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MotoGP-Team von Rossi: Ezpeleta würde Türe offenhalten

17. März 2017 - 11:50 Uhr

Sollte Valentino Rossi sein VR46-Team auch auf die MotoGP ausweiten, will ihn Carmelo Ezpeleta unterstützen - Das derzeitige Feld ist auf 24 Startplätze begrenzt

Nicolo Bulega
Neben der Moto3 (Bild) ist das VR46-Team künftig auch in der Moto2 dabei
© GP-Fever.de

(Motorsport-Total.com) - Valentino Rossi kümmert sich seit einigen Jahren verstärkt um den italienischen Nachwuchs. Seit 2014 ist das VR46-Team in der Moto3-Klasse aktiv. Nun erfolgt die weitere Expansion in die Moto2-Klasse. Für Francesco Bagnaia und Stefan Manzi werden 2017 zwei Kalex-Motorräder eingesetzt. Mit dem italienischen Pay-TV-Anbierter Sky verfügt die Nachwuchsschmiede über einen potenten Sponsor. Der nächste logische Schritt wäre in Zukunft ein MotoGP-Kundenteam - spätestens wenn Rossi seinen Helm an den Nagel hängt.

Derzeit ist das Starterfeld in der Königsklasse auf maximal 24 Plätze festgesetzt. Darauf einigten sich im Vorjahr Dorna, IRTA und FIM. Der 24. und letzte offene Platz ist für Lucio Cecchinello reserviert, wenn es der Italiener schafft, seinen Rennstall wieder auf zwei Motorräder zu erweitern. Anfragen von neuen Herstellern oder Teams werden nicht angenommen, wie Carmelo Ezpeleta im Vorjahr bei einer Pressekonferenz auf dem Sachsenring festhielt: "Wir wollen damit die bestehenden MotoGP-Teams unterstützen."

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Sollte Rossi in Zukunft ernsthaft ein eigenes MotoGP-Team in Betracht ziehen, dann will Ezpeleta darüber nachdenken. "Wenn Rossi entscheidet, ein eigenes Motorrad einzusetzen, dann werden wir darüber reden, weil Rossi etwas Besonderes ist", wird der Dorna-Chef von der spanischen Tageszeitung 'AS' zitiert. "Er hat schon ein Moto3- und Moto2-Team. Würde er auch eines in der MotoGP haben wollen, dann würde ihm keines der existierenden Teams den Startplatz verwehren."

Für die Kundenteams ist 2017 ein entscheidendes Jahr, denn sie erhalten zusätzliches Geld. Die Leasingrate für ein Motorrad wurde exklusive Sturzteile auf 2,2 Millionen Euro festgelegt. Die Teamvereinigung IRTA zahlt den Teams pro Fahrer zwei Millionen Euro plus 800.000. Euro. Damit erhält ein privater Rennstall mit zwei Fahrern eine finanzielle Unterstützung von 5,6 Millionen Euro. Die Budgets der Satellitenteams liegen zwischen sieben und zehn bis zwölf Millionen Euro. Die Differenz muss über Sponsoren eingenommen werden.

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