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Stoner: "Die Dorna spielt Gott"

22. Juni 2012 - 12:37 Uhr

Die häufigen Reglementwechsel sind Casey Stoner ein Dorn im Auge - Der Weltmeister übt harte Kritik an der Dorna und an Bridgestone

Casey Stoner
Casey Stoner war in Silverstone nicht mit der Reifen-Performance zufrieden
© Repsol

(Motorsport-Total.com) - Weltmeister Casey Stoner hat sich noch nie mit Kritik zurückgehalten. Seit seiner Rücktrittsankündigung spricht der Australier noch freier von der Seele. Die ständigen Regeländerungen der Dorna sind Stoner ein Dorn im Auge. Über den Winter wurde das Mindestgewicht erhöht. Honda hatte die RC213V auf ein niedrigeres Gewicht hin entwickelt. Aufgrund der kurzfristigen Änderung mussten die Ingenieure das Motorrad schwerer machen, ohne dabei die Balance zu verlieren. Nun ist die neue Vorderreifen-Spezifikation von Bridgestone der Kritikpunkt. Diese neuen Reifen passen nicht zur Honda, was Chattering und andere Probleme nach sich zieht.

Speziell, dass diese neue Spezifikation im Laufe der Saison eingeführt wurde, ärgert die Honda-Fahrer. Dani Pedrosa bezeichnete das als "unfair" und auch Stoner hält mit seiner Kritik nicht hinter dem Berg. "Wir haben einige Probleme, aber letztlich spielt die Dorna Gott. Sie bringen ohne Begründung neue Reifen. Die Reifen, die wir vorher hatten, waren gut, alle waren damit zufrieden. Warum brauchen wir neue? Dafür gibt es keinen Grund, außer der Tatsache, dass Honda die Dorna nicht mag. Also haben sie entschieden, diese Reifen zu wählen", sagt der Weltmeister.

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Bridgestone-Manager Shinji Aoki meint dazu: "Alle Fahrer haben in Silverstone den weichen Vorderreifen verwendet. Darunter war auch Casey Stoner, der nur drei Sekunden hinter Sieger Jorge Lorenzo ins Ziel gekommen ist. Es war auch schön zu sehen, dass beide Honda-Fahrer auf dem Podium waren, nachdem sie die neue Vorderreifen-Spezifikation zum ersten Mal in einem Rennen verwendet haben."

In Silverstone war bei Stoner aber auch der Hinterreifen ein Problem, denn über die Renndistanz baute die linke Flanke extrem stark ab. Auch andere Fahrer, wie Ben Spies oder Valentino Rossi hatten die gleichen Probleme. "Bridgestone wird niemals zugeben, dass es Probleme mit den Reifen gibt. Sie erzählen dir dann, dass dieser und jener keine Schwierigkeiten hat. Das höre ich immer."

"Und selbst jetzt, wo es nur an einem Reifen Probleme gibt, werden sie niemals zugeben, dass es ihr Fehler ist", kritisiert Stoner die Japaner. "Wir hatten auch schon Reifen, die im Training nach fünf oder sechs Runden Blasen geworfen haben, und der gleiche Reifen hat im Rennen funktioniert." Deshalb sieht Stoner die Schuld für die Probleme in Silverstone bei Bridgestone: "Jedes Motorrad hätte diesen Reifen innerhalb weniger Runden zerstört, es gab keine Chance, ihn über die Renndistanz zu schonen."

"Mit etwas mehr Grip auf der Strecke hätte er vielleicht länger gehalten. Er sollte in den letzten fünf Runden kaputtgehen, nicht in den ersten fünf. Der Reifen war völlig kaputt. Das ist sehr enttäuschend." Stoner war mit der weichen Hinterradmischung unterwegs. Rossi fuhr als einziger Spitzenfahrer mit der harten Mischung, hatte aber ähnliche Probleme.

Bei Yamaha klagte Spies über den hohen Verschleiß an der linken Flanke, während bei Jorge Lorenzo alles problemlos lief. Ist die M1 besser als die RC213V? "Im letzten Jahr haben alle gesagt, dass wir das bessere Motorrad haben, aber das war nicht der Fall", lautet Stoners Antwort darauf.

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