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Speedbrain: Schnell, aber kein Glück

15. Januar 2012 - 20:57 Uhr

Der erhoffte Podestplatz konnte zwar nicht errungen werden, doch das Husqvarna by Speedbrain-Team zieht eine positive Bilanz unter die Rallye Dakar 2012

Joan Barreda Bort
Joan Barreda Bort hat eine Etappe im Kampf gegen die KTM-Stars gewonnen
© Speedbrain

(Motorsport-Total.com) - Das Husqvarna Rallye-Team by Speedbrain zieht nach der letzten Etappe eine positive Bilanz der diesjährigen Rallye Dakar. Von fünf gestarteten Teampiloten haben vier das Ziel in Lima erreicht. Es ist erfreulich für das Team und die Marke Husqvarna, dass sich das neue Bike schon beim ersten Dakar-Einsatz bewährt hat und ohne einen einzigen technischen Ausfall ganz vorne mitfahren konnte.

Sechs Podiumsplätze bei einzelnen Etappen, darunter ein Etappensieg stehen in den Ergebnislisten des Teams. Das war ein Teil der Zielvorgabe, die sich das Team vor der Dakar gesetzt hatte. Damit erwies sich Speedbrain als konstant schnelles Team mit zwei Fahrern, die regelmäßig in der Spitze mitmischten - auch wenn der angestrebte Podestplatz in der Endabrechnung nicht erreicht wurde.

Die herausragende Motivation des ganzen Teams wurde durch eine Strafzeitentscheidung gegen Paulo Goncalves auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Hinzu kam noch das Pech von Joan Barreda Bort, der nach einem Sturz und einem Hinterradschaden bereits in der dritten bzw. vierten Etappe erhebliche Zeitverluste hinnehmen musste, die bis zum Finale nicht mehr wettzumachen waren.

"Fahrerisch konnte Joan mit den beiden Topleuten im Rennen mithalten, was die Resultate in den Tageswertungen klar beweisen. Joan hätte es eigentlich verdient gehabt, mit auf dem Gesamt-Podium zu stehen", so Teamchef Wolfgang Fischer. Und Paulo Goncalves wäre ohne die für das Team unverständliche Entscheidung am Grünen Tisch wohl auch unter den Top 5 im Endklassement gelandet.

Barreda Bort wurde übrigens von vielen Seiten als die Entdeckung der diesjährigen Dakar bezeichnet. Er konnte von Anfang an den Speed der Topleute mitgehen und wird als Mann der Zukunft gehandelt. Jose Manuel Pellicer erwies sich als hervorragende Teamergänzung. Er war immer parat, wenn Not am Mann war. So konnte er Barreda Bort zum Beispiel bei seinem Hinterradproblem helfen. Obwohl er sehr spät ins Team nachgerückt ist, hatte er sich sehr schnell den Respekt aller erarbeitet und sich prima in die Struktur integriert.

Ze Helio fuhr ein konstantes und sicheres Rennen in den Top 20. An seiner Leistung kann man messen, dass die Konkurrenz bei der Dakar speziell im vorderen Feld von Jahr zu Jahr stärker wird. Der fünfte Fahrer, Ike Klaumann, der sturzbedingt ausscheiden musste, ist auf dem besten Weg der Genesung. Das Team wünscht ihm aus Lima alles Gute. Nach der Siegerehrung geht es am Dienstag für das gesamte Team zurück in die Heimat, wo schon die Vorbereitungen für die neue Saison anstehen.

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