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WEC-Notfallplan: Die Gefahren der "Super-Saison" 2018/19

04. September 2017 - 18:10 Uhr

Noch mehr Gewicht für Le Mans, weiter hohe Kosten und die Frage nach Budgets und Homologationen: Hürden auf dem Weg in die WEC-Saison 2018/19

Alpine
Auch das LMP2-(Werks-)Team von Alpine könnte die Langstrecken-WM verlassen
© FIA WEC

(Motorsport-Total.com) - Zweimal 24 Stunden von Le Mans, einmal 12-Stunden-Rennen in Sebring, dazu zwei Läufe in Spa-Francorchamps und jeweils einer in Fuji, Schanghai und einem bisher nicht genannten Standort (Februar 2019) - die sogenannte "Super-Saison" der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) soll 2018/19 in eine positive Zukunft führen. Alles super? Das erscheint angesichts zahlreicher offener Fragen noch sehr ungewiss.

"Wir wurden nach dem Abschied von Porsche zu diesem Schritt gezwungen", sagt WEC-Boss Gerard Neveu. Die Idee eines Winterkalenders mit dem Saisonfinale in Le Mans ist alles andere als neu. Die Entwicklungs-, Produktions- und Testabläufe der LMP1-Hersteller hatten die Umsetzung verhindert. Nun, da nach Audi auch Porsche die Szene verlassen wird, ist die Tür für die alternative Saisonplanung nach dem Vorbild der Formel E wieder offen.

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Was Neveu zu vergessen scheint: Auch in der GTE-Pro-Klasse sind Hersteller engagiert. Werke wie Ferrari, Aston Martin, Ford, BMW oder Porsche (GT) haben ähnliche Zyklen in der Entwicklung, wenngleich die Laufzeiten der Fahrzeuge länger sind und etwaige Schwächen durch eine Balance-of-Performance (BoP) relativiert werden. Schlimmer ist ohnehin: Auch die GTE-Pro-Werke bekommen ihre Rennbudgets jeweils nur für ein Jahr bestätigt. Der kommende WEC-Kalender erstreckt sich aber über 18 Monate.

Le Mans wird alles noch mehr überstrahlen

Zweimal die 24 Stunden von Le Mans innerhalb eines WM-Jahres! Was zunächst charmant anmutet, könnte sich als großes Problem bei der Gesamtbetrachtung einer Weltmeisterschaft darstellen. Der Einfluss der beiden Ergebnisse an der Sarthe wächst immens an. In der laufenden Saison gab es für den Le-Mans-Sieger "nur" 51 (inklusive Extra-Punkt für Pole-Position) von den maximal 259 Zählern im gesamten Jahr zu holen - ein Anteil von 19,7 Prozent.

In der kommenden "Super-Saison" 2018/19 sieht die Welt erheblich anders aus. Bleibt man beim Punktesystem der vergangenen Jahre, so machen die WM-Zähler aus den beiden Rennen in Le Mans plötzlich einen Anteil von 35,9 Prozent aus! Wohin führt dies? Alle Hersteller und Teams werden ihre Fahrzeuge noch mehr auf den Höhepunkt des Jahres trimmen. Die sechs anderen Rennen des Jahres verkommen noch mehr zum Beiwerk von Le Mans. Eine WM mit vielen Austragungsorten etabliert man so kaum.

Gepaart mit den deutlich veränderten LMP1-Regeln, die zur Saison 2020/21 noch einmal auf den Kopf gestellt werden könnten, soll der umgekrempelte Rennkalender neue Hersteller anziehen und möglichst alle aktuellen Protagonisten bei der Stange halten. Bei Toyota wiegelt man auf Nachfragen bezüglich des künftigen Engagements konsequent ab. "Frühestens im Oktober" soll es klare Antworten vom japanischen Konzern geben. Ein klares Bekenntnis sieht anders aus.

Acht Rennen kosten das gleiche wie neun

Die Macher von ACO, FIA und WEC berichten immer wieder von angeblichem Interesse weiterer Hersteller an der LMP1-Szene. Von Peugeot ist seit Monaten nichts Konkretes zu hören. Die Einführung des Plug-in-Hybrids zur Saison 2020 - ein ausdrücklicher Wunsch des PSA-Konzerns im Zuge einer Plug-in-Offensive der Marke Peugeot ab 2019 - wurde bereits wieder verworfen. Mazda, Acura, Cadillac oder Nissan hätte mit der Übernahme des DPi-Reglements leicht die Tür geöffnet werden können. Passiert ist dies nicht.

Im Schatten der Werke rätseln Privatteams und einige Bezahlfahrer schon jetzt, welche Auswirkungen die neue Saisonplanung der WEC für die 18 Monate ab Mai 2018 haben könnte. Eines steht fest: Die Kosten werden nicht, wie ursprünglich per klarer Zieldefinition artikuliert, in der kommenden Saison sinken. "Die Super-Saison soll für die Teams das gleiche kosten wie dieses Jahr mit neun Rennen", gibt Neveu offen zu. Klartext: Acht WM-Läufe kosten 2018/19 genauso viel wie neun Veranstaltungen in diesem Jahr!

In der Folgesaison 2019/2020 sollen die privaten LMP2-Mannschaften im Vergleich zur aktuellen Saison mit einem um 20 Prozent geringeren Budget auskommen, stellt der WEC-Promoter in Aussicht. Der Schlüssel soll ein verkleinerter Rennkalender mit sieben Veranstaltungen sein. Man will die Austragungsorte so im Kalender verteilen, dass alle Transporte per Seefracht oder per LKW geschehen können. Dann erscheint eine Rückkehr von Silverstone oder ein Rennen in Monza realistisch.

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