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BMW: Ein Sieg und Schwierigkeiten

10. Juni 2013 - 14:12 Uhr

Marco Melandri gewinnt in Portugal das erste Rennen, doch hat dann im zweiten Lauf mit massivem Reifenabbau Mühe - Solide Punkte für Chaz Davies

Sylvain Guintoli, Marco Melandri
Im ersten Rennen besiegte Marco Melandri (33) Sylvain Guintoli (50) knapp
© Aprilia

(Motorsport-Total.com) - BMW kann der Liste der Rennstrecken, auf denen man in der FIM Superbike-Weltmeisterschaft gewonnen hat, eine weitere hinzufügen. Werksfahrer Marco Melandri feierte den Sieg im ersten der beiden Rennen in Portimao. Es war für den Italiener der zweite und für das Team der vierte Sieg in dieser Saison. Im zweiten Rennen hatte Melandri mit massiver Abnutzung am Hinterreifen zu kämpfen und wurde Zwölfter. Sein Teamkollege Chaz Davies belegte in einem schwierigen ersten Rennen Platz sechs.

Zum zweiten Rennen konnten Davies und seine Crew die Abstimmung seiner BMW S 1000 RR verbessern. Der Brite hatte ein besseres Gefühl und wurde Fünfter. Nach sechs Rennwochenenden der Saison 2013 belegt Melandri mit 156 Punkten den vierten Platz der Fahrerwertung. Direkt dahinter folgt Davies mit 133 Punkten als Fünfter. In der Herstellerwertung hat sich BMW mit nun 211 Punkten wieder auf den zweiten Platz verbessert.

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"Es war nicht einfach, das erste Rennen zu gewinnen, denn zu Beginn hatte ich einige Schwierigkeiten mit der Traktion", sagt Melandri. Lauf eins war der viertknappste Zieleinlauf der Superbike-Geschichte. "Doch dies wurde nach zehn Runden besser und das Fahren wurde einfacher für mich. Dadurch konnte ich wieder näher an die Spitze heranfahren. Als ich in Führung lag, war es sehr schwierig, denn es war sehr windig. Es war alles andere als einfach, vorn zu bleiben."

"Als Tom mich überholte, hat er die Tür zugemacht. Vielleicht dachte er, dass er schon vor mir war, aber er hat mich von der Strecke gedrängt. Als ich zurückkam, hatte ich keinen speziellen Plan, sondern habe einfach so gut ich konnte Druck gemacht. Ich habe versucht, möglichst bald wieder an Tom vorbeizukommen, denn Sylvain war sehr schnell und er hat versucht, davonzuziehen. Als ich auf Guintoli aufgeschlossen hatte, bot sich die Gelegenheit, ihn zu überholen, und ich habe sie genutzt."

"Die letzte Runde zu beschreiben, ist sehr schwierig. Es ging sehr eng zu und ich habe einfach so gut ich konnte Gas gegeben. Ich war sehr glücklich, danke an alle bei BMW. Auch im zweiten Rennen hätte ich ganz sicher auf das Podium fahren können. Doch stattdessen hat mein Hinterrad in der zweiten Runde begonnen zu vibrieren. Ab Runde drei ließ der Grip nach, und dann war der Reifen ganz hinüber. Deshalb begann das ganze Bike zu vibrieren, und es war schwierig zu fahren. Ich habe alles gegeben, was mir in dieser Situation möglich war. Nun freue ich mich auf Imola."

Davies erlebte ebenfalls zwei unterschiedliche Rennen: "Das erste Rennen war etwas frustrierend. Mein Start war nicht besonders gut, und während der ersten Runden war ich in der falschen Gesellschaft und habe eine Menge Zeit verloren. Es hat zwar mein Rennen nicht ruiniert, aber es hat mich daran gehindert, ein unserem Potenzial entsprechendes gutes Ergebnis zu holen. Zur Rennmitte konnte ich fast dasselbe Tempo gehen wie die Jungs an der Spitze, und es wäre schön gewesen, mit ihnen zusammen davonzuziehen."

