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Die Gefahr bei der Dakar ist nicht neu

06. Januar 2008 - 12:24 Uhr

Die Rallye Dakar 2008 musste aus Sicherheitsgründen abgesagt werden, Angriffe und Drohungen hat es bei dem Klassiker aber schon öfter gegeben

Rallye Dakar
Schon öfter war die Rallye Dakar das Ziel von Terrordrohungen und Angriffen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Was genau die Terrorgruppen der Rallye Dakar gedroht haben, das weiß bisher nur die französische Regierung. Es muss eine massive Drohung gewesen sein, wenn die Regierung keinen anderen Schritt mehr wusste, als den Veranstaltern zur Komplettabsage zu raten. Denn Drohungen und Angriffe sind nichts Neues bei der Dakar.

1991 wurde auf der neunten Etappe der "Paris-Dakar" Citroën-Mitarbeiter Charles Cabannes erschossen, als er zwischen Tillia und Gao durch ein Dorf gefahren ist. Die folgenden beiden Etappen wurden abgesagt. Der Täter wurde nie gefasst.

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1992 versuchten Rebellen, die Rallyeorganisatoren zu erpressen. Daraufhin wurde die siebte Etappe zwischen NGuimi und Ndjamena abgesagt. Für den restlichen Verlauf übernahm die französische Armee den Schutz der Veranstaltung.

1993 musste die Etappe in Algerien wegen Terrordrohungen abgesagt werden.

Bei der Rallye Granada-Dakar 1996 fuhr einer der Renntrucks zwischen den marokkanischen Foum El Hassman und Smara auf eine Landmine, die während eines früheren politischen Konflikts verlegt worden war. Der Mercedes-Truck explodierte.

1997 haben Touareg kurz vor dem Start der Rallye zwei Menschen erschossen. Darauf sagten die Veranstalter die Etappe von Gao nach Tahoua ab und ließen die Teilnehmer stattdessen von Gao nach Menaka fahren.

Die Rallye Dakar-Kairo musste 2000 wegen Terrordrohungen im Niger gleich für fünf Tage unterbrochen werden. Mit zwei riesigen russischen Transportflugzeugen vom Typ Antonow 124 wurden in 18 Flügen rund 1500 Personen, 64 LKW, 150 Autos und 144 Motorräder nach Lybien ausflogen. Dort wurde die Rallye fortgesetzt.

Im Jahr 2004 gab es Drohungen in Nema in Mali. Zwei Etappen wurden abgesagt, die Teilnehmer der Automobil- und LKW-Wertungen wurden mit einer Militäreskorte nach Dioulasso gebracht, wo die Rallye fortgesetzt wurde. Die Motorradpiloten flogen dorthin.

Im vergangenen Jahr 2007 mussten in Mali die Etappen zwischen Nema und Timbuktu abgesagt werden, weil es Terrordrohungen der Al Kaida gegeben hatte.