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Marc Marquez schließt Honda-Teamorder in Valencia aus

05. November 2017 - 12:25 Uhr

Auch wenn er vollstes Verständnis für Teamorder bei Ducati zeigt, will Marc Marquez bei Honda davon nichts wissen und ein MotoGP-Finale in Valencia ohne Absprachen

Marc Marquez
Marc Marquez will seinen vierten WM-Titel in der MotoGP aus eigener Kraft gewinnen
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Mit 21 Punkten Vorsprung geht MotoGP-Weltmeister Marc Marquez in das letzte Rennen der Saison 2017. Die Chancen des Honda-Piloten, am kommenden Wochenende in Valencia seinen vierten Titel in der Königsklasse zu feiern, stehen mehr als gut. Doch die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass in einem Saisonfinale alles passieren kann, weshalb Andrea Dovizioso (Ducati) die Hoffnung auf den Titelgewinn auch längst nicht aufgegeben hat.

Beim Großen Preis von Malaysia konnte der Italiener mit seinem Sieg Marquez wichtige Punkte abnehmen. Dabei spielte zumindest hintergründig auch eine Stallorder seitens Ducati eine Rolle. Denn Doviziosos Teamkollege Jorge Lorenzo war in Führung liegend signalisiert worden, die Plätze zu tauschen, was sich nach einem Fehler des Spaniers jedoch erübrigte. Dennoch musste sich Ducati im Anschluss zum Thema Teamorder erklären.

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Marquez zeigte für das Vorgehen der Konkurrenz bereits kurz nach dem Rennen, das er als Vierter abschloss, Verständnis. Stallorder sei in einer solcher Situation "völlig normal". Nun bekräftigt der Spanier, dass er an Lorenzos Stelle dasselbe getan hätte, und erklärt: "Du kämpfst vielleicht um den Sieg, aber dein Teamkollege und dein Hersteller kämpfen um den Titel. Diese Dinge sind schwer zu akzeptieren, aber Teil deines Jobs."

Für sich und sein Team schließt er Ähnliches beim anstehenden Saisonfinale jedoch kategorisch aus: "In Valencia wird es keine Teamorder bei Honda geben. Die beste Teamorder wäre, wenn Dani (Pedrosa; Anm. d. R.) dort gewinnen würde." Tatsächlich ist der kleine Spanier in Valencia Rekordsieger. Sechsmal stand er ganz oben auf dem Treppchen, dreimal davon in der MotoGP. Zuletzt gelang ihm das allerdings im Jahr 2012.

"Er muss seine 100 Prozent geben. Es ist eine der besten Strecken für ihn, denn er ist hier immer sehr schnell und könnte gewinnen", urteilt Marquez. Ihm selbst würde ein elfter Platz zum Titelgewinn reichen, sollte WM-Konkurrent Dovizioso beim Finale siegen. Dann hätte er noch immer ein Pünktchen Vorsprung auf den Italiener, der auf einen Patzer des Weltmeisters hoffen muss. Doch das ist natürlich nicht Marquez' Anspruch.

"Ich werde versuchen, in allen Trainingssessions mein Bestes zu geben. Dann werden wir im Warm-up sehen, wo wir stehen und was wir leisten können", blickt der Honda-Pilot voraus. "Ich werde das Rennen sicher nicht starten, um Elfter zu werden." Zu viel riskieren darf der 24-Jährige aber auch nicht, sonst löst sich der Punktevorsprung schnell in Luft auf. Es ist übrigens das 16. Mal seit 1949, dass die Titelentscheidung im finalen Rennen fällt.

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