Davies: In Lauf zwei lief es besser

"In der Schlussphase ließ unsere Performance etwas nach, da wir etwas an Grip verloren, auch vorne, wo wir einen härteren Vorderreifen aufgezogen hatten, um mehr Stabilität zu haben. Für das zweite Rennen haben wir etwas gepokert, da wir nicht viel zu verlieren hatten. Wir haben sowohl einen anderen Vorder- als auch einen anderen Hinterreifen aufgezogen und auch kleine Änderungen an der Aufhängung vorgenommen", schildert Davies die Arbeit zwischen den beiden Läufen

Chaz Davies
Der Brite Chaz Davies kam als Sechster und Fünfter ins Ziel
© BMW AG

"Und tatsächlich lief es im zweiten Rennen viel besser als im ersten. Ich war mit dem Bike wesentlich zufriedener, auch wenn ich vor allem in den ersten beiden Runden nicht ganz so viel Grip hatte wie ich mir gewünscht hätte. Doch ab Runde drei haben die Reifen die nötige Haftung aufgebaut. Leider haben wir wieder einmal erst sehr spät den richtigen Weg gefunden, aber alles in allem haben wir im zweiten Lauf eine bessere Leistung gezeigt, auch wenn sie noch nicht gut genug war. Von daher würde ich sagen, dass ich 'semi-glücklich' bin."

Teamchef Andrea Buzzoni durfte sich über den spannenden Sieg im ersten Rennen freuen: "Der Tag hat mit dem Sieg in der Superstock-Klasse schon sehr gut begonnen, und er ging noch besser weiter, dank Marcos fantastischer Leistung im ersten Rennen, dass er ganz knapp gewonnen hat. Im zweiten Lauf kam er leider wegen eines Problems mit den Hinterreifen nicht über Rang zwölf hinaus, aber er hat damit immerhin noch vier weitere Punkte gesammelt."

"Über dieses Ergebnis sind wir recht enttäuscht, denn Marco hätte wieder auf das Podium fahren können, doch die Umstände ließen dies nicht zu. Chaz hatte einen schwierigen Samstag mit seinem Sturz, der auch physische Auswirkungen hatte. Dennoch ist er zwei großartige Rennen gefahren: im ersten Lauf wurde er Sechster, in Lauf zwei Fünfter. Das sind angesichts seiner Startposition zwei sehr gute Ergebnisse."

Díe Arbeit geht weiter

Technikdirektor Andrea Dosoli muss die Probleme analysieren: "Es war ein Tag der gemischten Gefühle für uns. Für BMW war es klasse, zwei von drei Rennen zu gewinnen. Erst war das Superstock-Team mit Sylvain erfolgreich, und dann haben wir mit Marco das erste der Superbike-Rennen gewonnen. Die harte Arbeit, die die Jungs nach Donington geleistet haben, hat sich ausgezahlt. Wir haben das Bike verbessert und konnten Marco ein konkurrenzfähigeres Paket zur Verfügung stellen. Dies hat er optimal genutzt."

"Wir müssen ihm für das, was er geleistet hat, gratulieren. Es war eine gute Entscheidung, nach Donington zum Testen zu gehen. Auch wenn wir in den Rennen gesehen haben, dass es uns noch etwas an Stabilität mangelt und dass wir uns für die Zukunft weiter steigern müssen, muss ich insgesamt sagen, dass unser Paket zumindest auf Marcos Seite recht konkurrenzfähig war. Chaz war durch seine Startposition beeinträchtigt. Im ersten Rennen hat er viel Zeit verloren, als er andere überholen musste. Im zweiten Rennen hat er sich von Anfang an besser gefühlt, und er konnte nach vorn aufholen."

"Rang fünf ist ein sehr gutes Ergebnis, wenn man von Startplatz zwölf kommt. Auch auf seiner Seite müssen wir noch am Motorrad arbeiten. Wir müssen sein Gefühl für die RR verbessern und sicherstellen, dass er in Imola sein ganzes Potenzial zeigen kann. Marcos zweites Rennen würden wir am liebsten vergessen. Wir bekamen es mit unerwartet massiver Abnutzung des Hinterreifens zu tun. Wir müssen nun die Hardware, also zum Beispiel Reifen und Aufhängung, sowie die Daten analysieren um herauszufinden, was der Grund für diese ungewöhnlichen Schwierigkeiten war."

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