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Rallye mit Tannen und Röhrl

Im Januar fand zum ersten, aber nicht zum letzten Mal die Schwarzwald Winter Challenge statt. Als Stargast war Walter Röhrl mittendrin.

(Motorsport-Total.com/Classic-Car.TV) - Mit der Schwarzwald Winter Challenge ist im Januar erstmals eine Winter-Rallye in Durbach gestartet. Vielseitigkeit hatte sich Initiator Dominic Müller, selbst begeisterter Oldtimerbesitzer mit Rennlizenz und Hotelier aus Durbach, auf die Fahne geschrieben. Das Teilnehmerfeld war auf 40 Fahrzeuge, deren Fahrer und Beifahrer beschränkt. "Wir wollten den Teilnehmern eine familiäre Atmosphäre bieten". Zu den knapp 40 Startern gehörte, neben dem ehemaligen Rennfahrer und Lokalmatador Mario Ketterer aus Freiburg und Martin Utberg, Formel-1-Testfahrer und Rallye-Profi, mit Walter Röhrl auch der beste Rallye-Fahrer aller Zeiten.

chwarzwald Winter Challenge 2018

Oldies und Kurven: Die Schwarzwald Winter Challenge Zoom

Den prominenten Ehrengast haben die Autobegeisterten wohl der guten Beziehung von Rallyeleiter Karlheinz Schott zu verdanken. "Mich hat aber auch der Winter angezogen und der Gedanke, eine Rallye im Schnee zu absolvieren", sagte Röhrl. Heute geht es Röhrl, gebürtig in Regensburg, nicht mehr um Bestzeiten. "Es geht mehr darum, mit Leuten zusammen zu sein, die genauso Benzin im Blut haben und verrückt nach Autos sind wie ich. Wir reden in den Rallyes viel über Autos, und das ist das Gebiet, worüber ich als einziges wirklich Bescheid weiß", schmunzelte der Fahrer des Jahrhunderts.

Am Start waren echte Rennklassiker wie unter anderem ein Audi Quattro, Porsche 911er, ein Opel Ascona A, ein formschönes Lancia Flavia Coupé, ein Volvo Amazon, ein Jaguar MKII aus den 60er-Jahren und die beiden ältesten Fahrzeuge im Tross - ein Porsche 356 der ersten Baureihe und einen Austin Healy 3000, beide Baujahr 1959. Am Ende war es dennoch ein Opel Kadett C Coupé BJ 1979 welcher die Nase vorn hatte.

500 Kilometer durch den Schwarzwald

Die dreitägige Rallye führte auf rund 500 Kilometern von Durbach durch den Hochschwarzwald und wieder zurück. Wobei die Geschwindigkeit bei der Rallye nicht im Vordergrund stand. Im Unterschied zu den meisten Oldtimerrallyes gab es Gleichmäßigkeitsprüfungen, bei denen die Teilnehmer eine bestimmte Durchschnittsgeschwindigkeit fahren mussten, Soll und Richtzeitprüfungen und neben Fahrprüfungen auch herausfordernde Geschicklichkeitsprüfungen.

Nach der technischen Abnahme und einem vom Walter Röhrl persönlich geleiteten Fahrsicherheitstraining auf dem Offenburger Flughafen, ging es über Gengenbach und Kehl nach Urloffen. Ziel war die dortige Kartbahn - ganz sicher rückblickend eines der Highlights der Rallye. Die zweite Etappe führte die Teilnehmer dann über Hausach, Gutach, Hornberg, Elzach und Ettenheim zurück zum Ziel am Festplatz Durbach. Die Herausforderungen kamen auch am letzten Tag der Rallye nicht zu kurz.

So kostete es insbesondere die Rallye-Legende Röhrl, das Genie auf Rädern, an der Sommerrodelbahn in Gutach doch etwas Überwindung, der Technik zu vertrauen und sich auf dieses neue Fahrerlebnis auf Kufen einzulassen. Mit Rennfahrer Mario Ketterer als Fahrer zur Sicherheit und in Bestzeit bestand er, zur Freude und Begeisterung der angereisten Zuschauer, aber auch diese Prüfung.

Wie an den Tagen zuvor bewies Röhrl einmal mehr, dass er auch im Alter von 70 Jahren nix verlernt hat und noch immer Publikumsmagnet für Jung und Alt ist. Die Rallye hat nicht nur die Teilnehmer, Zuschauer und Initiatoren begeistert, sondern auch eine Spendensumme von ca. 7.400 EUR eingespielt. Das Geld kommt der deutschen Kinderkrebshilfe zugute.

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