Aktuelle Bildergalerien
 
ANZEIGE
 
 
Facebook
Google+
 
ANZEIGE
 
 
Apps zu Formel 1, MotoGP, DTM und Co. für Android, iOS und Windows Phone
Folgen Sie uns!
Motorsport-Total.com bei Facebook Motorsport-Total.com bei Google+ Motorsport-Total.com bei Twitter RSS-Feeds von Motorsport-Total.com
Aktuelle Top-Formelsport-Videos

Formel 4 Sachsenring: Erste Dame auf dem Podest

17. September 2017 - 12:39 Uhr

Zweites Formel-4-Rennen am Sachsenring: Fabio Scherer feiert ersten Saisonsieg - Marcus Armstrong neuer Tabellenführer - Sophia Flörsch erstmals Dritte

Sophia Flörsch
Mit Sophia Flörsch steht zum ersten Mal in der Formel 4 eine Dame auf dem Podest
© ADAC Motorsport

(Motorsport-Total.com) - Fabio Scherer hat das 17. Saisonrennen der ADAC Formel 4 gewonnen und seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Der Schweizer, der am Vortag bereits Zweiter geworden war, siegte vor dem neuen Tabellenführer Marcus Armstrong und Sophia Flörsch, die das beste Ergebnis ihrer Karriere verbuchte und als erste Dame überhaupt auf dem Podium steht.

"Ich bin die erste Frau auf dem Podium!", jubelt Flörsch als Dritte. "Ich war in dieser Saison schon auf vielen Strecken schnell, es hat aber dann leider nie ganz geklappt. Es waren immer kleine Sachen, die nicht funktioniert haben, und jetzt hat es endlich geklappt. Ich bin überglücklich und habe hier am Sachsenring gar nicht damit gerechnet. Damit ist es umso schöner, und natürlich auch der Faktor, das als Frau geschafft zu haben. Aber das ist zweitrangig, denn ich will ja gegen die Männer gewinnen. Es ist einfach ein gutes Gefühl, es fällt viel Last von mir ab."

ANZEIGE

Armstrong hat nun 5,5 Punkte Vorsprung auf den bisherigen Spitzenreiter Juri Vips, der als Siebter ins Ziel kam. Verfolger Felipe Drugovich schied früh aus und liegt nun 38,5 Punkte hinter Armstrong. Noch sind vier Rennen in der Highspeedschule des ADAC zu fahren. "Ich habe in den vergangenen Wochen hart gekämpft, und jedes Mal ging es ein bisschen besser. Jetzt habe ich endlich mal mein Potenzial abgerufen", sagt Scherer zu seinem Erfolg.

"Sensationell, wie schnell das Auto war. Ich konnte alles kontrollieren, das war toll. Jetzt war ich zweimal auf dem Podium, vielleicht klappts heute Nachmittag ja nochmal", blickt Scherer auf den dritten Lauf voraus. Über Platz zwei freut sich auch Armstrong: "Cool, dass ich vorne bin! Ich bin sehr zufrieden, das Rennen war gut. Jetzt will ich im dritten Rennen so viel Spaß wie möglich haben und möglichst viele Punkte holen."

Rookiemeister Nicklas Nielsen belegte den vierten Rang vor Frederik Vesti, Lirim Zendeli und Vips. Der Este hat in der Gesamtwertung nun 198,5 Punkte auf dem Konto, sein Teamkollege Armstrong weist 204 Zähler auf, Drugovich hat 165,5. Achter wurde Michael Waldherr vor Jonathan Aberdein und Andreas Estner. Bester Rookie war erneut Mick Wishofer, der Wiener belegte den elften Platz.

Mehrere Safety-Car-Phasen

Scherer war von Platz drei ins Rennen gegangen und erwischte einen hervorragenden Start, nach wenigen Metern war der Schweizer bereits an der Spitze, und auch Armstrong überholte Pole-Setter Julian Hanses. Weiter hinten im Feld kam es zu einem Kontakt zwischen Drugovich und Kim-Luis Schramm, in dessen Folge beide ausschieden.

Das Safety-Car kam für fünf Minuten auf die Strecke, und Scherer behauptete seine Führung nach dem Restart vor Armstrong und Hanses. Der Hildener Hanses, Sieger am Vortag, kam wenig später von der Strecke ab und fand sich nach einem Ausritt durch den Kies auf Platz 19 wieder. Wenig später musste der 20-Jährige seinen Wagen ganz abstellen, dadurch rückte Flörsch auf den dritten Rang vor, den sie nervenstark bis zum Schluss verteidigte.

Als Rookie Tom Beckhäuser ausschied, kam das Safety-Car erneut für fünf Minuten auf die Strecke, und das Feld rückte wieder eng zusammen. Doch auch beim nächsten Restart mit noch zehn Minuten auf der Uhr verteidigte sich das Spitzentrio erfolgreich gegen die Angriffe der Konkurrenz. Das Rennen endete mit einer weiteren Safety-Car-Phase, weil Cedric Piro zwei Minuten vor dem Ende ausschied.

Als bester Rookie setzte sich wieder der Österreicher Wishofer in Szene: "Ich bin zufrieden, es war nicht ganz einfach bei den kühlen Temperaturen, aber es ist mir ganz gut gelungen. Im dritten Rennen wollen es alle noch einmal wissen, aber ich bin echt zuversichtlich. In der Rookiewertung sieht es gut aus, das will ich mir jetzt nicht mehr nehmen lassen."

Das sechste Rennwochenende der Formel 4 endet mit dem dritten Lauf am Sonntagnachmittag (15:45 Uhr). In diesem wird Schramm als Zehnter des ersten Rennens auf der Pole-Position stehen. Die Entscheidung über die Meisterschaft fällt am kommenden Wochenende beim großen Finale auf dem Hockenheimring.

Artikeloptionen
Artikel bewerten