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Meisterlicher Auftakt: Ogier gewinnt in Monte Carlo

Standesgemäßer Auftakt zum Unternehmen Titelverteidigung: Weltmeister Sebastien Ogier gewinnt die Rallye Monte Carlo vor Bryan Bouffier und Kris Meeke

(Motorsport-Total.com) - So wie er die Saison 2013 beendet hatte, macht Sebastien Ogier (Volkswagen) auch 2014 weiter. Der amtierende Weltmeister fährt bei der Rallye Monte Carlo, Dem Saisonauftakt der Rallye Weltmeisterschaft 2014, nach anfänglichen Schwierigkeiten überlegen zum Sieg. Mit seinem 17. WRC-Sieg startete der 30-Jährige damit erfolgreich in das Unternehmen Titelverteidigung. Der Sieg bei der als Powerstage ausgetragenen 15. Wertungsprüfung ging an seinen Teamkollegen Jari-Matti Latvala.

Sebastien Ogier

Sebastien Ogier ist der erste Sieger der WRC-Saison 2014 Zoom

Doch der umjubelte Sieger war Ogier. Nachdem er sich im vergangenen Jahr noch seinem Landsmann und Dauerrivalen Sebastien Loeb hatte geschlagen geben müssen, feierte der Franzose in diesem Jahr den lange ersehnten WRC-Sieg bei seiner Heimrallye, die an den ersten beiden Tagen in seinem Geburtsort Gap gastiert hatte. Nachdem er sich am Donnerstag mit einer falschen Reifenwahl verspekuliert hatte, holte der Volkswagen-Pilot am Freitag den Rückstand auf, übernahm nach der neunten Wertungsprüfung (WP) die Führung und baute dieses am Samstag sukzessive aus.

Im Ziel hatte Ogier einen Vorsprung von 1:18,9 Minuten auf den Zweitplatzierten Bryan Bouffier (Ford) und kassierte neben den 25 Punkten für den Sieg noch zwei Zusatzpunkte für die zweitschnellste Zeit bei der Powerstage. "Es war ein schwieriges Wochenende. Die letzte Prüfung war so schwierig, anfangs eine Menge Nebel und viel stehendes Wasser", beschreibt der Weltmeister die Bedingungen auf der 15. WP. "Es ist ein perfektes Resultat."

Bouffier jubelt über Rang zwei

Bryan Bouffier

Bryan Bouffier empfahl sich mit Rang zwei für weitere WRC-Einsätze Zoom

Bouffier war über Rang zwei nicht weniger glücklich. "Es ist fantastisch. Großer Dank an das gesamte Team und die Gravel-Crew", jubelte der Franzose. Der Privat-Fahrer hatte die Rallye bis zum Freitagmittag überraschend angeführt und machte mit Platz zwei gute Werbung in eigener Sache. Nach dem ersten Podium seiner WRC-Karriere hofft Bouffier, dessen weitere Saisonplanung noch nicht gesichert ist, auf weitere Starts in der Rallye-WM.

Auch auf der dritten Stufe des Siegerpodiums steht mit Kris Meeke ein neues Gesicht. Bei seinem ersten Einsatz für das Citroen-Werksteam zeigte der Nordire eine konstante und fehlerfreie Leistung - was ihm ihn der Vergangenheit nicht immer gelungen war. "Was für eine verrückte Rallye, so etwas habe ich noch nicht erlebt. Ich freue mich, beim ersten Einsatz für das Citroen-Werksteam gleich auf das Podium zu fahren", sagt Meeke, der als Drittschnellster der Powerstage einen Zusatzpunkt mitnimmt.

Nach den Rückschlägen des Vorjahres, als Meeke bei zwei Gaststarts für Citroen nach Fahrfehlern ausgeschieden war, gab das Podiumsresultat von Monte Carlo dem Selbstvertrauen des Nordiren einen gewaltigen Schub. "Wenn ich hier ohne Fehler durchkomme, dann kann es mir überall gelingen." Meeke ist damit nach über elf Jahren der erste britische Fahrer, der bei einer WM-Rallye auf das Podium fährt. Zuletzt war dies Richard Burns 2003 bei der Rallye Australien gelungen.

