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  • 30.04.2012 10:49

M-Sport-Piloten mit starker Aufholjagd

Nach ihren Ausfällen am Freitag fuhren Jewgeni Nowikow und Ott Tänak mit einer Reihe schneller Zeiten wieder bis in die Punkteränge nach vorne

(Motorsport-Total.com) - Für die beiden M-Sport-Piloten sah es bereits am Vormittag des ersten Tages danach aus, als sei die Rallye Argentinien schon gelaufen. Sowohl Jewgeni Nowikow als auch Ott Tänak mussten ihren Ford Fiesta RS WRC nach Kollisionen abstellen und die Rally-2-Regelung in Anspruch nehmen. Doch beide Fahrer zeigten eine tolle Aufholjagd und überzeugten am Samstag und Sonntag mit einer ganzen Reihe schneller Zeiten auf den langen und schwierigen Sonderprüfungen in Argentinien. Am Ende wurden beide mit WM-Punkten dafür belohnt. Nowikow fuhr bis auf den achten Rang nach vorne, Tänak verbesserte sich vom zwischenzeitlich 27. Platz auf zehn.

Titel-Bild zur News: Jewgeni Nowikow

Jewgeni Nowikow stellte mir schnellen Zeiten sein Können unter Beweis

Nowikow war am Freitagmorgen mit einem großen Stein kollidiert, der auf der Innenseite einer Kurve lag, wobei der linke hintere Querlenker seines Fiesta brach. So mussten er und Beifahrer Denis Giraudet schon früh die Rally-2-Regelung in Anspruch nehmen, um den Lauf fortzusetzen. Da bei der längsten Rallye des gesamten Jahres jedoch noch viele Sonderprüfungs-Kilometer vor ihnen langen, waren die Aussichten auf eine erfolgreiche Aufholjagd gut. Am Ende des zweiten Tages lag der Russe bereits wieder auf Rang elf in der Gesamtwertung.

Am Schlusstag war Nowikow vormittags auf allen drei Prüfungen und den Schnellsten drei, bei SS17 verpasste er die Bestzeit seines Markenkollegen Petter Solberg nur um 1,7 Sekunden. Nach dem Ausfall von Dani Sordo beendete Nowikow die Rallye auf Rang acht. "Zugegeben: Das ist nicht die Position, die ich mir erhofft hatte, aber ich bin froh, dass wir ins Ziel gekommen sind", kommentiert der Russe sein Abschneiden. Dennoch nimmt er einige positive Erfahrungen aus Argentinien mit. "Ich habe die Prüfungen heute genossen. Sie waren sehr herausfordernd und richtig schnell. Denis und ich konnten unseren Aufschrieb optimieren und sollten daher im kommenden Jahr in einer besseren Position sein."

Auch sein Teamkollege Tänak musste bereits am ersten Tag einen Schaden an seinem Fiesta beheben, bei Tänaks Auto kollabierte eine Spurstange. Der Este war zwar in der Lage, den Defekt zusammen mit Beifahrer Kuldar Sikk zu reparieren, allerdings ging es für beide nur unter Rally 2 weiter. Trotz des Nachteils, am Samstag und Sonntag als Erster auf die Strecke gehen zu müssen, überzeugte der 24-Jährige durch Zeiten in der Spitzengruppe und hatte sich am Samstagabend bereits von Platz 27 auf 17 verbessert.


Fotos: WRC: Rallye Argentinien


Am Sonntag ging es weitere sieben Plätze nach oben, die Belohnung war ein WM-Punkt. "Das ist nicht das Resultat, welches wir uns gewünscht hätten, aber wir fuhren einige gute Zeiten", sagt Tänak. "Das war nicht unsere beste Rallye, aber wir sind ins Ziel gekommen, das ist die Hauptsache. Die Prüfungen waren sehr schwierig, daher bin ich froh, dass wir durchgekommen sind und unseren Aufschrieb verbessern konnten", stellt auch der Este den Lerneffekt in den Vordergrund.