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WRC Safari-Rallye 2024: Rovanperä führt, Albtraum für Hyundai

Kalle Rovanperä stürmt bei der Safari-Rallye in Kenia vorneweg, will von einer Vorentscheidung aber noch nichts wissen - Lappi und Tänak scheiden aus

(Motorsport-Total.com) - Kalle Rovanperä hat mit einer fehlerfreien Fahrt die Führung bei der Safari-Rallye übernommen, während Hyundai am Freitag ein veritables Debakel erlebte. Ott Tänak und Esapekka Lappi fielen aus, Thierry Neuville wurde durch einen Reifenschaden zurückgeworfen. Damit führen drei Toyota das Klassement in der äquatorialen Hitze Afrikas an. (Bilder Safari-Rallye 2024)

Titel-Bild zur News: Kalle Rovanperä führt nach dem Freitag die Safari-Rallye Kenia an

Kalle Rovanperä führt nach dem Freitag die Safari-Rallye Kenia an Zoom

Rovanperä führt nach sechs Wertungsprüfungen am Freitag und einer Superspecial am Donnerstag mit 56,9 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Elfyn Efans. Takamoto Katsuta komplettiert das Toyota-Trio mit einem Rückstand von 1:00.8 Minuten. (Zwischenstand nach WP7)

Von einer Vorentscheidung will der amtierende Weltmeister nichts wissen: "Ich würde nicht sagen, dass der Vorsprung groß genug ist. Er ist nicht einmal annähernd groß genug. Morgen braucht es nur einen starken Regenschauer oder etwas Ähnliches und die Abstände können riesig werden."

"Wenn es hier regnet, dann richtig. Dann fährt es sich wie auf Eis und man kämpft selbst auf den Geraden darum, das Auto auf der Fahrbahn zu halten."

Alle Hyundai-Fahrer in Problemen

Die Dramatik des Tages war der komplette Zusammenbruch der Hyundai-Ambitionen auf den Sieg. Lappi war Rovanperä dicht auf den Fersen und hatte nur 15 Sekunden Rückstand, als ihm auf der fünften WP das Getriebe um die Ohren flog.

"Das Getriebe ist regelrecht explodiert", berichtet Lappi. "Zuerst schaltete es auf Frontantrieb. Es gab keinen Schlag oder ein Geräusch beim Beschleunigen, es schaltete einfach auf Vorderradantrieb um. Ein paar hundert Meter später zog das Auto überhaupt nicht mehr, egal ob ich im ersten oder fünften Gang fuhr."

Lappi spricht von einigen Schlägen auf den Prüfungen zuvor, die zu der nach wie vor materialmordenden Safari-Rallye dazugehören. Zum Zeitpunkt des Defekts habe es aber keine Schläge gegeben. "Wir können das Getriebe wechseln und morgen wieder starten, aber ich sehe keinen Sinn darin, das zu versuchen", fügt er hinzu.

Hyundai-Technikchef Francois-Xavier Demaison bestätigt, dass das Getriebe ein Schwachpunkt des Hyundai i20 N Rally1 ist, räumt aber ein, dass es kurzfristig keine Lösung gebe und man damit leben müsse.

Die Rolle des Verfolgers von Rovanperä übernahm nun Ott Tänak, doch seine Attacke endete bereits eine Wertungsprüfung später. Er traf einen Stein und wurde in eine Mauer katapultiert. Der Schaden war zu groß, das Auto unfahrbar.

"Solche Dinge passieren bei der Safari-Rallye sehr oft", so der Weltmeister von 2019. "Der [Stein] war sehr versteckt und ich konnte nicht reagieren - auch weil die Straße dort so schmal war mit dem Wall auf der anderen Seite. Ich konnte nirgendwohin ausweichen und musste über den Stein fahren. Ich glaube nicht, dass er das Auto stark beschädigt hat, aber ich bin zu hart aufgefahren. Der ganze Schaden rührt daher."

M-Sport-Piloten robben sich nach vorn

Damit ruhen die Hyundai-Hoffnungen nun auf Thierry Neuville, doch auch der Tabellenführer erwischte keinen problemlosen Tag: Zum Zeitpunkt der Ausfälle seiner Teamkollegen war er bereits zurückgefallen, als er auf der dritten Wertungsprüfung einen Wall touchierte.

Die Folge war nicht nur ein Reifenschaden, der Zeit kostete. Auch die Karosserie wurde beschädigt, sodass Staub in den Innenraum eindringen konnte. Neuville musste deshalb mit Mundschutz und Taucherbrille weiterfahren, was für schnelle Zeiten nicht unbedingt förderlich ist.

Die beiden M-Sport-Piloten Adrien Fourmax und Gregoire Munster folgen auf den Plätzen fünf und sechs. Der Franzose hat nur 50 Sekunden Rückstand auf Rang zwei und ist damit noch Teil des Kampfes zwischen Evans, Katsuta und Neuville. Munster hat bereits 1.47 Minuten Rückstand.

In der WRC2 führt Gus Greensmith (Skoda) trotz Magenproblemen als Gesamtsiebter souverän an. Er liegt sogar noch vor Jourdan Serderidis im dritten Ford Puma Rally1. Auf seinen schärfsten Verfolger Kajetan Kajetanowicz (Skoda) hat er bereits mehr als drei Minuten Vorsprung.

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