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Lüthi domiert am Freitag

01. Juni 2012 - 18:01 Uhr

Trotz eines Sturzes kurz vor Ende des zweiten Freien Trainings ist Tom Lüthi klar der schnellste Mann in der Moto2: "Bislang passt an diesem Wochenende alles zusammen"

Tom Lüthi fühlt sich im Moment sehr wohl auf seiner Moto2-Suter
© RACE-PRESS.com

(Motorsport-Total.com) - Suter-Pilot Tom Lüthi kam nach seinem Sieg in Le Mans mit breiter Brust nach Spanien, wo seine beiden Titelkontrahenten - Pol Espargaro und Marc Marquez - ihr Heimrennen bestreiten. Trotz der vielen spanischen Fans ließ sich der Schweizer nicht aus der Ruhe bringen und fuhr zwei starke Freie Trainings, die er als Führender beendete. Kurz vor Ende des zweiten Durchgangs stürzte Lüthi beim Anbremsen übers Vorderrad, blieb aber unverletzt.

"Bislang passt an diesem Wochenende wirklich alles zusammen", freut sich Lüthi. "Ich fühle mich wohl auf dem Motorrad, die Pace stimmt, auch wenn es mich selbst überrascht hat, dass ich für lange Zeit so deutlich, mit über einer Sekunde Vorsprung, in Führung lag. Zum Trainingsende hin wollte ich diesen Rhythmus dann auch mit alten Reifen, die schon an die 20 Runden drauf hatten, bestätigen. Ich wollte abermals eine Zeit von 1.46 Minuten fahren, und das war zuviel."

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"In einer der langsamsten Ecken der ganzen Strecke bin ich dann bei rund 80 km/h ausgerutscht. Beim Reinfahren auf der Bremse habe ich schon gedacht, dass es nicht reichen könnte und dass ich die Bremse vielleicht lösen und in den Notausgang fahren sollte. Stattdessen blieb ich auf meiner Linie und habe es damit etwas übertrieben, wobei ich nicht tief gefallen bin, vielleicht 30 Zentimeter - kein Problem", erklärt er.

Thomas Lüthi
Suter-Pilot Tom Lüthi war am Freitag klar schneller als Marc Marquez
© Paddock GP Racing

"Morgen geht es darum, konsequent weiterzuarbeiten und auf dem Erreichten auszubauen. Denn obwohl wir an erster Stelle sind, gibt es immer noch einiges zu verbessern", berichtet Lüthi. "Schon nach dem ersten Training habe ich Alfred Willeke eine Riesenliste an Dingen präsentiert, die noch nicht funktionieren und wo es noch nicht passt."

"Zurücklehnen und Ausruhen ist also nicht angesagt, auch weil ich damit rechne, dass die Gegner ebenfalls schneller werden. Marquez, Espargaro und ein paar andere darf man hier in Spanien nicht abschreiben. Ich bin auf der Hut!", so der Schweizer. Chefingenieur Willeke freut sich über die Performance und lobt die Arbeit aus dem Winter.

"Wir haben bei den Vorsaisontests konsequent an einer Basisabstimmung gearbeitet, die überall funktionieren sollte", schilert er. "Es sieht so aus, als hätten wir dieses Ziel erreicht - denn auch hier in Montmelo waren wir auf Anhieb schnell, ohne das Motorrad groß umzubauen."

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