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Alonso vor Dakar-Debüt: "Fühle mich für den Sieg noch nicht bereit"

Fernando Alonso blickt gespannt auf sein bevorstehendes Debüt bei der Rallye Dakar und erklärt, warum diese seine bislang größte Herausforderung wird

(Motorsport-Total.com) - In gut vier Wochen, am 5. Januar 2020, beginnt mit der Rallye Dakar traditionell das neue Motorsport-Jahr. Die bis zum 17. Januar dauernde Wüsten-Rallye findet erstmals in Saudi-Arabien statt. Und bei dieser Gelegenheit ist erstmals Fernando Alonso am Start.

Fernando Alonso

Fernnado Alonso tritt vom 5. bis 17. Januar erstmals bei der Rally Dakar an Zoom

Bei Testfahrten im Toyota Hilux während der vergangenen Monate in Südafrika, Namibia, Polen und auch Saudi-Arabien sowie einer Teilnahme an der Rallye Marokko hat sich Alonso bereits intensiv auf sein Dakar-Debüt eingeschossen. Doch der zweimalige Formel-1-Weltmeister macht sich nichts vor und weiß genau, dass er unter normalen Umständen nicht für den Gesamtsieg am 17. Januar in Frage kommt. Zu groß sind die Unterschied zu dem, was er bisher gefahren hat.


Alonso: Dakar-Generalprobe in Saudi-Arabien

Bei der Ula Neom Rallye in Saudi-Arabien setzt Fernando Alonso seine Vorbereitungen auf den Start bei der Rallye Dakar fort. Weitere Rallye-Videos

Schon während seine Formel-1-Karriere noch lief, ging Alonso erfolgreich in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) an den Start. Den Höhepunkt, die 24 Stunden von Le Mans, hat er als Toyota-Werksfahrer zusammen mit Sebastien Buemi und Kazuki Nakajima zweimal gewonnen. Und auch den WM-Titel hat sich der Spanier zusammen mit dem Schweizer und dem Japaner in der LMP1-Klasse der WEC gesichert.

Abgesehen davon siegte Alonso im Januar 2019 für Wayne Taylor Racing zusammen mit Kamui Kobayashi, Jordan Taylor und Renger van der Zande bei den 24 Stunden von Daytona der IMSA. Und das größte IndyCar-Rennen, die 500 Meilen von Indianapolis, bestritt er 2017, bevor er 2019 an der Qualifikation scheiterte.

Wüsten-Rallyes wie Dakar eine ganz andere Hausnummer

Alonso bevorstehendes Abenteuer ist trotzdem eine ganz andere Hausnummer. Auf die Frage, welches für den gelernten Formelpiloten der schwierigere Umstieg war - Langstreckensport oder Wüsten-Rallyes wie Dakar - antwortet Alonso bei der FIA-Gala am Freitag in Paris: "Dakar, kein Zweifel".

Fernando Alonso

Bei Tests und der Marokko-Rallye hat sich Alonso eingeschossen, aber ... Zoom

"Ich finde, das ist die extremste Disziplin im Motorsport überhaupt. Formel 1 und Dakar könnten gar nicht weiter auseinander liegen", so Alonso, um zu präzisieren: "Die Art und Weise, wie man fährt, ist ganz anders. Im Dakar-Auto hast du ständig beide Füße gleichzeitig im Einsatz. Im Gegensatz dazu darfst du im Formelauto gar nicht die Bremse berühren, während du noch Gas gibst, weil dann der Spritverbrauch zu hoch wäre."

"Hinzu kommt das Lesen des Geländes", so Alonso weiter über die Herausforderung von Wüsten-Rallyes. "Auf einer Rundstrecke ist ja alles optimiert und es ist alles Runde für Runde gleich. Bei der Dakar ist das ganz anders und die Distanz, die zurückgelegt werden muss, ist viel größer. Jeder Meter ist neu, wohingegen du dich in der Formel 1 auf einer Geraden schon mal entspannen kannst."

"Mit den Füßen auf dem Boden blieben"

"Die Konzentration", so der Dakar-Neuling, "ist auf einem ganz anderen Level angesiedelt, wenn du acht oder neun Stunden pro Tag im Auto sitzt. Und das ist es, was die Umstellung so schwierig macht". Und so antwortet Alonso auf Nachfrage, ob er sich für die Rallye Dakar 2020 bereit fühlt: "Wenn es darum geht, das Erlebnis zu genießen, dann ja. Wenn es darum geht, das Bestmögliche herauszuholen, dann ebenfalls ja."

Fernando Alonso

... er weiß genau, dass ihm noch jede Menge Erfahrung fehlt Zoom

"Wenn es aber darum geht, die Dakar zu gewinnen, dann nein. Dafür fühle ich mich noch nicht bereit, weil mir einfach die Erfahrung fehlt. Dessen bin ich mir vollkommen bewusst und ich muss mit den Füßen auf dem Boden bleiben", so der Formel-1-Weltmeister 2005 und 2006, LMP1-Champion der WEC 2018/19, Gesamtsieger der 24 Stunden von Le Mans 2018 und 2019 sowie Gesamtsieger der 24 Stunden von Daytona 2019 und Gesamtsieger der 1000 Meilen von Sebring 2019.

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