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  • 28.10.2018 18:52

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Hyundai bei Rallye Spanien auf den Plätzen vier und fünf

Thierry Neuville fährt bei der Rallye Spanien mit zwei Bestzeiten auf Platz vier - Dani Sordo sammelt mit Platz fünf ebenfalls wichtige Punkte in der Hersteller-WM

(Motorsport-Total.com) - Nach einer äußerst spannenden Rallye Spanien ist die Titelentscheidung in der Rallye-Weltmeisterschaft auf das Saisonfinale in Australien vertagt. Erst auf der letzten Wertungsprüfung verlor Hyundai Motorsport in Spanien einen fast sicheren Podiumsplatz: Nachdem Thierry Neuville auf der abschließenden Powerstage eine Felge an seinem Hyundai i20 Coupe WRC beschädigt hatte, beendete er die Rallye nur 0,5 Sekunden hinter dem Drittplatzierten Elfyn Evans.

Thierry Neuville

Thierry Neuville kämpft beim Saisonfinale der Rallye-WM um den Titel Zoom

Mit Platz fünf half Lokalmatador Dani Sordo dem Team, den Rückstand in der Herstellerwertung zu verkleinern. Vor dem Saisonfinale liegt Hyundai Motorsport nur noch zwölf Punkte hinter Tabellenführer Toyota. In der Fahrerwertung musste Thierry Neuville seine Führung an Sebastien Ogier abgeben. Vor dem Finale sind die beiden Titelrivalen nur durch drei Punkte getrennt. Mit 23 Zählern Rückstand hat auch Ott Tänak noch Titelchancen.

Mit vier Bestzeiten - errungen von allen drei Fahrer-Duos - konnte Hyundai Motorsport in Spanien die Wettbewerbsfähigkeit des Hyundai i20 Coupe WRC sowohl auf Schotter als auch auf Asphalt demonstrieren. Thierry Neuville kostete eine gebrochene Felge auf der Powerstage die Podiumschancen. In der Fahrer-WM ist der Belgier mit drei Punkten Rückstand hinter Ogier zurückgefallen.

"Intensive Rallye" auf hohem Niveau

"Dies war eine verrückte und intensive Rallye, die das hohe Niveau der gesamten WRC widerspiegelt", sagt Neuville. "Ich bin natürlich enttäuscht, dass ich nicht die Chance hatte, hier aufs Podium zu fahren und wichtige Punkte aus der Powerstage mitzunehmen. Wir hatten Pech, es lag ein Stein auf der Prüfung, dem ich nicht ausweichen konnte. Er beschädigte die rechte hintere Felge."

Daniel Sordo

Dani Sordo schnupperte bei seiner Heimrallye Führungsluft Zoom

"Am Samstag sind wir einige Risiken eingegangen und konnten die Lücke zur Spitze schließen. Auf der letzten Etappe wollten wir dann mit den Ford kämpfen, aber es hat nicht geklappt. Der Titelkampf ist vor der Rallye Australien wieder offen - sowohl in der Fahrer- als auch in der Marken-WM. Das ist eine großartige Werbung für diese Serie. Im vergangenen Jahr haben wir in Australien trotz unserer zweiten Startposition gewonnen. Es ist dort alles möglich", zeigt sich Neuville zuversichtlich.

Dani Sordo fuhr am Freitag eine Bestzeit und sammelte am Samstag Führungskilometer. Zudem errang der Spanier beim Heimspiel einen Zusatzpunkt auf der Powerstage. Dennoch meint Sordo: "Ich bin mit diesem Wochenende nicht ganz glücklich, gleichzeitig bin ich aber auch nicht zu enttäuscht. Wir haben während der Rallye Zeit verloren, weil die Reifenwahl extrem schwierig war, es war strategisch ebenfalls keine einfache Rallye. Ich habe mein Bestes gegeben, bin einige konkurrenzfähige WP-Zeiten gefahren und war bis zum Ende im Kampf ums Podium dabei. Es war natürlich ein besonderes Vergnügen, bei meinem Heimspiel zu starten, und ich hoffe, wir haben den Fans die Unterhaltung geboten, die sie gewohnt sind."

WM wird in Australien entschieden

Auch Andreas Mikkelsen fuhr am Freitag eine WP-Bestzeit und will in Australien Hyundai im Titelkampf unterstützen. "Es war eine harte Rallye mit wechselhaften Wetterbedingungen, sowohl auf Schotter als auch auf Asphalt. Wir müssen jetzt unsere gesamten Anstrengungen auf das Saisonfinale in Australien richten, um dort das Team und Thierry bestmöglich zu unterstützen."

Andreas Mikkelsen

Andreas Mikkelsen will sich in Australien in den Dienst des Teams stellen Zoom

Teamchef Michel Nandan bilanziert: "Es war für die Hersteller und die meisten Fahrerteams eine sehr intensive und hart umkämpfte Rallye. Das Level war unglaublich und die Entscheidung fiel erst auf der Powerstage. Natürlich sind wir enttäuscht, dass eine gebrochene Felge Thierry daran gehindert hat, einen Podiumsplatz zu erringen. Nach einigen Problemen am Freitag hat er eine starke Aufholjagd gezeigt."

"In der Fahrer-WM liegt jetzt Sebastien Ogier vorn. Immerhin bedeutet dies, dass Thierry in Australien nicht die Strecke eröffnen muss. Mit Dani auf Rang fünf ist es uns auch gelungen, den Vorsprung auf Toyota in der Marken-WM zu reduzieren. Damit wird die WM erst beim Finale in Australien entschieden", so der Belgier.

Vom 15. bis 18. November startet die Rallye-WM beim Saisonfinale in Australien. Im vergangenen Jahr konnte Thierry Neuville die Schotterrallye in Down Under für sich entscheiden.

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