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Ex-DTM-Meister testet WTCC-Boliden: "Furchteinflößend!"

22. März 2017 - 14:09 Uhr

Tourenwagen-Legende Roberto Ravaglia ließ es sich bei den WTCC-Testfahrten in Monza nicht nehmen, selbst zu fahren - Bis ihn die blanke Angst packte!

Tom Coronel, Roberto Ravaglia
Roberto Ravaglia und Tom Coronel hatten bei den WTCC-Testfahrten reichlich Spaß
© FIA WTCC

(Motorsport-Total.com) - Roberto Ravaglia ist sicherlich alles, nur kein Nasenbohrer: Der erste Tourenwagen-Weltmeister der Geschichte, zweimalige Tourenwagen-Europameister, dreimalige italienische Tourenwagen-Meister und DTM-Champion von 1989 testete bei den WTCC-Testfahrten im Autodromo Nazionale Monza den Chevrolet RML Cruze. Diesen setzt er normalerweise als Teamchef für Tom Coronel ein. 30 Jahre nach seiner WM-Saison 1987 wollte er ein besseres Verständnis gewinnen. Doch der Test lief anders als erwartet.

"Das war nicht leicht", stöhnt der 59-Jährige. "Die Autos sind heutzutage mehr wie Formel-1-Fahrzeuge und die Direktheit der Lenkung hat mich völlig überrascht. Sobald man das Lenkrad nur andreht, ist sofort Panik im Auto, sogar auf der Geraden!" Stammfahrer Tom Coronel, nicht gerade bekannt für diplomatische Äußerungen, lacht sich kaputt: "Es war cool, Roberto im Auto zu sehen, aber ich glaube, er hatte Schiss ohne Ende!" (So liefen die WTCC-Testfahrten 2017 in Monza)

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Was war passiert? Ravaglia, der seine Karriere 1996 beendete, steuerte sein Leben lang heckgetriebene Tourenwagen vom alten Schlag: weicher, gutmütiger, mit einem breiten Grenzbereich. Die TC1-Boliden haben längst mit dieser Tradition gebrochen und fahren sich zackig und abrupt wie ein Prototyp. Hinzu kommt die hecklastige Abstimmung bei Fronttrieblern. "Er sagte mir, das Auto sei extrem nervös, aber so ist es nun mal in einem frontgetriebenen WTCC-Fahrzeug", erläutert Coronel.

Ravaglia beließ es bei einem kurzen Stint: "Nach fünf Runden war ich ziemlich erledigt." Er überließ wieder seinem Stammfahrer das Steuer. Sein Ziel hat er ohnehin erfüllt, wie Coronel erzählt: "Es ist gut, wenn der eigene Chef mal fährt, weil er dann die Situationen, in die man gerät, besser versteht. Er ist nicht einfach nur ein Teamboss, der kalkuliert, wie viel Geld er damit macht. Sein ganzes Herz gilt dem Motorsport."

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