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Auftakt der Rallye Dakar 2019: Al-Attiyah holt vor Sainz den Tagessieg

Nasser Al-Attiyah (Toyota) entscheidet die erste Etappe der Rallye Dakar 2019 vor Carlos Sainz (Mini-Buggy) für sich - Peugeot-Privatier Sebastien Loeb büßt Zeit ein

(Motorsport-Total.com) - Das große Ziel von Toyota ist der erste Gesamtsieg bei der Rallye Dakar. Und Nasser Al-Attiyah startete dieses Projekt nach Maß. Der Katarer gewann mit seinem Hilux die erste Etappe in Peru zwei Minuten vor Titelverteidiger Carlos Sainz, der erstmals mit dem Mini-Buggy von X-raid an den Start geht. Rang drei sicherte sich Jakub Przygonski. Der Pole sitzt im bewährten Allradler von X-raid. Einige Mitfavoriten, darunter auch Peugeot-Privatier Sebastien Loeb, ließen beim Auftakt ein paar Minuten liegen.

Nasser Al-Attiyah

Nasser Al-Attiyah will mit Toyota seinen dritten Dakar-Sieg feiern Zoom

Die erste Etappe führte die Teilnehmer von Perus Hauptstadt Lima in südlicher Richtung nach Pisco. Zunächst musste eine 247 Kilometer lange Verbindungsstrecke zurückgelegt werden, bevor die Speziale über 84 Kilometer begann. Sand und Dünen waren das vorherrschende Terrain. 130 Automobile begannen das große Abenteuer. Im Gegensatz zu den Motorrädern wurde nicht in gestürzter Reihenfolge gestartet. Titelverteidiger Sainz eröffnete den Tag.

Al-Attiyah konnte zum vor ihm fahrenden Sainz aufschließen und machte damit Zeit gut. Das erfahrene Duo bestimmte das Tempo, wobei es generell sehr eng zuging. Beim zweiten Wegpunkt waren die ersten neun Fahrzeuge im Klassement innerhalb von zwei Minuten. Gegen Ende der Speziale wurden die Abstände etwas größer. Trotzdem befanden sich die Top 10 im Ziel innerhalb von rund viereinhalb Minuten.

Carlos Sainz setzt auf die Strategie

"Es war ein kurzer, aber schwieriger Start in die Rallye", meint Al-Attiyah. "Wir versuchten Carlos auf den letzten zehn Kilometern einzuholen. Wir wollten bei ihm bleiben und ihn dann vor der Ziellinie überholen." Als Tagessieger muss Al-Attiyah morgen die zweite Etappe eröffnen. Sainz wollte das bewusst vermeiden, um für den zweiten Tag zwei, drei Autos vor ihm zu haben. Schließlich überholte ihn nur Al-Attiyah, Sainz wird morgen als Zweiter starten.

Carlos Sainz

Für Carlos Sainz ist Nasser Al-Attiyah der große Favorit für den Gesamtsieg Zoom

Die Taktik spielte von Beginn an eine Rolle. "Wir blieben ruhig, denn wir wollten morgen nicht die Etappe eröffnen", sagt Sainz. Der Spanier setzt bewusst auf die Strategie, denn er schätzt Konkurrent Toyota sehr stark ein: "Al-Attiyah ist der klare Favorit. Es stimmt aber auch, dass er im Vorjahr einige Fehler gemacht hat. Das hat gezeigt, dass er auch auf diesem Terrain nicht unbesiegbar ist."

Der kurze Auftakt bot auch Chancen für vermeintliche Außenseiter. Hinter dem drittplatzierten Przygonski folgten Wladimir Wasiljew in einem privaten Toyota sowie Yazeed Al-Rajhi in einem X-raid Mini auf den Plätzen vier und fünf. Al-Rajhi vertraut wie in den vergangenen vier Jahren auf den Deutschen Timo Gottschalk als Beifahrer. Und auf Platz sechs folgte mit Dirk von Zitzewitz der nächste Deutsche. Er ist wie immer Co-Pilot von Giniel de Villiers im Toyota Hilux.

Stephane Peterhansel geht es ruhig an

"Mister Dakar" Stephane Peterhansel ging bei seinem ersten Start mit dem Mini-Buggy von X-raid kein Risiko ein. Mit knapp drei Minuten Rückstand belegte der 13-malige Gesamtsieger den siebten Platz. Zwei große Namen verloren am Montag schon etwas mehr Zeit. Nani Roma, der den Allradler von X-raid fährt, landete auf Rang elf. Und Loeb büßte sechs Minuten ein. Der Rallye-Rekordweltmeister fährt einen Peugeot von 2017.

Stephane Peterhansel

Rekordsieger Stephane Peterhansel ging beim Auftakt kein Risiko ein Zoom

Der Angriff der UTV-Open-Fahrzeuge blieb aus. Robby Gordon war um achteinhalb Minuten langsamer als die Spitze.

Am Dienstag steht der erste Härtetest auf dem Programm, wenn es von Pisco weiter nach San Juan de Marcona geht. Die Speziale beträgt 342 Kilometer. Ausnahmsweise werden die Automobile als erste Klasse an der Startlinie stehen. Deshalb wird morgen die Rolle der Beifahrer enorm wichtig, denn die Navigation wird ein entscheidendes Kriterium sein. Die Autos können sich nicht an den Spuren der Motorradfahrer orientieren.

Ergebnis der 1. Etappe (Top 10):
01. Al-Attiyah/Baumel (Toyota Hilux) - 1:01:41 Stunden
02. Sainz/Cruz (Mini-Buggy) +1:59 Minuten
03. Przygonski/Colsoul (Mini JCW) +2:00
04. Wasiljew/Schiltsow (Toyota Hilux) +2:18
05. Al-Rajhi/Gottschalk (Mini JCW) +2:28
06. de Villiers/von Zitzewitz (Toyota Hilux) +2:40
07. Peterhansel/Cottret (Mini-Buggy) +2:57
08. Ten Brinke/Panseri (Toyota Hilux) +3:19
09. Hunt/Rosegaar (Peugeot) +3:25
10. Despres/Cottret (Mini-Buggy) +4:25

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