Erstmals seit Australien 2003 wieder ein Brite auf dem Podium

Kris Meeke, Paul Nagle

Kris Meeke beendete die elfjährige Durststrecke der Briten in der WRC Zoom

Nicht minder glücklich als Meeke war sein Teamkollege Mads Östberg, der Gesamtvierter wurde und damit einen glänzenden Einstand bei seinem neuen Arbeitgeber Citroen feierte. "Es ist fast irreal. Es war eine riesige Herausforderung, umso glücklicher bin ich mit dem, was wir erreicht haben", sagt der Norweger. "Ich bin zum ersten Mal mit diesem Auto gefahren, daher fühlt sich das wie ein Sieg an. Großer Dank ans Team."

Nach einer schwierigen Rallye, bei der er vor allem zu Beginn über fehlendes Vertrauen geklagt hatte, nahm der Saisonauftakt mit Platz fünf und den drei Zusatzpunkten aus der Powerstage für Latvala ein versöhnliches Ende. "Ich habe versucht anzugreifen, aber es stand eine Menge Wasser. Ich hatte zu Beginn ein Problem mit meinem Licht, nur drei der Hauptscheinwerfer haben funktioniert", schildert Latvala die 15. WP. "Es war eine schwierige Rallye, ich freue mich, zum ersten Mal ohne Superrallye (heute Rallye2, Anm. d. Red.) die Rallye zu beenden."

Starker Sechster wurde zum Auftakt seiner ersten vollen WRC-Saison mit M-Sport Elfyn Evans. Der junge Waliser, der 2012 die WRC-Akademie (heute Junior-WRC) gewonnen hatte, kam ohne große Fahrfehler ins Ziel und lernte eine Menge. "Wir sind hierher gekommen, um die Rallye zu beenden, und das ist uns gelungen. Es war unglaublich schwierig, umso mehr freue ich mich, hier zu sein."

Später Ausfall für Hirvonen

Pech hatte hingegen Evans Teamkollege Mikko Hirvonen. Nach einer über lange Zeit schwachen Rallye hatte sich der von Citroen zu Ford zurückgekehrte Finne auf die sechste Gesamtposition vorgearbeitet, doch schon nach der neutralisierten, vorletzten WP klagte er über Probleme mit der Lichtmaschine. Zu WP 15 ging Hirvonen dann verspätet an den Start und während der Prüfung blieb sein Fiesta RS WRC stehen.

Dadurch rückte auch Andreas Mikkelsen im dritten Volkswagen noch einen Rang nach vorne. "Es war eine sehr schwierige Veranstaltung mit Bedingungen, wie ich sie noch nicht erlebt habe. Mit Slicks auf Eis, mit Winterreifen und mit Spikes", sagt der Norweger, der erstmals bei der Rallye Monte Carlo ins Ziel kam. "Es war eine großartige Erfahrung, ich habe eine Menge gelernt."


RALLYTHEWORLD: The Stage - Taxi Monte Carlo Special

Jarsolav Melicharek (Ford), Matteo Gamba (Peugeot 207 S2000) und Juri Protasow (Ford Fiesta R5) komplettieren die Top 10 der Gesamtwertung. Starker Gesamtelfter wurde Sebastien Chardonnet im Citroen DS3 3T. Protasow gewann mit Platz zehn auch die Wertung der WRC2 vor Lorenzo Bertelli und Robert Barrable. Der Deutsche Armin Kremer (alle Ford Fiesta R5) belegte in der WRC2 Gesamtrang vier.

Robert Kubica (Ford), der beim Start in seine erste WRC-Saison am Donnerstag mit zwei Bestzeiten bei den ersten beiden WP für einen Paukenschlag gesorgt hatte, war am Freitagnachmittag nach einem Unfall ausgeschieden. Der zweite Lauf der WRC-Saison 2014 findet vom 7. bis 9. Februar in Schweden statt. Dort steht die einzige Schnee-Rallye des Jahres auf dem Programm.

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