• 25.10.2014 18:40

Sieg von Lappi in der Schweiz bringt Skoda frühzeitig ERC-Titel

Skoda-Werkspilot Esapekka Lappi wiederholt seinen Vorjahreserfolg beim ERC-Lauf in der Schweiz und hat nun beste Titelchancen - Markenkollege Wiegand auf drei

(Motorsport-Total.com) - Der Rallye-Europameister fährt auch in diesem Jahr einen Skoda Fabia Super 2000. Die Werkspiloten Esapekka Lappi/Janne Ferm bauten mit dem Sieg bei der Rallye du Valais, dem vorletzten Saisonlauf zur Rallye-Europameisterschaft (ERC), ihre Führung in der Gesamtwertung aus. Der Gewinn der ERC-Titel für Fahrer und Beifahrer kann ihnen nur noch von ihren Markenkollegen Sepp Wiegand/Frank Christian streitig gemacht werden. Das Duo vom Team Skoda-Deutschland kam bei der Rallye im Schweizer Kanton Wallis auf Platz drei ins Ziel.

Titel-Bild zur News: Esapekka Lappi

Esapekka Lappi gewann zum zweiten Mal in Folge im Wallis Zoom

"Ich gratuliere beiden Fahrerpaarungen zu diesem tollen Resultat", sagt Skoda-Motorsport-Direktor Michal Hrabanek. "Wieder einmal haben unsere beiden Skoda Fabia Super 2000 wie Schweizer Uhrwerke funktioniert. Mit beiden Autos auf das Podium gefahren zu sein - das ist das Ergebnis einer professionellen Leistung des gesamten Teams an diesem Wochenende. Dass der ERC-Titel jetzt zwischen zwei Skoda-Fahrerteams ausgemacht wird, freut uns sehr. Nach den Erfolgen in der APRC und bereits in drei nationalen Meisterschaften 2014 ist dieses Ergebnis in der ERC ein weiteres goldenes Kapitel in der erfolgreichen Geschichte des Skoda-Fabia Super 2000."

Die Rallye du Valais stand zum zweiten Mal in Folge ganz im Zeichen von Skoda. Bereits im vergangenen Jahr hatten Lappi/Ferm den ERC-Lauf in den Schweizer Alpen gewonnen - und auch in diesem Jahr fuhr Skoda an allen drei Rallye-Tagen an der Spitze. So übernachteten Wiegand/Christian von Donnerstag auf Freitag zum ersten Mal als Spitzenreiter eines ERC-Laufs, bevor am zweiten Tag Lappi/Ferm die Führung übernahmen und diese bis ins Ziel am Samstagabend nicht mehr abgaben.

Perfektes Wochenende für Lappi

"Das gesamte Wochenende ist absolut perfekt für uns gelaufen", sagt Lappi. "Zum zweiten Mal in der Schweiz gewonnen zu haben, macht Janne und mich sehr stolz. Ich möchte mich bei dem gesamten Team für tolle Arbeit bedanken. Jetzt sind wir in der Meisterschaft in einer sehr guten Position und reisen mit einem guten Gefühl zum letzten Lauf nach Korsika." Nach den Erfolgen in Lettland und Nordirland war es für den Finnen bereits der dritte Sieg in diesem Jahr.

"Das war eine unheimlich anstrengende Rallye für uns", sagt Wiegand nach seinem vierten ERC-Podestplatz in dieser Saison. "Wir sind gut gestartet, aber dann hatten wir zum Beispiel mit dem Reifenschaden am Freitag einfach nur Pech. Deshalb freuen wir uns umso mehr, hier noch auf den dritten Platz gefahren zu sein. Damit haben Frank und ich sogar noch die Chance, die Europameisterschaft zu gewinnen."

Während der Kampf um die ERC-Krone noch offen ist, ist die Entscheidung um die Meisterschaft in der Asien-Pazifik-Rallye-Meisterschaft (APRC) bereits gefallen. Skoda hat zum dritten Mal in Folge die Marken- und Fahrerwertung der APRC gewonnen. Skoda-Werksfahrer Jan Kopecky sicherte sich zudem frühzeitig den Fahrertitel - vor seinem Teamkollegen Gaurav Gill, der im vergangenen Jahr die Meisterschaft gewonnen hatte. Europameister Kopecky ist der erste Rallyefahrer, der in zwei aufeinanderfolgenden Jahren erst die ERC und dann die APRC gewann.


Fotos: ERC: Rallye du Valais


Diese Siege und Titelgewinne sind untrennbar mit dem Erfolgsmodell Fabia Super 2000 verbunden. Auch in nationalen Rallye-Championaten ist der Hightech-Allradler aus Mlada Boleslav erfolgreich. Der belgische Rallye-Routinier "Fast" Freddy Loix, der im Juni im Skoda Fabia Super 2000 den Lauf der Rallye-Europameisterschaft in seiner Heimat gewonnen hat, sicherte sich den belgischen Meistertitel. Zuvor hatte der von Skoda-Portugal unterstützte Pedro Meireles die Meisterschaft in Portugal gewonnen. Zudem holte sich Routinier Raimund Baumschlager im Fabia Super 2000 seinen insgesamt zwölften Rallye-Meistertitel in Österreich.

Die Zahl des Tages: 6

Esapekka Lappi hat vor dem ERC-Saisonfinale beste Chancen auf den Gewinn der Rallye-Europameisterschaft. Gewinnt der Finne beim letzten Lauf des Jahres auf Korsika mindestens sechs Meisterschaftspunkte, steht der erste internationale Titelgewinn für den 23-Jährigen aus Naarajärvi fest.