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Gefährlichste Strecke: Fahrer kritisieren Spielberg im Regen

15. August 2017 - 08:03 Uhr

Leitplanken nahe an der Strecke, zu kleine und asphaltierte Sturzräume, wenig Grip im Regen - Die MotoGP-Fahrer kritisieren die Sicherheit des Red-Bull-Rings

Spielberg, Red-Bull-Ring
Im Regen ist der Red-Bull-Ring für die MotoGP-Fahrer nicht sicher genug
© Michelin

(Motorsport-Total.com) - Der Red-Bull-Ring in Österreich ist die schnellste Strecke im MotoGP-Kalender. Einige Fahrer äußerten vor allem nach dem teilweise verregneten Freitag Sicherheitsbedenken. Am stärksten regnete es im ersten Freien Training der Moto2-Klasse. Reihenweise stürzten die Fahrer vor allem in den Anbremszonen zu den Kurven 1 und 3. Bemerkenswert war an den vielen Stürzen, dass die Fahrer noch geradeaus fuhren und dann schlagartig wegrutschten.

Es erwischte insgesamt elf Fahrer. "Selbst im Trockenen blockiert der Vorderreifen dort sehr stark. Viel öfter als normal", berichtet Jonas Folger über die ersten beiden Bremspunkte. "In der Sicherheitskommission haben sie uns gesagt, das liegt am Gummi der Formel 1. Das macht es so rutschig. Für das nächste Jahr versuchen sie, die Strecke zu säubern, um diesen Gummi zu entfernen." Schon im Laufe des Wochenendes wurden die Anbremszonen gereinigt und versucht, dem Asphalt mehr Grip zu verleihen.

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Die Strecke wurde letztmals neu asphaltiert, als feststand, dass die MotoGP 2016 nach Österreich zurückkehrt. Pramac-Pilot Danilo Petrucci hält fest, dass der strenge Winter keine Risse im Asphalt verursacht hat. "Sie haben uns gesagt, dass sie die Strecke reinigen. Im nächsten Jahr wollen sie es mit Sand versuchen, um mehr Grip zu generieren. Die Situation in der Moto2 war nicht akzeptabel. Wir sind um 50 km/h schneller und das ist die gefährlichste Strecke im Kalender."

Problematisch sind auch die Leitplanken, die nahe an der Strecke stehen, vor allem vor Kurve 1. Das verregnete Moto2-Training hatte außerdem gezeigt, dass die gestürzten Fahrer auf der nassen, spielgelglatten asphaltierten Auslaufzone mit hohem Tempo dahinrutschten und es lange dauerte, bis sie zum Stillstand kamen. Aber auch bei Moto3-Stürzen im kurvigen Abschnitt, wo es Kiesbetten gibt, kamen die Motorräder und Fahrer den Airfences gefährlich nahe. Und die MotoGP-Bikes sind schneller und schwerer.

Unfall von Luis Salom als mahnendes Beispiel

Am Samstag sprachen sich einige MotoGP-Fahrer dafür aus, dass sie nicht fahren werden, sollte es regnen. Zum Glück war der Wettergott gnädig und sorgte am Samstag und Sonntag für perfekte Bedingungen. "Ich werde nicht fahren, sollte es nass sein", findet Aleix Espargaro deutliche Worte. "Alle haben in der Sicherheitskommission gesagt, dass sie im Nassen nicht fahren. Aber wenn die Ampel auf grün schaltet, wird dann trotzdem jeder fahren. Ich werde aber sicher nicht der Erste auf der Strecke sein."

Aleix Espargaro
Aleix Espargaro erinnert an seinen in Barcelona tödlich verunglückten Freund
© LAT

Der Mix aus rutschiger Anbremszone, nahestehenden Leitplanken und asphaltierten Auslaufzonen macht den Red-Bull-Ring vor allem im Regen extrem gefährlich. Espargaro nennt ein mahnendes Beispiel: "In der Moto2 haben wir gesehen, dass es super gefährlich ist, aber sie fahren nur mit einem Straßenmotor. Wir kommen dort mit 300 km/h an. Wenn das Vorderrad mit 300 blockiert, landet das Motorrad sicher in der Streckenbegrenzung. Das Motorrad ist mir egal, aber auch wir werden in der Streckenbegrenzung landen."

"Beim Unfall von Luis Salom haben wir gesehen, dass sein Motorrad die Streckenbegrenzung getroffen und dann davon abgeprallt ist. Das hat ihn getötet", verweist Espargaro auf den schrecklichen Unfall in Barcelona 2016. Am nassen Freitag drehte außerdem Sicherheitsberater Loris Capirossi mit der KTM Demorunden. Obwohl er langsam und vorsichtig fuhr, blockiert auch bei ihm das Vorderrad in der Anbremszone extrem. "Als er uns das erzählt hat, waren wir alle wütend", berichtet Espargaro aus der Sicherheitskommission.

Kritische Worte findet auch Cal Crutchlow: "Glaubst du ernsthaft, dass Loris so bremst wie wir? Er wäre fast gestürzt. Wie er sitzen geblieben ist, weiß ich nicht. Es ist unmöglich. Wer auch immer dieses Risiko eingehen will, ich mache es nicht. Ich war nicht der einzige, der das gesagt hat. Und es gibt Fahrer mit mehr Einfluss als ich, die das auch gesagt haben. Hast du das Rookies-Cup-Rennen gesehen? Etwa 15 von ihnen sind gestürzt, und das überall beim geradeaus fahren. Das sind Moto3-Bikes. Wir fahren mit Carbon-Bremsen!"

Dorna, FIM und die Streckenbetreiber werden für das nächste Jahr nach Lösungen suchen. Ob Leitplanken versetzt und Auslaufzonen vergrößert werden, ist zu diesem Zeitpunkt noch offen. "Ich glaube, dass dieses Thema sehr wichtig ist", betont Dani Pedrosa. "Wir können nicht darauf hoffen, dass es nicht regnet. Wir müssen den Grip und die Auslaufzonen verbessern. Vielleicht brauchen wir an den betreffenden Stellen auch Kiesbetten."

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