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WTCC in Macao: Die Vorschau

14. November 2012 - 14:07 Uhr

'Motorsport-Total.com' blickt voraus auf den großen WTCC-Showdown im Spielerparadies: Wer holt sich auf dem Guia Circuit von Macao den WM-Titel?

Start in Macao 2011
In Macao fallen die Entscheidungen und die Saison-Zielflagge der WTCC 2012
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Macao. Diese fünf Buchstaben lassen das Herz jeden Rennfahrers höher schlagen. Inmitten der asiatischen Spielerstadt wartet nämlich der berühmt-berüchtigte Guia Circuit darauf, einmal pro Saison von den Piloten unter die Räder genommen zu werden. 6,117 Kilometer purer Wahnsinn - so könnte man die Rennstrecke in Macao beschreiben. Ein würdiger Platz für das WTCC-Saisonfinale!

Wie üblich geht die Tourenwagen-WM in der chinesischen Sonderverwaltungszone aber nicht alleine an den Start, sondern teilt sich den spektakulären Guia Circuit wieder mit anderen Meisterschaften. In Macao steht die WTCC ohnehin nicht im Vordergrund, denn diese Rolle nehmen die Nachwuchsfahrer der Formel 3 ein. Der Macao-Grand-Prix dieser Rennserie gilt schon seit geraumer Zeit als Klassiker.

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Bei den beiden finalen Sprintrennen der WTCC ist jedoch meist ebenfalls Hochspannung geboten: Mit Ausnahme der Saison 2010 fiel die Titelentscheidung nämlich bisher stets in den Straßen der Kasino-Hochburg. Das bevorstehende Ende des Rennjahres verleitet die Piloten in Macao mitunter eh dazu, vielleicht noch etwas mehr zu wagen als üblich. Crashs in der Startrunde sind keine Seltenheit.

Motorsport hat in Macao schon Tradition

Dies liegt aber nicht zuletzt an der schwierigen Rennbahn, die den Fahrern auf über sechs Kilometern Länge einfach alles abverlangt - und das schon seit den 1950er-Jahren. Die Anfänge des Rennevents auf dem Guia Circuit datieren nämlich aus dem Jahr 1954. Und was als Schatzsuche in der Stadtmitte begann, entwickelte sich bald zu einem Amateurrennen, das bis 1966 regelmäßig durchgeführt wurde.

Nico Hülkenberg
Die Formel 3 trägt in Macao traditionell ihre inoffiziellen Weltmeisterschaften aus
© xpb.cc

1967 waren erstmals Motorräder mit von der Partie, ehe 1972 das erste Tourenwagen-Rennen über die Bühne ging. Elf Jahre danach luden die Veranstalter zum ersten Mal die besten Formel-3-Piloten nach Macao ein, um in den Straßen der illustren Stadt die inoffiziellen Weltmeisterschaften für diese Nachwuchsklasse auszurichten. Bis heute pilgert die Crème de la Crème der Formel 3 nach Macao.

Das erste Formel-3-Rennen auf dem Guia Circuit entschied übrigens ein junger Ayrton Senna für sich. Der brasilianische Rennfahrer sollte schon kurz darauf auch in der Formel 1 für Furore sorgen, ist aber nicht der einzige prominente Sieger des Grand Prix in der Spielerstadt. Michael Schumacher nutzte die Formel 3 einst ebenfalls als Sprungbrett und drückte dem Macao-Rennen 1990 seinen Stempel auf.

Ein Blick in die Siegerlisten von Macao

Im Jahr danach war David Coulthard nicht zu schlagen, mit Ralf Schumacher (1995), Ralph Firman (1996), Takuma Sato (2001) und Lucas di Grassi (2005) waren noch weitere spätere Formel-1-Fahrer erfolgreich in Macao am Start. In den Siegerlisten finden sich aber auch bekannte Tourenwagen-Größen wie Rickard Rydell (1992) oder Jörg Müller. Letzterer fuhr 1993 zum Formel-3-Sieg in Macao.

Jörg Müller
In Macao war Jörg Müller sowohl in der Formel 3 als auch in der WTCC erfolgreich
© xpb.cc

Der Deutsche ist übrigens bis heute der einzige Rennfahrer, der in jüngster Zeit sowohl in der Formel 3 als auch im Tourenwagen das oberste Siegertreppchen erklimmen konnte. Übertroffen wird Müller nur noch von John MacDonald. Der für Hongkong fahrende Brite war im Macao der 1970er-Jahre das Maß aller Dinge und siegte sowohl im Formelauto als auch im Tourenwagen und auf dem Motorrad.

Diese Leistungen wurden bislang nicht wiederholt oder gar übertroffen. Mehrfach-Sieger gibt es aber auch in der WTCC. Seit 2010 hält Rob Huff (Chevrolet) den Rekord in dieser Kategorie: Der Brite fuhr 2008, 2009 und 2010 jeweils bei einem Rennen als Erster über die Linie, siegte 2011 sogar "doppelt". Bei den Marken hält Chevrolet mit sieben Erfolgen den ersten Platz beim berühmten Stadtrennen von Macao.

Eine der schwierigsten Strecken überhaupt

Das "Monaco des Ostens" gilt als eine der anspruchsvollsten Pisten der Welt, die nicht nur durch ihre - für einen Stadtkurs ungewöhnliche - Länge besticht. In den neun Runden, welche die WTCC-Fahrer auf dem Guia Circuit zurücklegen müssen, werden Mensch und Maschine enorm strapaziert. Neben einer langen Vollgas-Passage gibt es schließlich auch einen sehr kurvenreichen Mittelabschnitt.

