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Dirk von Zitzewitz: "Chancenlos sind wir nicht"

29. Dezember 2016 - 10:49 Uhr

Co-Pilot Dirk von Zitzewitz sieht Giniel de Villiers in der Außenseiterrolle - Aber die stärker gefragte Navigation kann dem Toyota-Duo eine Siegchance ermöglichen

Dirk von Zitzewitz
Dirk von Zitzewitz zählt mit Giniel de Villiers zu den Podestkandidaten
© DvZ/Waldo van der Waal

(Motorsport-Total.com) - Mit der Größe der Herausforderung über sich hinauswachsen: Giniel de Villiers aus Südafrika und sein deutscher Beifahrer Dirk von Zitzewitz starten bei der Rallye Dakar 2017 zwar nicht als große Favoriten, haben allerdings gute Außenseiter-Chancen auf den Gesamtsieg. Gemeinsam mit ihrem Toyota-Team aus Südafrika bieten sie bei der härtesten Wüstenrallye der Welt durch Paraguay, Bolivien und Argentinien ein enorm konkurrenzfähiges Gesamtpaket aus eingespielter Mannschaft, bewährter Technik und zuverlässiger Fahrer/Beifahrer-Kombination.

Beim sechsten gemeinsamen Start im Toyota-Hilux-Pickup "made in South Africa", dem zehnten seit 2007 insgesamt, gilt es nach dem Jahreswechsel vom 02. bis 14. Januar 2017 eine bisher einzigartige Erfolgsgeschichte konsequent fortzuschreiben. Nicht nur, dass de Villiers/von Zitzewitz das einzige Spitzen-Duo im Feld der etwa 80 genannten Automobile ist, das gemeinsam bei dieser Härteprobe für Mensch und Material stets das Ziel erreicht hat, es ist in Anbetracht von sechs Podiumsresultaten in acht Südamerika-"Dakars" auch das erfolgreichste Gespann in der jüngsten Ära des Wüstenklassikers.

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Ziel 2017? Natürlich erneut das Podium. Sieg wie im Jahr 2009 bei der Premiere in Südamerika? Möglich - bei einem Null-Fehler-Job. "Wir sind nicht gerade die Favoriten, chancenlos sind wir aber sicher auch nicht", so von Zitzewitz. "Auf dem Papier ist Peugeot haushoch überlegen, aber durch neue Regeln - beispielsweise bei der Navigation - könnten wir dank unseres guten Pakets den Nachteil über die Distanz insgesamt ausgleichen. Alles in allem erwarten wir ein ausgeglichenes Spitzenfeld bis zum Zielstrich und wollen dementsprechend bis zum Ende mit um den Sieg kämpfen."

"Leicht wird das nicht, denn 2017 werden allein sechs Wettbewerbstage oberhalb von 3.000 Metern über Normalnull ausgetragen. Das bevorteilt aus technischen Gründen andere. 2017 werden aber mehr als in den vergangenen Jahren auch wir Beifahrer gefordert sein, den richtigen Weg zu finden und damit Zeit gutzumachen oder auch zu verlieren. Das macht die Sache richtig interessant. Wir freuen uns darauf."

Faszination Rallye Dakar

Die Faszination der Rallye Dakar speist sich aus den monumentalen Bildern, die dieser Sport angesichts seiner multidimensionalen Herausforderungen täglich bietet. Fans und Interessierte rücken anno 2017 noch näher an die spektakuläre Action heran. Im Jahr 2017 führt die Route erstmals durch Paraguay: mit dem zeremoniellen Start und der ersten Etappe von Asuncion nach Resistencia.

Durch den Norden Argentiniens und seine offene Landschaft führt die Route gen Bolivien, wo nach der ersten "Dakar"-Woche der Ruhetag in La Paz auf dem Programm steht - zwischen 3.200 und 4.100 Meter über Normalnull der höchste Regierungssitz der Erde. Höhe spielt auch rund um den Ruhetag sportlich eine große Rolle: Sechs Wettbewerbstage werden oberhalb der 3.000-Meter-Marke ausgetragen. Von Bolivien führt die Route zurück nach Argentinien. Auf dem Weg nach Buenos Aires stehen die Königsetappen rund um Belen auf der Agenda - jener Ort, an dem sich bereits 2016 die größten Dramen abspielten.

Wohl dem, der sich auf ein zuverlässiges Gerät verlassen kann: de Villiers/von Zitzewitz starten anno 2017 - wie auch ihre neuen Teamkollegen Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel - mit dem bewährten Toyota-Hilux-Pickup. Während die Buggy-Variante mit Heckantrieb in Zukunft noch weiter entwickelt wird, setzen die "Dakar"-Sieger von 2009 auf die im Detail verfeinerte Allrad-Variante. Ein verbessertes Fahrwerk, eine neue Lenkungsgeometrie sowie ein nach neuem Reglement um einen Millimeter vergrößerter Luftmengenbegrenzer sorgen insgesamt für eine bessere Fahrbarkeit des Pritschenwagens und eine größere Konkurrenzfähigkeit bei Top-Speed-Sektionen in größer Höhe.

Die GPS-Instrumente, die den Beifahrern von der A.S.O. (Amaury Sport Organisation) zur Verfügung gestellt werden und von jeher eher als Kontrollinstanz als als Navigationshilfe dienten, werden 2017 in ihrer Funktion noch stärker beschnitten. Zudem werden die bisher üblichen WPM ("Way Point Masked") weitestgehend mit sogenannten WPC ("Way Point Controlled") ersetzt. Die Konsequenz: Die natürlichen Fähigkeiten von Navigatoren, diese knifflig zu findenden Punkte anzusteuern, werden gefragt sein, um stets den korrekten Weg zu finden - ohne sich Zeitstrafen einzuhandeln. Je nachdem, wie die WPC im Gelände platziert werden, könnten sogar die Besten der Besten unter den Navigatoren lange nach dem Weg suchen - vor allem jene, die dank eines guten Ergebnisses am Vortag die Route eröffnen dürfen.

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