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Priaulx gewinnt Rennen und Weltmeistertitel
Andy Priaulx ist wieder Tourenwagen-Weltmeister: Der BMW Fahrer gewann den 2. Lauf in Macao und damit seinen dritten WTCC-Titel
(Motorsport-Total.com) - Nach dem Qualifying sah man viele düstere Minen im Lager von BMW. Nur Startplatz zwölf für die WM-Speerspitze Andy Priaulx. Doch der Brite war nach den beiden Rennen in Macao wieder der große Sieger und sicherte sich seinen dritten WM-Titel in Folge. Von der Pole Position aus war sein Sieg kaum in Gefahr, nur James Thompsons, der auch noch Titelchancen hatte, versuchte es in der Anfangsphase.
Drei Fahrer gingen zum letzten Rennen der WTCC-Saison mit intakten Titelchancen an den Start: Andy Priaulx hatte natürlich die besten Chancen. Der BMW Fahrer startete nach dem achten Rang im 1. Rennen von der Pole Position. Für Yvan Muller war die Aufgabe nach dem Ausfall im 1. Durchgang ungleich schwerer. Und auch James Thompsons im Alfa Romeo hatte noch Chancen - wenn auch mit acht Punkten Rückstand nur geringe.

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Die Mechaniker des BMW von Augusto Farfus hatten die Chance, das Rennen von der Box aus in Ruhe zu betrachten. Der Schaden des Unfalls aus dem 1. Rennen nach dem Kontakt mit Gabriele Tarquini im Seat war einfach zu groß. In der Reparaturpause von nur 15 Minuten war nichts auszurichten.
Thompson unter Druck
Priaulx kam am Start gut weg, noch besser aber Thompsons, der bereits an Tiago Monteiro vorbeiging und den Engländer leicht unter Druck setzte. Monteiro selbst geriet dann mit Nicola Larini im Chevrolet aneinander, doch trotz Berührungen kam es nicht zu einem Drama. Das spielte sich dahinter ab, einige Fahrer mussten unorthodoxe Wege um die Strecke finden.
An der Spitze zog recht schnell Ruhe ein, Priaulx führte, Thompsons folgte direkt dahinter, auch Larini war noch am Spitzendruo dran. Dahinter folgten mit etwas größerem Abstand Monteiro, Duncan Huisman, Jordi Gené, Rickard Rydell und Jörg Müller. Das Rennen für Robert Huff war dabei schon beenden, der fuhr bei seiner Boxenmannschaft vor.
Die gute fünfte Position war für Huisman dann schon in der dritten Runde weg, er konnte nach dem Dreher seine Fahrt aber fortsetzen. Priaulx setzte sich nun ganz leicht ab, während Monteiro aus dem Drei- einen Vierkampf machte. Thompson musste aber schon zunehmend in die Rückspiegel schauen, denn Larini war dort formatfüllend zu sehen.
Priaulx ungefährdet
Der Zweikampf Thompsons/Larini hatte zwei Auswirkungen: Priaulx zog an der Spitze zunehmend weg und von hinten schloss Monteiro wieder auf. In Runde sechs war das Kampftrio dann komplett, denn Priaulx war nur noch aus der Ferne zu entdecken. Für Thompsons war der zweite Rang dabei äußerst wichtig, denn sollte Priaulx noch ausfallen, wäre der Brite plötzlich Weltmeister.
In Runde sieben aber konnte er Larini nicht mehr halten, vor der Lisboa ging er vorbei, nachdem Thompson einen kleinen Rutscher hatte. Damit sicherte Larini quasi den Titel für Priaulx, denn auch wenn der BMW Pilot ausgefallen wäre: Thompsons hätte ihn nicht mehr erreichen können. Auch für Monteiro war nun Eile geboten, denn von hinten kam der Zug - angeführt von Gené, der kurz danach ausfiel - bereits wieder näher.
An der Spitze aber konnte Priaulx nichts mehr aufhalten, ungehindert fuhr er dem Sieg und dem erneuten Titelgewinn entgegen. Seit es eine neue Tourenwagen-WM gibt, heißt der Titelträger immer Andy Priaulx. Larini wurde Zweiter, Thompsons Dritter, der damit auch Rang drei in der Weltmeisterschaft belegte.










