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WEC Fuji: Regen, Nebel, Abbruch - Porsche auf drei und vier

15. Oktober 2017 - 12:17 Uhr

Platz drei und vier: Mehr war für das LMP1-Team von Porsche beim chaotischen Rennen der WEC in Fuji nicht drin: Bernhard, Bamber, Hartley weiter auf WM-Kurs

Timo Bernhard, Earl Bamber
Porsche vor Toyota: Diese Bild blieb eine Momentaufnahme
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Das Porsche-LMP-Team musste sich beim siebten von neun Läufen zur Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) mit den Plätzen drei und vier begnügen. Das 6-Stunden-Rennen auf dem Fuji International Speedway war geprägt von Dauerregen und Nebel bei nur 14 Grad Luft- und 16 Grad Asphalttemperatur. Unterbrechungen und Neutralisationsphasen beeinflussten den Rennverlauf. Neel Jani, Andre Lotterer und Nick Tandy belegten Platz drei. Die diesjährigen Le-Mans-Sieger und Tabellenführer Earl Bamber, Timo Bernhard und Brendon Hartley waren von der Pole-Position gestartet und wurden Vierte.

Der zweite Rennabbruch erfolgte nach vier Stunden und 31 Minuten, danach kam es zu keinem Neustart mehr. Damit waren knapp über 75 Prozent der Renndauer abgelaufen und die Bedingung für die volle Punktevergabe gegeben. Porsche liegt in der Hersteller-WM mit nun 270 Punkten weiter an der Spitze, nach dem Doppelsieg beim Heimrennen folgt Toyota mit 211,5 Zählern. In der Fahrer-WM haben Bamber/Bernhard/Hartley jetzt 172 Punkte und damit noch 39 Punkte Vorsprung auf die besten Toyota-Fahrer. Jani/Lotterer/Tandy liegen mit 98 Punkten weiterhin auf Tabellenrang vier.

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"Heftiger Regen und zeitweise dichter Nebel, Start hinter dem Safety-Car, zwei Rennabbrüche, viele Safety-Car- und Gelbphasen - wir können froh sein, dass unter diesen widrigen Umständen heute nichts Schlimmes passiert ist",meint LMP1-Leiter Fritz Enzinger. "Letztendlich gab es einen glücklichen Doppelsieg für Toyota, aber wir waren in Schlagdistanz und werden alles daran setzen, in Schanghai einer erfolgreichen Titelverteidigung näher zu kommen."

"Glückwunsch an Toyota zum Sieg hier in Fuji", gratuliert Teamchef Andreas Seidl fair. "Das Pendel schlug heute mehrmals in die eine oder andere Richtung aus. Vor der ersten Rennunterbrechung haben wir gepokert - wäre sie endgültig gewesen, hätte unser Porsche mit der Startnummer 2 gewonnen. Beim Timing der zweiten roten Flagge hatten wir Pech. Wäre das Rennen danach weitergelaufen, hätten wir mit unserer Startnummer 1 gegen den Nummer-7-Toyota um den Sieg gekämpft."

"Generell haben wir uns hier schwer getan, die Reifen bei den Restarts in das Arbeitsfenster zu bringen, in dem sie richtig arbeiten. Dadurch gerieten wir immer wieder in Rückstand", erklärt Seidl. "Wichtig ist, dass wir Punkte für die beiden WM-Wertungen einsammeln konnten. Es war ein sehr, sehr schwieriges Rennwochenende für die Fahrer und unser Team bei diesen Bedingungen. Aber es hat sich keiner aus dem Konzept bringen lassen. Dafür möchte ich mich bei allen bedanken."

Stimmen der Fahrer:

Neel Jani: "Ich fuhr als Zweiter und dann zum Schluss noch einmal. Ich saß bei beiden roten Flaggen im Auto, dieses Prozedere kenne ich jetzt. Es war ein enges Rennen mit Toyota. Anscheinend konnten sie die Reifen schneller anwärmen. Wir kamen zwar immer wieder ran, aber dann folgte jedes Mal eine Unterbrechung oder Neutralisation. So ein Rennen habe ich noch nie erlebt. Die Sicht lag zeitweise bei null und es ging nur darum, irgendwie durchzukommen."

Andre Lotterer: "Ich hatte anfangs extrem Mühe, die Reifen auf Temperatur zu bekommen. Ich fuhr wie auf Eis. Das konnten die beiden Toyota irgendwie besser, so habe ich zwei Plätze verloren. Dass ich bei der Berührung mit Sébastien Buemi ein Aero-Teil an der Front verloren habe, hat zusätzlich Abtrieb gekostet. Aber schließlich konnte ich die Reifen doch noch auf Betriebstemperatur bringen, und dann ging es auch richtig vorwärts."

Nick Tandy: "Bis zur Safety-Car-Phase lief mein Stint sehr gut. Dann kühlten die Reifen aus und ich bekam Probleme beim Restart. Ich denke, Toyota hatte eine etwas andere Reifenstrategie als wir. Sie waren besser bei den Neustarts. Über die Distanz hätte das vielleicht anders ausgesehen, aber in diesem Rennen sind wir nie sehr lange am Stück gefahren."

Earl Bamber: "Ich fuhr mit unserem Auto den Start. Die Sicht war extrem schlecht in der Gischt und im dichten Nebel, ich konnte gar nichts mehr erkennen. Es war auf jeden Fall richtig, nach etwas über einer Stunde mit der roten Flagge zu unterbrechen. Das Wasser auf der Strecke war nicht das Problem, aber der Nebel musste sich auflösen."

Timo Bernhard: "Nachdem ich das Auto von Earl übernommen hatte, konnte ich die Reifen nicht auf Temperatur bringen. Ich fuhr im dichten Verkehr in der Gischt und hatte kaum Sicht - ich konnte nicht viel tun, um die Reifen aufzuwärmen. Dann hat mich der Führende überholt und direkt anschließend kam das Safety-Car wieder raus. Das lief unglücklich für uns."

Brendon Hartley: "Anfangs lief es super für Earl, er lag mit über zehn Sekunden Vorsprung in Führung. Aber dann kam eine Safety-Car-Phase nach der anderen, das hat unser Rennen ruiniert. Die Umstände waren heute schwierig - der Asphalt war rutschig und man konnte kaum etwas sehen. Aber wir haben das Auto auf der Strecke gehalten und sind saubere Stints gefahren."

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