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WP11-12: Loeb erhöht das Tempo

09. Februar 2013 - 12:25 Uhr

Sebastien Loeb (Citroen) nimmt Sebastien Ogier (Volkswagen) auf der elften und zwölften Prüfung inSchweden einige Sekunden ab - Ogier verwaltet Vorsprung

Sebastien Loeb
Sebastien Loeb hat seinen Rhythmus gefunden und das Tempo erhöht
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Volkswagen-Werksfahrer Sebastien Ogier verwaltete am Samstagvormittag seine Gesamtführung bei der Rallye Schweden. Sein französischer Landsmann Sebastien Loeb erhöhte auf der elften und zwölften Wertungsprüfung das Tempo und verkürzte den Rückstand auf 25,2 Sekunden. Loeb entschied WP11 für sich und sein Teamkollege Mikko Hirvonen WP12. Spannend ging es im Duell um den dritten Platz zu. Mads Östberg (Ford) war schneller als Jari-Matti Latvala (Volkswagen) und verringerte den Abstand auf 1,5 Sekunden. In der WRC2 ist der Deutsche Sepp Wiegand (Skoda) als Dritter weiterhin auf Podestplatzkurs.

Im Verlaufe des Vormittags änderte Ogier seine Taktik und fuhr nicht mehr auf Angriff, sondern versuchte seine Führung zu kontrollieren. Dadurch stand der Dreikampf um den dritten Platz im Mittelpunkt. Weltmeister Loeb sicherte sich auf der 22,76 Kilometer langen "Rämmen"-Prüfung seine zweite Bestzeit bei dieser Rallye. "Ich habe versucht zu pushen. Der Grip war etwas besser und das Auto läuft bei diesen Bedingungen etwas besser. Es war eine gute Prüfung. Ich gebe mein Bestes", kommentiert der Weltmeister seine Fahrt.

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Loeb nahm Östberg 1,9 Sekunden, Ogier 2,7 und Latvala 5,9 Sekunden ab. Dadurch verringerte Loeb seinen Rückstand auf Ogier auf 26 Sekunden und setzte sich langsam von den Verfolgern ab. Latvala lag nach der elften Sonderprüfung schon 12,1 Sekunden hinter Loeb zurück und bekam Druck von Östberg, der die Lücke auf 2,2 Sekunden verkürzen konnte. "Es war eine schwierige Prüfung", meint Latvala, der sich sehr auf den Polo konzentrierte.

"Das Auto ist in Ordnung, aber ich war auf der Bremse etwas vorsichtig, weil etwas Schnee auf die Strecke befördert worden war. Ich verstehe, wo die Probleme für mich sind. Ich muss das Auto mehr über die Vorderreifen fahren. Derzeit fahre ich es noch zu sehr über die Hinterreifen, aber es ist mehr wie ein Auto mit Frontantrieb zu fahren", lautet die Analyse des Finnen. Während Latvala mit dem Auto beschäftigt war, gab Östberg mächtig Gas und pirschte sich an Latvala heran.

"Es war recht okay, es war eine sehr schnelle Prüfung", so der Norweger. "Ich musste den Aufschrieb korrigieren. Ich bin nicht zu 100 Prozent zufrieden, aber es war okay. Natürlich erwarte ich nicht, dass es einfach ist. Wir werden so weitermachen und versuchen Zeit aufzuholen." Im Gegensatz zu diesem Trio konzentrierte sich Ogier nur auf sich selbst. "Jetzt ist nicht mehr die Zeit für den Angriff, sondern ich muss kontrollieren. Ich habe zwar etwas Zeit verloren, aber es war alles okay." In den Top 10 gab es keine Platzverschiebungen.

WP12: Hirvonen gewinnt "Hagfors-Sprint"

Bevor die Autos zum Mittagsservice nach Hagfors abbogen, stand noch der 1,87 Kilometer kurze "Hagfors-Sprint" auf dem Programm. Es war eine kurze Superspecial vor hunderten Fans. Die Bestzeit sicherte sich Hirvonen, doch in der Gesamtwertung ist der Finne aufgrund seines Fehlers vom Vortag aussichtslos zurück. Sein Citroen-Teamkollege Loeb war um 2,3 Sekunden langsamer und war als Zweiter schneller als seine direkte Konkurrenz. "Auf dem Eis war es etwas rutschiger. In der Haarnadel habe ich etwas Zeit verloren."

"Es war ein guter Vormittag. Alles läuft perfekt für uns."
Sebastien Ogier

Trotzdem läuft es beim neunfachen Champion besser als am Freitag. "Ich bin glücklicher als gestern. Jetzt haben wir eine Basis für den Nachmittag. Gestern hatten wir am Nachmittag zu starkes Untersteuern. Jetzt arbeiten wir an der Abstimmung und dann sehen wir weiter." Ogier markierte hinter Jarkko Nikara (Mini) die viertbeste Zeit. Seine Führung schrumpfte auf 25,2 Sekunden. "Bei so einer Prüfung muss ich nicht voll angreifen", erläutert der Volkswagen-Fahrer.

Es gibt noch Raum für Verbesserungen: "Mein Start war nicht so gut. An der Startlinie bin ich nicht so gut. Diesen Punkt muss ich verbessern. Wir müssen überall perfekt sein. Es war ein guter Vormittag. Alles läuft perfekt für uns. So muss es weiterlaufen." Loeb konnte auf der Vormittagsschleife etwas Zeit auf Ogier gutmachen und sich von Latvala und Östberg etwas absetzen.

Spannend wurde es im Duell um Platz drei, denn Latvala liegt nur noch 1,5 Sekunden vor Östberg. "Bezüglich Jari haben wir genau das gemacht, was wir uns vorgenommen haben. Loeb hat aber das Tempo erhöht und nimmt mir Zeit ab. Es sollte anders herum sein, aber ich kann nicht mehr tun", meint Östberg, der im Jahr 2007 im Hagfors-Sprint seine erste Karriere-Bestzeit erzielt hatte. "Ich pushe weiter, aber ich will die Limits nicht überschreiten. Ich versuche es weiter."

Latvala arbeitete weiter an seinem Fahrstil. "Wir brauchen mehr Traktion, aber ich muss auch meinen Fahrstil verbessern. Die letzten Details fehlen noch." Im Mittagsservice plant der Finne keine großen Veränderungen an der Abstimmung. Die weiteren Plätze blieben unverändert. Ab Rang fünf folgt die Ford-Armada Jewgeni Nowikow, Juho Hänninen, Thierry Neuville, Henning Solberg und Martin Prokop. Dani Sordo ist im Citroen Zehnter.

In der WRC2 führt weiterhin Anders Gröndal (Subaru) vor Yazeed Al-Rajhi (Ford). Der Deutsche Sepp Wiegand liegt mit seinem Skoda auf Platz drei.

Gesamtwertung nach 12 von 22 Prüfungen (Top 10):
01. Sebastien Ogier (Volkswagen) - 1:47:21,3 Stunden
02. Sebastien Loeb (Citroen) +25,2 Sekunden
03. Jari-Matti Latvala (Volkswagen) +39,0
04. Mads Östberg (Ford) +40,5
05. Jewgeni Nowikow (Ford) +1:25,3 Minuten
06. Juho Hänninen (Ford) +2:23,4
07. Thierry Neuville (Ford) +2:32,0
08. Henning Solberg (Ford) +4:16,8
09. Martin Prokop (Ford) +6:12,8
10. Dani Sordo (Citroen) +7:26,9

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