Aktuelle Bildergalerien
ANZEIGE
ANZEIGE
Aktuelle Top-Motorrad-Videos
Die aktuelle Umfrage

Ist der Sieg in Misano der Auftakt für weitere Erfolge von Valentino Rossi?

Ja, auch mit 35 Jahren ist er noch der Beste.
Nein, Marc Marquez ist stärker.
Formel 1 und Motorsport als App für iOS, Android, Bada und WAP
Folgen Sie uns!
Motorsport-Total.com bei Facebook Motorsport-Total.com bei Google+ Motorsport-Total.com bei Twitter RSS-Feeds von Motorsport-Total.com
Sie sind hier: Home > Motorrad > Newsübersicht > Moto3

Albacete-Test: Salom lebt sich bei KTM ein

17. November 2012 - 23:12 Uhr

Luis Salom testete in Albacete erstmals die Werks-KTM - Arthur Sissis arbeitete in Spanien mit dem neuen KTM-Prototypen für 2013

Luis Salom
Vizeweltmeister Luis Salom soll KTM im kommenden Jahr zum Titel führen
© KTM

(Motorsport-Total.com) - Im Anschluss an das Saisonfinale in Valencia übersiedelte das KTM-Werksteam ins nahegelegene Albacete. Dort führte am Mittwoch und Donnerstag vergangener Woche KTM die ersten und gleichzeitig letzten Wintertestfahrten durch. Vizeweltmeister Luis Salom stieg erstmals auf das österreichische Motorrad. Der Spanier fuhr 2012 im RW-Racing-Team eine Kalex-KTM und zählte aufgrund seiner Konstanz zu den Toppiloten. Da Salom den Platz von Weltmeister Sandro Cortese übernommen hat, zählt er auch zu den Titelanwärtern 2013. In Albacete war auch Arthur Sissis im Einsatz.

Der Australier testete Entwicklungsteile am neuen Motorrad für die kommende Saison. Mit diesem Bike wurde Cortese in Valencia Zweiter. Viel Aufmerksamkeit wurde Saloms ersten Runden auf der KTM zuteil. Das Wetter gestaltete die Testfahrten aber als schwierig, denn auch in Albacete herrschten nasskalte Bedingungen. Dennoch war Saloms erster Eindruck von der KTM positiv. "Das Motorrad ist gut. Für mich ist aber alles neu und ich muss viel lernen."

ANZEIGE

"Ich muss noch ein Gefühl für das Motorrad bekommen und das Team kennenlernen, denn alle Mitarbeiter sind für mich neu. Mit dem Test bin ich sehr zufrieden, denn alles hat gut funktioniert. Ich bedanke mich bei Aki, Red Bull und KTM für diesen Zweitagestest und die Möglichkeit im kommenden Jahr. Wir werden sehen, wie sich das Jahr entwickeln wird, aber im Moment sieht alles gut aus." Aufgrund der Streckenbedingungen konnte Salom auch keinen Vergleich zwischen dem Alu-Chassis der Kalex-KTM und dem Stahlrohrgitterrahmen der Werks-KTM ziehen.

"Ich kann es noch nicht genau sagen. Das Wetter war nicht geeignet, um Vergleiche anzustellen. Es war nass und dann wieder trocken. Es ist noch unmöglich etwas zu sagen", meint Salom. Eine Sprachbarriere gibt es im internationalen Team von Aki Ajo nicht. "Alle sprechen Englisch, aber es gibt auch Mechaniker aus Spanien und Italien. Für mich ist das aber kein Problem und ich bin sehr glücklich." Wann der nächste Test genau stattfinden wird, steht noch nicht fest.