Fredy Barth
In Macao kein seltenes Bild: Gestrandete Fahrzeuge werden rasch geborgen...
© xpb.cc

Kurzum: Macao bietet alles, was das Rennfahrer-Herz begehrt. Oder wie es Tom Coronel (ROAL-BMW) ausdrückt: "Macao ist der schwierigste Kurs der Welt und die Nummer eins in unserem Kalender." Einmalig ist der Guia Circuit aber auch aufgrund seiner Streckenführung, die sowohl die schnellste Ecke (Mandarin) als auch die langsamste Kurve (Melco) der gesamten Rennsaison beinhaltet.

Laut DTM-Pilot Ralf Schumacher ist in der Spielerstadt nicht nur beim Zocken großer Einsatz gefragt. "Der Kurs ist nicht ohne und es kommt darauf an, dass man eine gehörige Portion Mut hat. Du musst dich wohlfühlen im Auto, denn die Strecke lässt keine Fehler zu", sagt der Deutsche. "In der Formel 3 hatte man perfekte Runden absolviert, wenn die Reifenmarkierung danach nicht mehr lesbar war ..."

Huff, Menu und Muller: Wer macht das Rennen?

Bei der WTCC gehen indes üblicherweise zuerst die Rückspiegel flöten, wenn sich die Fahrer dem Limit und dabei auch den schwarz-gelben Leitplanken nähern. Eine Fahrt in Macao ist eben auch ein großer Balanceakt, den es bei einem Starterfeld in der Größe von rund 30 Rennwagen erst einmal zu meistern gilt. Für drei Piloten hat dieses Motto am Wochenende eine ganz spezielle Bedeutung.

Alain Menu, Yvan Muller, Robert Huff
Alain Menu, Yvan Muller und Rob Huff: Einer der drei Chevrolet-Piloten wird's
© xpbimages.com

Huff, Alain Menu (Chevrolet) und Yvan Muller (Chevrolet) fechten auf dem Guia Circuit nämlich aus, wer als Weltmeister 2012 in die Geschichtsbücher eingeht. Die Trumpfkarten scheint Huff auf der Hand zu haben, denn bei 35 beziehungsweise 41 Punkten Rückstand müssen sich die Verfolger schon gewaltig strecken. Gleichwohl gilt in Macao viel mehr als irgendwo sonst: Nichts ist unmöglich.

Huff wähnt sich allerdings - zu Recht - auf Kurs, wenn er sagt: "Es sieht gut aus." Der Brite merkt aber an: "Garantien gibt es keine. Und Schanghai hat gezeigt, wie rasch sich die Dinge verändern können." Genau darauf setzen Menu und Muller. "Ich habe noch eine Titelchance und werde bis zum Schluss darum kämpfen", sagt Menu. Und Muller meint ebenfalls: "Ich kämpfe bis zum Ende."

Dreikampf auch in der Privatfahrer-Wertung

Das gilt auch für die Spitzenreiter in der Privatfahrer-Wertung, denn dort ist ebenfalls noch viel Spannung drin. Norbert Michelisz (Zengö-BMW), Pepe Oriola (Tuenti-SEAT) und Stefano D'Aste (Wiechers-BMW) sind nur durch 16 Punkte voneinander getrennt. Und traditionell werden die Zähler der Privatiers in Macao verdoppelt. Dort sind also insgesamt noch 43 Punkte zu vergeben.

Und das bei einem "Rennen im Rennen", in dem die Privatfahrer nicht nur untereinander, sondern natürlich auch mit den Piloten der WM-Gesamtwertung kämpfen. "Es werden zwei schwierige Läufe", meint D'Aste vor dem großen Showdown. Wiechers-Teammanager Dominik Greiner zeigt sich aber zuversichtlich: "Wir reisen höchstmotiviert zum Finale und wollen unsere Titelchance nutzen."

Die Aufmerksamkeit ruht an diesem Wochenende also voll und ganz auf dem Abschneiden der Anwärter auf die ersten Plätze in den Fahrerwertungen der WTCC. Und nach einhundert - hoffentlich - aufregenden Rennkilometern verabschiedet sich die Tourenwagen-WM in ihre Winterpause. Daran verschwenden die Beteiligten auf dem Guia Circuit aber garantiert noch gar keinen Gedanken ...

Fakten zum Rennwochenende in Macao (Macao):

Streckenlänge: 6,117 Kilometer
Renndistanz: Zwei Rennen zu je 9 Runden

Die Sieger in Macao 2005-2011:
2005: Augusto Farfus (Alfa Romeo), Duncan Huisman (BMW)
2006: Andy Priaulx (BMW), Jörg Müller (BMW)
2007: Alain Menu (Chevrolet), Andy Priaulx (BMW)
2008: Alain Menu (Chevrolet), Rob Huff (Chevrolet)
2009: Rob Huff (Chevrolet), Augusto Farfus (BMW)
2010: Rob Huff (Chevrolet), Norbert Michelisz (SEAT)
2011: Rob Huff (Chevrolet), Rob Huff (Chevrolet)

Rundenrekorde:
Qualifikation: 2:30.285 Minuten - Alain Menu (Chevrolet, 2008)
Rennen: 2:32.076 Minuten - Tiago Monteiro (SEAT, 2009)

Der Zeitplan in der Übersicht (MEZ):

Donnerstag, 15. November 2012
06:50-07:20 Uhr - Testsession

Freitag, 16. November 2012
01:30-02:00 Uhr - 1. Freies Training
05:15-05:45 Uhr - 2. Freies Training
08:25-08:55 Uhr - Qualifikation Q1
09:00-09:15 Uhr - Qualifikation Q2

Sonntag, 18. November 2012
01:15-01:30 Uhr - Warmup
04:05-04:40 Uhr - Rennen 1
05:20-06:00 Uhr - Rennen 2

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