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Ford verteidigt Gesamtführung in der GTE Pro-Fahrerwertung

17. Juli 2017 - 10:58 Uhr

Andy Priaulx und Harry Tincknell holen im Ford GT Platz fünf auf dem Nürburgrung und führen WM-Gesamtklassement - Punktgleichheit in der Herstellerwertung

Chip Ganassi, Andy Priaulx, Harry Tincknell
Ford biss sich in einem zähen Rennen auf dem Nürburgring durch
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Beim ereignisreichen 6-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, dem vierten Lauf zur FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC), eroberte das Team Ford Chip Ganassi Racing mit den beiden Ford GT die Plätze fünf und sechs in der hart umkämpften GTE-Pro-Klasse. Im Auto mit der Startnummer 67 überquerten Andy Priaulx und Harry Tincknell die Ziellinie als Fünfte und verteidigten damit in ihrer Klasse die WM-Führung in der Fahrerwertung. Der Vorsprung der beiden Briten auf ihre Verfolger beträgt nun elf Punkte. (So lief das 6-Stunden-Rennen der WEC auf dem Nürburgring)

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Stefan Mücke aus Berlin fuhr gemeinsam mit seinem französischen Teamkollegen Olivier Pla im Ford GT mit der Nummer 66 auf den sechsten Platz. Im Kampf um den Hersteller-Weltmeistertitel belegt das Team Ford Chip Ganassi Racing nach vier von neun Rennen den zweiten Rang und ist damit punktgleich mit dem Erstplatzierten Ferrari.

"Wir wussten, dass dieser Lauf für uns zahlreiche Herausforderungen bereithalten würde - und diese Prognose hat sich heute bestätigt", erklärt George Howard-Chappell, Teamchef von Ford Chip Ganassi Racing in der WEC. "Dies liegt zum einen daran, dass wir gemäß Reglement nach unseren starken Ergebnissen in Silverstone und Spa in der Eifel mit Zusatzgewichten an den Start gehen mussten."

"Hinzu kommt, dass die Streckencharakteristik des Nürburgrings unserem Auto nicht gerade entgegenkommt. Leider wurden wir während des Rennens in einige unglückliche Zwischenfälle verwickelt, dennoch haben die Fahrer und das gesamte Team einen hervorragenden Job abgeliefert."

Pla: Harter Zweikampf mit Aston Martin

Die beiden Ford GT mit den Nummern 66 und 67 waren nach dem Qualifying von den Positionen vier und sechs ins Rennen gegangen. Während der ersten Stunde kämpfte sich Olivier Pla im Auto mit der 66 bis auf Platz drei nach vorne, wurde dann jedoch in eine Kollision mit einem Konkurrenten verwickelt. Die daraus resultierenden Beschädigungen beeinträchtigten das Fahrverhalten des Ford GT nachhaltig. Am Ende belegten Pla und sein Teamkollege Stefan Mücke den sechsten Rang.

Dabei musste das französisch-deutsche Duo im Verlaufe des 6-Stunden-Rennens einige Tiefschläge verkraften. "Zu Beginn lief es ziemlich gut für uns. Ich konnte mich direkt auf Platz drei nach vorne kämpfen und diese Position verteidigen", berichtet Olivier Pla. "Ungefähr nach der Hälfte meines ersten Stints fuhr mir ein anderes Auto auf das rechte Hinterrad. Dabei wurde offenbar irgendetwas beschädigt, denn von da an war das Fahrverhalten sehr indifferent."

"Der Zweikampf mit dem Aston Martin später im Rennen verlief ebenfalls unerfreulich: Beim Anbremsen ließ er mich jedesmal auflaufen, um dann auf den Geraden davonzuziehen. Vielleicht war ich dieses Mal etwas zu geduldig mit ihm."

Feindberührung beim Überrunden kostet Tincknell Zeit

Auch das Schwesterauto mit der Startnummer 67 musste Rückschläge verkraften. Nachdem Harry Tincknell den Ford GT von Startfahrer Andy Priaulx übernommen hatte, wurde er kurz nach Rennhalbzeit von einem Fahrzeug der LMP1-Kategorie in einen Dreher gezwungen und verlor durch diesen Zwischenfall viel Zeit. "Somit war es uns nicht mehr möglich, den zu diesem Zeitpunkt führenden Aston Martin zu überholen", betont Howard-Chappell.

"Wir gratulieren Ferrari zum Sieg. Sie haben heute eine sehr starke Vorstellung gezeigt" sagt er weiter. "Wir wussten, dass die GTE-Porsche auf dem Nürburgring sehr stark sind, konnten aber nicht genau einschätzen, wo wir im Vergeich zu Ferrari stehen würden. Leider läuft eben nicht immer alles nach Plan. Wir mussten heute ein paar Federn lassen, aber das ist kein Beinbruch."

"Obwohl wir mit unserem Ford GT letztlich als Fünfte ins Ziel gekommen sind, haben wir ein hervorragendes Rennen abgeliefert", erläutert Andy Priaulx. "Nach dem Start bin ich einen Doppel-Stint gefahren. Wir verzichteten auf einen Reifenwechsel und setzten weiterhin auf die gebrauchten Pneus. Durch diese Zeitersparnis beim Boxenstopp konnten wir zu unserem Schwesterauto aufschließen."

"Harry Tincknell hat insbesondere zur Rennmitte hin einen tollen Job gemacht. Wenn er nicht von dem LMP1-Auto getroffen worden wäre, lägen wir 40 Sekunden weiter vorne und auf Platz vier. Mein anschließender Stint verlief sehr gut. Alles in allem wurden wir heute für unsere Anstrengungen belohnt, denn wir führen die WM-Wertung nach wie vor an."

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