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Oak, HPD und Co.: Ab 2014 wieder mehr private LMP1?

10. Februar 2013 - 09:54 Uhr

Vier Werksautos und zwei private LMP1-Fahrzeuge: Die WEC hat in diesem Jahr wenige Wagen in der Topkategorie - 2014 soll die Szene wieder neu belebt werden

Dominik Kraihamer, Bertrand Baguette, Franck Montagny
2012 selten im LMP1-Auto: Dominik Kraihamer und seine Oak-Kollegen
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die hohen Kosten und die Chancenlosigkeit im Wettbewerb gegen die Werke haben die privaten LMP1-Teams aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) und vom Highlight in Le Mans vertrieben. In der Saison 2013 gehen nur noch Strakka und Rebellion mit je einem Fahrzeug in der WEC an den Start, zum Höhepunkt an der Sarthe bringt Rebellion immerhin einen zweiten Lola-Toyota. Diese Fahrzeuge werden sich im Schatten von Audis und Toyotas bewegen.

"Da beide Werke mit jeweils zwei Autos starten, dürfen wir uns auf heiße Kämpfe freuen", meint ACO-Präsident Pierre Fillon mit Blick auf die kommende WEC-Saison. "Mit den Privat-Champions von Rebellion und dem britischen Team Strakka haben wir zwei weitere Autos am Start, die die LMP1-Kategorie auf dem Weg ins Jahr 2014 unterstützen werden." Dieser Satz von Fillon bringt es auf den Punkt: Die privaten LMP1-Autos sind derzeit nur eine Ergänzung für die große Show der Werke.

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"Die Zahl der LMP1-Autos überrascht uns nicht. Zufrieden sind wir damit allerdings natürlich nicht", sagt ACO-Sportchef Vincent Beaumesnil im Gespräch mit 'Autosport'. Der Franzose betrachtet die Entwicklung der vergangenen Monate mit Sorge: Pescarolo pleite, JRM nicht mehr dabei, Oak nur noch in der LMP2-Klasse. Beaumesnil hofft auf einen Erfolg des 2014er-Reglements, in dem man die Privatteams in der LMP1 mit besseren Chancen ausstattet.

Tatsächlich: Für 2014 ist Besserung in Sicht. Nick Wirth arbeitet nach eigener Aussage an einem neuen Coupé im Auftrag von HPD, Lotus will den T128 als LMP1-Version bringen und Oak kündigte an, dass man mit der Fahrzeugschmiede Onroak einen großen Prototypen auf die Räder stellen werde. "Wir sind noch nicht beim Bau des Autos, aber die Entwicklung ist so gut wie abgeschlossen. Wir gehen jetzt mit einem Modell in den Windkanal und prüfen dort verschiedene Optionen für das Auto", sagt Oak-Boss Jacques Nicolet.

Bei den Franzosen, die ursprünglich dieses Projekt gemeinsam mit Honda vorantreiben wollte, nun aber offenbar zunächst einen Alleingang machen, ist die weitere Finanzierung fraglich. "Wir sind Kämpfer und geben nicht auf. Wenn wir es nicht schaffen, dann schafft es wohl keiner", sagt der Oak-Boss im Gespräch mit 'endurance-info.com'. "Die Gespräche mit Herstellern als potenziellen Partnern laufen weiter. So etwas braucht Zeit."

"Je weiter wir mit unserem LMP1 sind, desto mehr Munition habe ich in den Gesprächen mit den Werken", erklärt Nicolet. "Wer in der LMP1-Klasse erfolgreich sein will, der muss auf Hybrid setzen. Das ist natürlich enorm teuer. Das geht eben nur mit einem Hersteller im Rücken. Wir halten uns mehrere Möglichkeiten bezüglich Motor offen. Das haben wir beim Design des Autos sofort so bedacht. Diesen Ansatz haben wir auch in der LMP2 verfolgt, wo komplett unterschiedliche Motoren ins Heck des Fahrzeuges passen."

Die Frage ist, ob es 2014 einen richtigen Markt für LMP1-Chassis geben wird. Und falls ja, wer sich die größten Anteile sichern kann. "Wir wollen die Hersteller dazu bringen, dass sie Kundenautos anbieten. Man darf in diesem Zusammenhang aber nicht vergessen, dass der Betrieb eines solchen Autos sehr aufwändig sein wird", sagt Beaumesnil und droht damit den ersehnten privaten LMP1-Bauern schon jetzt mit nahezu unschlagbarer Konkurrenz von Toyota, Audi und Co.

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