 2018

Auf deutlich rauerem Terrain als begrüßte der Titicacasee die Teilnehmer mit einer malerischen Szenerie, für die die meisten Topfahrer natürlich keine Minute übrig hatten. Nach den navigationstechnisch anspruchsvollen Dünen Perus waren diesmal keine allzu großen Abstände zu erwarten, da die Route ziemlich eindeutig vorgegeben war. Und so rückten die Besten der Gesamtwertung noch einmal näher zusammen.

Antoine Meo (KTM) ging aus dem Spurt auf das Dach der "Dakar" als Schnellster hervor. Auf dem ersten Teilstück der verkürzten Strecke verlor er zwar 1:30 Minuten, holte jedoch mit einer Schlussattacke noch den Tagessieg. Sein Vorsprung betrug im Ziel jedoch nur läppische 30 Sekunden auf die zeitgleichen Kevin Benavides (Honda) und Toby Price (KTM). Letzterer hatte bis zum letzten Wegpunkt noch die Nase vorn.

Sieben Fahrer dicht an dicht

Benavides übernahm damit die Führung in der Gesamtwertung von Adrien van Beveren (Yamaha), der mit 3:27 Minuten Rückstand nur Zehnter in der Tageswertung wurde. KTM, Yamaha und Honda wechseln sich im Gesamtklassement in aller Regelmäßigkeit ab.

Nach seinem Etappensieg am Vortag eröffnete Joan Barreda die sechste Etappe, wodurch er wieder etwas an Zeit verlor. 3:30 Minuten betrug der Rückstand auf Meo, was zu Rang elf reichte. Der Spanier gehört allerdings weiter zu den Sieganwärtern, zu denen sich auch Meo dank seies Tagessieges wieder gesellt hat. Sieben Fahrer sind durch lediglich etwas mehr als zehn Minuten voneinander getrennt - ein krasses Kotrastprogramm zu allen anderen Kategorien, in denen in Peru schon ordentlich ausgesiebt wurde.

Durch die eher einfache Navigation auf der sechsten Etappe kam es zu einigen Überraschungen. Hinter Meo, Benavides und Price holte der Argentinier Diego Martin Duplessis (Honda) den vierten Platz in der Tageswertung, gefolgt von Daniel Oliveras Carreras (KTM). Matthias Walkner (KTM) startete als Zweiter hinter Barreda in die Etappe und verlor geringfügig an Boden, hat jedoch noch immer eine gute Chance auf seinen ersten Dakar-Sieg.

Quads: Casale vor Ruhetag überlegen an der Spitze

Ignacio Casale (Yamaha) reichte auf der sechsten Etappe ein vierter Platz, um eine sichere Führung mit in den Ruhetag zu nehmen. Der Chilene büßte lediglich 3:11 Minuten auf Etappensieger Jeremias Gonzales (Yamaha) und 2:21 Minuten auf Pablo Copetti (Yamaha) ein. Dieser wurde am Donnerstag Zweiter vor Überraschungsmann Nelson Sanabria (Yamaha) aus Paraguay. Casales Vorsprung beträgt 41:30 Minuten auf Alexis Hernandez (Yamaha) und 57:16 Minuten auf Copetti. Hernandez gelang nur die sechstbeste Zeit (+4:28 Minuten), nachdem er zwei Wegpunkte verpasst hatte.

Top 10 der Motorrad-Wertung nach Etappe 6 von 14

1. Kevin Benavides (Honda) - 16:33:20 Stunden
2. Adrien van Beveren (Yamaha) +1:57 Minuten
3. Matthias Walkner (KTM) +2:50
4. Xavier de Soultrait (Yamaha) +9:24
5. Joan Barreda Bort (Honda) +9:33
6. Toby Price (KTM) +9:39
7. Antoine Meo (KTM) +10:42
8. Pablo Quintanilla (Husqvarna) +16:42
9. Gerard Farres Guell (KTM) +18:08
10. Stefan Svitko (KTM) +29:11

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