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Tiago Monteiro: So knapp entging er schlimmeren Verletzungen

08. Oktober 2017 - 16:30 Uhr

Im dritten Teil der Interviewserie spricht Tiago Monteiro darüber, wie ihn sein Auto beim WTCC-Testunfall vor schwereren Verletzungen bewahrt hat

Tiago Monteiro
Tiago Monteiro entging nur knapp einer schwereren Verletzung
© FIA WTCC

(Motorsport-Total.com) - Nachdem Tiago Monteiro in den ersten beiden Teilen der Interviewserie auf den Social-Media-Kanälen der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) über den Hergang seines schweren Testunfalls in Barcelona und die anschließende Leidenszeit berichtet hat, spricht der Honda-Werksfahrer im dritten Teil darüber, wie ihn die Sicherheitseinrichtungen des Autos vor schwereren Verletzungen geschützt haben.

"Ich merke jetzt, je mehr ich mit den Ärzten spreche, desto mehr schaue ich mir meine Untersuchungsergebnisse an und desto mehr lese ich darüber. Wenn so etwas mit dir oder jemandem aus deiner Familie passiert, willst du mehr darüber wissen. Das Hauptproblem war am Anfang natürlich die Gehirnerschütterung mit zwei Blutgerinnseln."

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"Dann natürlich die Wirbelverletzung und natürlich die Augen und die Nerven, die durch das Blutgerinnsel gequetscht wurden. Das waren die Körperteile, die für das Rennfahrer am wichtigsten sind. Wäre das Blutgerinnsel oder der Haarriss im Nacken etwas größer gewesen, hätte ich mich nicht mehr bewegen können - oder schlimmer noch."

"Die Ärzte meinten, dass ich einer irreversiblen Verletzung oder dem Tod nur knapp entkommen bin. Doch diese Autos sind stark, das hat mir das Leben gerettet, obwohl das Chassis kaum verzogen wurde. Natürlich war viel kaputt, aber das Auto ist wirklich widerstandsfähig gebaut. Es ist der Körper, der den Kräften nicht standhält. Ich bin zwar hart seitlich eingeschlagen und wurde verletzt, aber nichts ist in einer Weise kaputt gegangen, dass es mir weiteren Schaden zufügen konnte. Alles hat seinen Job erfüllt: Mich zu beschützen."

"Alles in allem hätte es viel schlimmer kommen können. Ich bin heute hier, ich kann laufen, ich kann mich bewegen und in ein paar Wochen bin ich 100 Prozent bereit zum Rennfahren."

"Letztlich ist die Familie das wichtigste. Wenn einem so etwas passiert, realisiert man es nicht direkt, aber nach ein paar Wochen, selbst wenn man über die Situation nicht glücklich oder frustriert ist, erkennt man, dass man sich die nötige Zeit geben und Schritt für Schritt gehen muss. In ein paar Monaten werden wir darüber lachen, denn es gab auch witzige Momente. Aber das braucht seine Zeit."

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