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KTM

 
Steckbrief
Fahrer Bradley Smith
Pol Espargaro
Porträt (Stand Januar 2017) KTM ist eine österreichische Motorradmarke, die seit dem Jahr 2012 der größte Motorradhersteller Europas ist. Im Motorsport feierte KTM bei der Rallye Dakar und in der Motocross-Szene unzählige Erfolge. 2017 steht für den Hersteller mit dem MotoGP-Einstieg die größte Bewährungsprobe bevor. Doch KTM ist schon seit einigen Jahren in der Motorrad-WM aktiv und konnte bereits einige WM-Titel feiern.

2003 stieg KTM in die 125er-Klasse ein und konnte gleich den damals amtierenden Weltmeister Arnaud Vincent verpflichten. Bald kam auch Mika Kallio hinzu und 2004 der spätere MotoGP-Champion Casey Stoner. Dem Australier gelang auch in Malaysia der erste Grand-Prix-Sieg. 2005 wurde für KTM die erfolgreichste Saison in der Achtelliterklasse. Mika Kallio, Gabor Talmacsi und Julian Simon konnten allesamt Rennen gewinnen. Der WM-Titel ging aber wegen Unstimmigkeiten zwischen Kallio und Talmacsi an Honda-Fahrer Tom Lüthi.

Außerdem brachte KTM in der Saison 2005 auch ein Motorrad in der 250er-Klasse an den Start. Anthony West holte einen Podestplatz. 2006 ging es ohne Talmacsi weiter, der für den nicht gewonnen WM-Titel verantwortlich gemacht wurde. Kallio war in der 125er-Klasse das Zugpferd, aber der Finne wurde wieder "nur" Vizeweltmeister. In der 250er-Klasse fuhr KTM mit zwei Fahrern, wobei Hiroshi Aoyama zwei Sieg holen konnte.

2007 starteten Kallio und Aoyama in der 125er-Klasse, beide konnten je zwei Rennen gewinnen, doch bei der Vergabe des WM-Titels spielten sie keine Rolle. In der 125er-Klasse trat KTM mit drei Fahrern an. Tomoyoshi Koyama holte einen Sieg und wurde WM-Dritter. 2008 blieb KTM in der kleinsten Klasse sieglos, Kallio gewann drei 250er-Rennen und schloss die Saison als WM-Dritter ab.

2009 trat KTM nur noch in der 125er-Klasse an. Neben Supertalent Marc Marquez bekam US-Boy Cameron Beaubier eine Chance. Beide konnten aber keine großen Erfolge erzielen, Marquez stand einmal als Dritter auf dem Podest. Schließlich zog sich KTM Ende 2009 aus wirtschaftlichen Gründen aus der Weltmeisterschaft zurück. Nach drei Jahren Pause kehrten die Österreicher 2012 in die neue Moto3-Klasse mit einem Viertaktmotor zurück.

Das Projekt wurde ein voller Erfolg. Im Team von Aki Ajo wurde Sandro Cortese 2012 Moto3-Weltmeister. Seither gilt der Rennstall als eine der besten Adressen. Luis Salom wurde 2013 WM-Dritter, Jack Miller 2014 Vizeweltmeister und Miguel Oliveira 2015 ebenfalls Vizeweltmeister. 2016 dominierte Brad Binder die Saison und wurde verdient Champion. 2013 konnte KTM sogar alle 17 Saisonrennen gewinnen.

2014 wurden die Planungen für den MotoGP-Einstieg konkreter. Im Herbst 2015 fand schließlich auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg das erste Rollout der RC16 statt. 2016 wurde ein Testjahr, beim Saisonfinale in Valencia absolvierte Kallio einen Wildcard-Start. Für die ersten beiden Jahre in der Königsklasse wurden Bradley Smith und Pol Espargaro verpflichtet. Da KTM außerdem ab 2017 auch in der Moto2 antreten wird, ist die österreichische Marke künftig in allen drei Klassen vertreten.
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Techn. Direktor Sebastian Risse
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