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Titelverteidiger Peugeot: Holt Loeb seinen ersten Dakar-Sieg?

28. Dezember 2016 - 09:00 Uhr

Stephane Peterhansel, Carlos Sainz, Sebastien Loeb und Cyril Despres: Mit einem überarbeiteten 3008DKR gilt Peugeot als Favorit für die Rallye Dakar 2017

Stephane Peterhansel
"Mister Dakar" Peterhansel holte im Januar 2016 für Peugeot den Sieg
© Red Bull Contentpool

(Motorsport-Total.com) - Peugeot dominierte die Rallye Dakar 2016 und holte sich mit Stephane Peterhansel den Gesamtsieg. Nachdem es im ersten Jahr noch technische Schwierigkeiten mit dem 2008DKR gab, war der Buggy mit seinem Biturbodiesel im vergangenen Jahr klar das schnellste Fahrzeug. Damit startete Peugeot auch einen neuen Trend, denn Buggies mit Heckantrieb, die konsequent für das Technische Reglement gebaut sind, haben einen Vorteil gegenüber den konventionelleren Allradlern von X-raid und Toyota.

Für die Marathonrallye 2017 besserte Peugeot nur in Details nach, das Modell trägt nun in Anlehnung an das neue SUV die Bezeichnung 3008DKR. Der Luftmengenbegrenzer wurde vom ASO auf 38 Millimeter reduziert und lässt nun genau so viel Luft durch wie beim Toyota. Peugeots Vorteil war vor allem die Beschleunigung. Durch diesen Einschnitt verlor der Motor etwa 20 PS. "Wir arbeiteten trotzdem an der Fahrbarkeit und der Performance", betont Peugeot-Sportdirektor Bruno Famin und spricht von einer Optimierung der Drehmomentkurve.

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Der 3008DKR wurde rund 18.000 Kilometer getestet und nahm zuletzt Anfang Oktober bei der Marokko-Rallye teil. Carlos Sainz wurde hinter Nasser Al-Attiyah im Toyota Zweiter. "Die auffälligste Änderung ist das Bodywork", erklärt Famin die Entwicklung. "Wir haben die Aerodynamik optimiert und auch die Aufhängungsgeometrie optimiert." Mit diesem Auto gilt Peugeot im Vorfeld der Dakar als Favorit. Neben Peterhansel und Sainz wird auch mit Sebastien Loeb und Cyril Despres zu rechnen sein, der in diesem Jahr die Seidenstraßen-Rallye gewinnen konnte.

"Wenn ich die Siegchancen von Cyril und Sebastien einschätzen müsste, dann würde ich es 60:40 bei Seb sehen", meint Peterhansel über seine Teamkollegen. "Das Terrain in Südamerika gibt ihm einen kleinen Vorteil." Nach seinem zwölften Gesamtsieg meinte Peterhansel im Januar, dass er von nun an nicht mehr unbedingt gewinnen muss. "Ich peile meinen 13. Sieg an, aber wir wissen alle, dass man nach dem kleinsten Fehler in eine Situation kommen kann, in der ich meinen Teamkollegen helfen muss."

Sebastien Loeb: Nächster Meilenstein für die Legende?

Loeb musste bei seinem Dakar-Debüt vor allem in den Dünengürteln Lehrgeld bezahlen, auf den WRC ähnlichen Abschnitten zählte er zu den Schnellsten. "Positiv war, dass ich gleich eine Bestzeit aufgestellt habe. Das hatte ich nicht erwartet, weil ich nicht das Gefühl hatte, schnell zu fahren", denkt der Rallye-Rekordweltmeister zurück. "Negativ waren meine Schwierigkeiten im Sand. Durch den Überschlag war meine Siegchance vorbei. Für die Lernkurve war es aber positiv, ins Ziel zu kommen."

Mit Daniel Elena vertraut Loeb weiterhin auf seinen WRC-Copiloten, für den die Rallye-Raids ebenfalls Neuland sind. "Am schwierigsten für Daniel und mich sind immer noch die Offroad-Passagen. Es ist nie einfach mit Vertrauen zu fahren, wenn du das unterschiedlichste Terrain vorfindest. In diesen Situationen ist es nie leicht, den richtigen Weg zu finden", sagt Loeb über die für ihn neue Herausforderung. "Man muss verstehen, wo man attackieren kann. In den Dünen waren wir ganz gut unterwegs, aber ich bin nicht immun, dass ich steckenbleibe. Wir müssen auch noch besser lernen, wie wir optimal die Luft aus den Reifen lassen."

Loeb: Speed passt, Offroad noch mit Fragezeichen

Loebs wichtige Vorbereitung war die Seidenstraßen-Rallye, bei der er den siebten Platz belegte. Allerdings bekam der Franzose eine Strafe von vier Stunden, andernfalls hätte er gewinnen können. "Generell ist unser Topspeed sehr stark. Bei der Silk-Way musste ich fast jede Etappe als Erster in Angriff nehmen. Das hat nicht geholfen, wenn du die Stages gewinnen willst. Wir waren im Sand konkurrenzfähig und auch die Offroad-Passagen liefen ganz gut", sieht sich Loeb gut aufgestellt. "Das Problem ist nicht die Überfahrt über Dünen, sondern zu wissen, wann man stehenbleiben und einen anderen Weg nehmen muss. Die Anderen machen das auch so!"

Wie schnell Erfolg und Misserfolg im Marathonsport beisammen liegen, musste Despres in diesem Jahr erfahren. Sein Sieg bei der Seidenstraßen-Rallye war ein erster großer Achtungserfolg. "Aber einige Wochen später bei der Marokko-Rallye machten wir nach zwölf Kilometern der ersten Etappe einen Fehler mit dem Roadbook und überschlugen uns", gibt der fünffache Motorradsieger, der seit 2015 bei den Automobilen startet, zu bedenken.

"Aber wir haben unsere Lektion gelernt! Bei der Dakar wollen wir eine intelligente Rallye fahren", nimmt sich Despres vor. "Wir zählen zu einer Gruppe, die um die Podestplätze kämpfen kann. Aber wir müssen noch viel arbeiten. Man darf nicht vergessen, dass Stephane sechs Jahre brauchte, um in der Auto-Kategorie zu gewinnen. Nani Roma musste es zehn Mal probieren. Für uns wird es keine Abkürzung geben." Mit dem siebten Platz im Januar 2016 drang Despres bereits ins Spitzenfeld vor. Auf mehr Glück hofft auch Sainz, der in den vergangenen vier Jahren nicht ins Ziel kam. 2010 gewann der zweifache WRC-Weltmeister die Rallye Dakar mit Volkswagen.

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