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Nach tödlichen Unfällen: FIA tagt wegen Rallye-Sicherheit

FIA-Präsident Todt will die tödlichen Unfälle der jüngsten Vergangenheit ausführlich analysieren - Ex-Weltmeister Carlos Sainz plädiert für schärfere Kontrollen

(Motorsport-Total.com) - Um die beiden verheerenden Unfälle der vergangenen Woche zu diskutieren, hat FIA-Präsident Jean Todt ein Sondertreffen der FIA für den kommenden Mittwoch einberufen. Sechs Zuschauer kamen bei der Rallye im spanischen La Coruna ums Leben, als Peugeot-Pilot Sergio Tabeyao sich in deren Richtung von der Fahrbahn drehte. Unterdessen verlor der 39-jährige Frederic Comte sein Leben, als er mit seinem Citroen während der Rallye Mont Blanc einen Unfall hatte.

Jean Todt

Jean Todt möchte, dass sich die jüngsten Tragödien nicht wiederholen Zoom

In einer Mitteilung der FIA heißt es: "FIA-Präsident Jean Todt hat ein Treffen mit den Vorsitzenden der FIA-Kommissionen, die für die Sicherheit bei Rallye-Veranstaltungen verantwortlich sind, für den 9. September in Genf einberufen. Anliegen des Treffens ist es, die jüngsten tragischen Unfälle, die sich ereignet haben, zu besprechen und alle begleitenden Faktoren zu untersuchen, um die Organisatoren dabei zu unterstützen, die Sicherheit von Zuschauern und Fahrern voranzutreiben."

Die Tragödien der vergangenen Woche folgen auf zwei Unfälle im Mai, bei denen Zuschauer bei nationalen Rallyes getötet wurden. Ein sechsjähriges Kind starb bei einem Unfall während der Donnelly-Rallye im Westen Australiens. Außerdem kamen drei Zuschauer bei der Harju-Rallye in Estland ums Leben. Carlos Sainz, zweifacher Rallye-Weltmeister, kündigte an, sich den Unfallort in Spanien anzusehen, um die Sicherheit zu verbessern.

"Das darf nicht wieder passieren", bekräftigt Sainz: "Ich kenne den Ort nicht, ich habe an dieser Rallye nie teilgenommen, aber ich werde dort hingehen und werde versuchen, die Sache zu verstehen." Dabei unterstrich Sainz, dass er sich bei seinen Äußerungen nicht ausschließlich auf die Umstände des La-Coruna-Unfalls bezieht. Er geht davon aus, dass es nach den wachrüttelnden Vorfällen weitreichendere Veränderungen bei der Organisation von Rallyes im Allgemeinen braucht: "Wir müssen dafür sorgen, dass die Verantwortlichen in den Zero-Autos hart durchgreifen und die Etappen (notfalls; Anm. d. Red.) absagen."

"Wenn sie merken, dass zu viele Leute vor Ort sind, muss man die Rallye abbrechen. In der WRC und bei nationalen Rallyes sind die Dinge in Ordnung. Es gibt verbotene Zonen, in welche die Zuschauer nicht hinein dürfen. Jedoch sind das die Events, welche die Mittel dazu haben, um solche Zonen einzurichten. Vielleicht sind diese Mittel bei anderen Rallyes nicht so gut verfügbar und wenn sie nicht verfügbar sind, dann muss eben jemand schmerzliche Entscheidungen treffen."

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