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Rob Huff: Stress mit Sitzgurten und Konkurrenten

10. April 2017 - 14:46 Uhr

Verpasstes Training, ein Schaden nach Kollision und ein Rivale, der sich breit macht: Rob Huff erlebte in Marrakesch einen schwierigen WTCC-Saisonauftakt

Robert Huff
Bei Rob Huff lief in Marrakesch nur wenig rund
© FIA WTCC

(Motorsport-Total.com) - Rob Huff (Münnich-Citroen) erlebte beim Saisonauftakt der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) 2017 ein Rennwochenenden mit Hindernissen. Zuerst verpasste er wegen eines nicht regelkonformen Autos das erste Freie Training, dann schied er im Eröffnungsrennen nach einer Kollision aus und fand schließlich im Hauptrennen keinen Weg an Tom Coronel vorbei. So begann Huff das Unternehmen Titelgewinn mit gerade einmal vier WM-Punkten in Marokko.

Dennoch bemüht sich Huff um Zuversicht: "2011 habe ich die Meisterschaft um drei Punkte verloren. An diesem Wochenende haben wir vier gewonnen, und die könnten noch entscheidend werden", sagt Huff. Das Rennwochenende hatte für den Weltmeister von 2012 und sein deutsches Team mit einer bösen Überraschung begonnen, denn am Freitag war der Citroen C-Elysee bei der technischen Abnahme durchgefallen.

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Beanstandet wurden die Sitzgurte, die noch aus dem Vorjahr stammten und nicht dem neuen Standard entsprechen, der von der FIA seit diesem Jahr vorgeschrieben wird. Bei Münnich war man davon ausgegangen, dass das Auto von Citroen (ebenso wie die Fahrzeuge des Team von Sebastien Loeb) schon mit neuen, vorschriftsmäßigen Gurten geliefert worden sei.

Über Nacht werden neue Sitzgurte eingeflogen

Nun stellte sich die Frage, woher man neue Gurte bekommt. "Wäre das auf irgendeiner anderen Rennstrecke der Welt passiert, hätte man Gurte kaufen können. Aber in Marokko gibt es die nirgendwo", so Huff gegenüber 'TouringCarTimes'. Da die Motorsportabteilung von Citroen am vergangenen Wochenende bei der Rallye Frankreich im Einsatz war, war guter Rat teuer.

Nach mehreren Telefonaten konnte Huff Kontakt zu einem Vertreter des Gurtherstellers Sabelt in Großbritannien herstellen, der am Samstagmorgen mit einem neuen Gurt im Gepäck das erste Flugzeug von Großbritannien Richtung Marrakesch bestieg. Das erste Freie Training verpasste Huff zwar, doch anschließend durfte er mit nun regelkonformem Auto ins Geschehen eingreifen.

Nach Platz vier im Qualifying erlebte Huff dann aber zwei schwierige Rennen. Im Eröffnungsrennen geriet er mit Ryo Michigami (Honda) aneinander. "Ich sah die Lücke haben es versucht, aber er hat eingelenkt. Dabei ist meine Lenkung gebrochen", berichtet Huff, der das Rennen deshalb aufgeben musste. Da Münnich zur Reparatur des Autos die Parc-Ferme-Bestimmungen verletzen musste, wurde Huff im Hauptrennen von Startplatz vier auf 14 strafversetzt.

Nach dem Rennen Versöhnung mit Tom Coronel

Von dort aus gelang es ihm auf dem engen Stadtkurs von Marrakesch nicht, entscheidenden Boden gutzumachen, denn Tom Coronel machte sich vor ihm breit. Breiter, als Huff lieb war. "Er fährt die ganze Zeit zickzack", beschwerte sich der Brite während des Rennens per Boxenfunk über den Fahrstil des Niederländers. Und auch nach dem Rennen fand Huff das Verhalten Coronels zumindest grenzwertig.

"Tommy ist viele Schlangenlinien gefahren. Ob er mich damit blockieren oder nur seinen Motor kühlen wollte, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass man laut Reglement nur einmal die Line wechseln darf", so Huff gegenüber 'TouringCarTimes'. "Allerdings habe ich ihn auch dreimal berührt, und das darf man auch nicht", so Huff, der sich gleich nach dem Rennen mit seinem langjährigen Kollegen versöhnte: "Tommy und ich machen das seit so vielen Jahren, alles ist gut. Wir sind aus dem Auto gestiegen, haben uns umarmt und gehen heute Abend zusammen essen."

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