Ajo mit Salom zufrieden

Teamchef Ajo war zufrieden damit, wie sich Salom an den beiden Tagen ins Team integriert hat. "Das Wetter war nicht perfekt, aber am Mittwoch und Donnerstag war die Strecke am Nachmittag trocken. Sie war nicht komplett trocken, aber speziell mit Luis fanden wir ein gutes Gefühl. Für ihn ging es darum, eine Beziehung zum Team aufzubauen", erläutert der Finne. "Ich muss sagen, dass wir nach diesem Test sehr zufrieden sind."

Sandro Cortese
Aki Ajo (re.) führte Sandro Cortese in diesem Jahr zum Weltmeistertitel
© KTM

"Luis ist bei diesen Bedingungen auch sehr gute Rundenzeiten gefahren und war nahe am Rundenrekord. Im Vergleich zu allen anderen Moto3-Fahrern, die hier waren, war er viel schneller. Mir ging es nicht um die Rundenzeit, sondern um das Gefühl im Team. Er ist sehr professionell und talentiert. Er hat auch den Hunger nach Erfolg. Wir müssen jetzt die richtige Atmosphäre finden, damit er ruhig bleibt. Es gibt viel Potenzial, weshalb ich sehr glücklich bin."

Es waren aber nicht alle KTM-Fahrer in Albacete, denn Zulfahmi Khairuddin und Niklas Ajo fehlten. "Sie waren beide daheim. Wir hatten leider nicht für alle neue Motorräder", begründet Teamchef Ajo. "Arthur konnte hier testen, weil er der Rookie-Fahrer ist. Vom Reglement war er der einzige Fahrer, dem es erlaubt war. Für Luis war es der erste Test mit dem Team. Das war auch der letzte Test des Jahres für uns."

Sissis testet Prototypen für 2013

Die Entwicklung für das kommende Jahr wurde vorangetrieben. Diese Aufgabe übernahm Sissis. "Arthur ist mit dem Prototypen gefahren und wir haben viele Teile ausprobiert. Deshalb haben wir uns bei ihm nicht auf die Rundenzeit konzentriert", erläutert Ajo das Programm des Australiers. "Am Donnerstag haben wir mehr an der perfekten Abstimmung gefeilt. Das KTM-Testteam war ebenfalls hier."

Arthur Sissis
Arthur Sissis kümmerte sich um die Evaluation des neuen KTM-Motorrades
© KTM

"Sie wollten viele Teile testen. Ich denke, wir haben bereits ein gutes Gefühl gefunden. Wir haben sehr unterschiedliche Dinge ausprobiert, weshalb sich KTM nicht auf die Rundenzeit konzentriert hat. Sie wollten sich viel ansehen, bevor sie endgültige Entscheidungen für dieses Motorrad treffen." Das Wetter war für die Evaluation der Entwicklungsteile aber alles andere als ideal. "Der erste Tag war eigentlich eine Zeitverschwendung, denn ich bin nur zehn Runden gefahren", sagt Sissis enttäuscht.

"Es waren eigentlich nur fünf komplette Runden. Am Donnerstag bin ich mit dem neuen Motorrad gefahren. Zunächst gab es einige Probleme, aber dann haben wir in die richtige Richtung gearbeitet. Am Ende war es dann nicht so schlecht. Die Abstimmung können wir sicher noch verbessern." Dennoch war der Test sehr wichtig: "Es war gut, dass wir die Probleme schon jetzt gefunden haben und nicht erst beim ersten Test im nächsten Jahr. Wir haben eine gute Basis", meint Sissis zuversichtlich.

Seine Debütsaison war von Höhen und Tiefen geprägt. Höhepunkt war der dritte Platz beim Heimrennen auf Phillip Island. Deshalb fällt Sissis Fazit auch gemischt aus: "Meine Saison war ein ständiges Auf und Ab. Es waren auch einige schlechte Rennen dabei. Als Teamkollege von Sandro habe ich viel gelernt, denn er hat mir viel beigebracht. Mit diesem Team zu arbeiten ist sehr gut. Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr um viele Podestplätze kämpfen können."

Artikeloptionen
Artikel bewerten

 

 
Nach oben