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Toyota kämpft in Austin mit Balanceproblemen

15. September 2017 - 15:53 Uhr

Merkwürdige Rutscher, mehr Bodenwellen als im Vorjahr und Bullenhitze - Toyota hat nach dem ersten Training auf dem Circuit of The Americas Aufholbedarf

Anthony Davidson, Kazuki Nakajima
Toyota hat auch in der Hitze von Austin einen gewaltigen Rückstand auf Porsche
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Toyota Gazoo Racing schloss einen arbeitsreichen ersten Veranstaltungstag in der Hitze im texanischen Austin ab. Hier wird an diesem Wochenende das 6-Stunden-Rennen auf dem Circuit of the America ausgetragen, der sechste Lauf zur Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2017. Der TS050 Hybrid mit der Startnummer 7 von Mike Conway, Kamui Kobayashi und Jose Maria Lopez war der schnellere der beiden Toyota und beendete die beiden 90-minütigen Trainingssitzungen auf Position drei, 0,959 Sekunden hinter der Tagesbestzeit des Porsche Nummer 1. Der TS050 Hybrid Nummer acht mit Sebastien Buemi, Stephane Sarrazin und Kazuki Nakajima beendete den ersten Trainingstag auf Rang vier.

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Stephane tritt bei diesem WM-Lauf als Ersatzmann für den einmalig abwesenden Anthony Davidson an und hat somit als einziger Fahrer des Teams alle drei in dieser Saison eingesetzten TS050 Hybrid bewegt. In Spa-Francorchamps hatte er bereits die #9 und in Le Mans die #7 gefahren. Zwar hat Stephane bislang nur Erfahrung mit der Low-Downforce-Version des TS050 Hybrid, was zur Folge hatte, dass er sich im ersten Freien Training erst mit der High-Downforce-Variante vertraut machen musste. Dafür kennt der Routinier die Strecke von Austin umso besser, nachdem er 2013 und 2016 hier Podiumsplätze für das Team errungen hat.

Während der Freitags-Trainings arbeitete das Team eine lange Aufgabenliste durch, um das Auto optimal auf die Anforderungen der 5,513 Kilometer langen Rennstrecke und die dort herrschende Hitze vorzubereiten. Die Temperaturen reichten von 30 bis 34 Grad Celsius zum Ende der zweiten Sitzung - etwa das, was auch für das verbleibende Wochenende erwartet wird. Daher wurde vor allem ein Augenmerk auf Performance und Verschleiß der unterschiedlichen Reifenvarianten gelegt.

Dazu wurden unterschiedliche Abstimmungsvarianten der Aerodynamik sowie des Fahrwerks miteinander verglichen, wobei die Ingenieure zudem die Feinabstimung der Hybrid-Rückgewinnung und -Leistungsabgabe dahin gehend verfeinerten, dass der 1.000 PS starke Antriebsstrang optimal genutzt werden kann. Von einem platten Reifen im ersten freien Training abgesehen liefen beide Fahrzeuge zuverlässig, was beim Sammeln zahlreicher Daten hilfreich war und zu wichtigen Erkenntnisse verhalf, um die eher konservativen Rundenzeiten am Samstag zu verbessern.

Stimmen Startnummer 7

Mike Conway: "Die Balance des Autos war heute etwas schwierig, das erwies sich als unser wesentliches Problem. Wir müssen das lösen, dann werden auch die Rundenzeiten besser und alles sieht gleich positiver aus, da bin ich sicher. Entscheidend wird der Reifenverschleiß sein: Es wird wichtig sein, einen doppelten Stint fahren zu können, ohne dass die Reifen zu stark abbauen.?

Kamui Kobayashi: "Ich mag diese Strecke sehr, vor allem die schnellen Passagen, wo der Abtrieb der LMP1-Autos so richtig zur Geltung kommt. Das Training verlief okay, war aber auch kein berauschender Auftakt. Wir versuchen, das Auto weiter zu verbessern und verschiedene Dinge testen. Es wurde allmählich besser, aber es gibt Bereiche, die es noch zu verbessern gilt.?

Jose Maria Lopez: "Ich bin hier zum ersten Mal gefahren, deshalb war es eine Lernstunde für mich. Aber ich liebe diese Strecke bereits. Was unsere Performance heute angeht, so waren wir immerhin auf Anhieb besser als in Mexiko. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, denn das Auto war alles andere als einfach zu fahren. Wir werden weiter daran arbeiten und das Auto möglichst konkurrenzfähig abstimmen.?

Stimmen Startnummer 8

Sebastien Buemi: "Schwer zu sagen, wo wir im Vergleich zu Porsche stehen. Von den heutigen Verhältnissen ausgehend, sind wir gewiss nicht schneller als sie. Ich hoffe, dass wir morgen schneller sind, damit wir einen guten Zweikampf liefern können. Die Strecke ist ein wenig anders als im Vorjahr. Sie hat jetzt mehr Bodenwellen, auch darauf müssen wir uns noch einstellen.?

Stephane Sarrazin: "Es ist wunderbar, wieder im Auto sitzen zu dürfen, auch wenn wir gegenüber den Porsche noch etwas im Nachteil sind. Es hat mir Freude bereitet, wieder mit diesem Team und auch mit Sebastien und Kazuki arbeiten zu können. Wir arbeiten auf das Rennen hin und optimieren noch alles. Wir werden unser Bestes geben und dann werden wir sehen, was wir erreichen können.?

Kazuki Nakajima: "Es war ein sehr heißer erster Tag und auf dieser Strecke zu fahren, hat viel Spaß gemacht. Das Auto fährt sich sehr schön, wir haben hier mehr Grip als in Mexiko und die Balance war recht gut. Dennnoch kommen wir nicht auf Zeiten. Wir müssen uns ranhalten und für das Rennen ein höheres Tempo anstreben.?

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