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"Richtig enttäuschend": Timo Scheider hadert mit Lospech

02. Oktober 2017 - 15:19 Uhr

Durch eine unglückliche Auslosung gerät Timo Scheider beim WRX-Lauf in Buxtehude ins Hintertreffen und verpasst trotz gutem Tempo das Halbfinale

Timo Scheider
Schnell, aber unglücklich: Timo Scheider wurde in Buxtehude unter Wert geschlagen
© RX-Media.com

(Motorsport-Total.com) - "Richtig enttäuschend": So lautet das Fazit von Timo Scheider (MJP-Ford) nach dem elften Rennwochenende der Rallycross-Weltmeisterschaft (WRX) in Buxtehude. Der Deutsche zeigte bei seinem zweiten Heimspiel auf dem Estering durch schnelle Zeiten, dass er mit den Besten in der WRX mithalten kann. Doch letztlich verpasste er als 15. nach dem Qualifying den Einzug in das Halbfinale und war dementsprechend bedient.

"Wir haben dieses Wochenende alles richtig gemacht und hätten nichts anders machen können, um besser dazustehen. Das ist am Ende das Enttäuschende, wir haben uns nichts vorzuwerfen", sagt ein sichtlich frustrierter Scheider im Interview mit 'Motorsport-Total.com'. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison war dem zweimaligen DTM-Champion das Losglück nicht hold: Im ersten Qualifying musste er gleich im ersten Rennen antreten.

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"Das hat alles ins Rollen gebracht und war bei diesen Wetterbedingungen noch dramatischer", sagt Scheider. Nach Regenfällen war die Strecke am Samstag noch feucht und trocknete im Laufe von Q1 deutlich ab, womit Scheider als einer der ersten Starter chancenlos war. "Wir haben haben zwar das erste Rennen gewonnen, aber bei den schlechtesten Streckenbedingungen überhaupt. Und wenn sich dann die Strecke so entwickelt, stehst du am Ende hinten."

So setzte sich der in der Rallycross-WM übliche Teufelskreis in Gang. Ein schlechtes Ergebnis, in diesem Fall Rang 14 im ersten Qualifying, führt zu einer entsprechend schlechten Startposition in Q2. Und auch am Sonntag war der früher Start in Q3 nach nächtlichen Regenfällen alles andere als ein Vorteil. "Da weißt du schon am Start, dass du um die goldene Ananas fährst, weil die Strecke abtrocknet", sagt Scheider.

Dass er und sein Ford Fiesta schnell genug gewesen wären, um mit den Besten mitzuhalten, zeigte Scheider in Q4 mit der drittschnellsten Rundenzeit aller Teilnehmer. "Das reißt es natürlich nicht raus. Es macht alles eigentlich noch schlimmer, weil man sieht, was vom reinen Speed her drin gewesen wäre", hadert der Deutsche. "Wenn man schneller fährt als Petter Solberg, der Q4 gewonnen hat, sieht man wieder einmal, welches Potenzial wir haben. Wir hätten hier wie auch in Lettland in meinen Augen ins Finale gehört", sieht sich Scheider einmal mehr unter Wert geschlagen.

Daher plädiert er dafür, das System zur Bestimmung der Startreihenfolge in den Qualifyings zwei bis vier zu überdenken. "Ob es jetzt die Rundenzeiten sind, man nach Meisterschaftsstand fährt oder ob man die Erstplatzierten aus allen Rennen gegeneinander fahren lässt. Ich glaube da gibt es einige Szenarien, die fairer wären", findet Scheider, meint aber auch: "Es ist eine gute Frage, was da die richtige Entscheidung wäre."

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