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Formel E New York: Sam Bird feiert Doppelsieg

16. Juli 2017 - 20:23 Uhr

DS-Virgin-Pilot Sam Bird gewinnt auch den zweiten ePrix von New York vor dem Mahindra-Duo Felix Rosenqvist und Nick Heidfeld - Enttäuschung für Abt und Engel

Sam Bird, Felix Rosenqvist, Nick Heidfeld
Nick Heidfeld (re.) fuhr im zweiten New-York-Rennen als Dritter aufs Podest
© FIA Formula E

(Motorsport-Total.com) - Sam Bird feiert bei der New-York-Premiere der Formel E einen vollen Erfolg. Nach seinem Sieg im Samstagsrennen triumphierte der DS-Virgin-Pilot auch am Sonntag von der Pole-Position aus. Ein starkes zweites Rennen zeigte auch Nick Heidfeld. Der Deutsche kam hinter seinem Mahindra-Teamkollegen Felix Rosenqvist als Dritter ins Ziel. Für den Deutschen war es in der laufenden Saison schon der fünfte dritte Platz.

Nach dem schwachen Samstag zeigte Debütant Pierre Gasly (Renault e.dams) einen deutlich besseren zweiten Tag. Der Ersatzfahrer für Sebastien Buemi schaffte es in die Super-Pole und eroberte im Rennen den vierten Platz. In der letzten Runde setzte Gasly seinen Boliden noch in die Mauer, als er in der letzten Kurve Heidfeld angreifen wollte. Gasly knallte aber erst nach der Ziellinie in die Streckenbegrenung und wurde somit als Vierter gewertet.

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Fünfter wurde Abt-Schaeffler-Speerspitze Lucas di Grassi. Damit konnte der Brasilianer in der Meisterschaft seinen Rückstand auf Buemi auf zehn Punkte reduzieren. Pech hatten die beiden Deutschen Daniel Abt (Abt) und Maro Engel (Venturi). Beide kamen nach frühen Problemen mit Rundenrückstand auf den Plätzen 17 und 19 ins Ziel. Abt sammelte zumindest noch einen Punkt für die schnellste Rennrunde.

Da die Renndistanz im Vergleich zum Vortag um sechs Runden länger war, entwickelte sich ein taktisches Rennen. Die Rundenzeiten waren um etwa eine Sekunde langsamer. Der Start war ein Abziehbild vom Samstag. Der zweitplatzierte Rosenqvist (Innenseite) beschleunigte Pole-Setter Bird aus und schnappte sich in der ersten Rechts-Haarnadel die Führung. Dahinter kam es zu einem dichten Gerangel. Jean Eric-Vergne(Techeetah) beschädigte sich den Heckflügel und musste früh zu einem Reparaturstopp an die Box abbiegen.

Frühe Probleme bei Abt und Engel

Für Daniel Abt war das Rennen schon in der ersten Runde praktisch vorbei. Sein Schaeffler-Bolide blieb mit leichten Beschädigungen stehen. Der Deutsche rollte in langsamer Fahrt zurück an die Box. Rosenqvist verteidigte in der Anfangsphase knapp die Führung vor Bird. Heidfeld folgte mit seinem Mahindra an der dritten Stelle. Pech hatte dagegen der nächste Deutsche. Engel lag nach dem Start auf dem sechsten Platz, aber in Runde sieben bog der Venturi-Pilot an die Box ab. So wie Abt konnte Engel das Rennen mit dem zweiten Auto mit mehreren Runden Rückstand wieder aufnehmen.

Fast gleichzeitig verbremste sich Mitch Evans in der Kurve nach der Boxenausfahrt und steckte mit seinem Jaguar in der Streckenbegrenzung. Da der Neuseeländer seinen Boliden nicht mehr in Gang brachte, wurde das Feld in der neunten Runde mit einer Full-Course-Yellow neutralisiert. Beim Restart hatte sich das Führungstrio Rosenqvist, Bird, Heidfeld um mehr als fünf Sekunden von der Verfolgergruppe abgesetzt.

In der elften Runde schnappte sich Bird in der Haarnadel Kurve 1 die Führung. Von hinten schloss Gasly immer deutlicher auf die Spitzengruppe auf. Im Verfolgerfeld arbeitete sich di Grassi bis zur 15. Runde auf den fünften Platz nach vor. Sein Rückstand zum führenden Bird betrug zu diesem Zeitpunkt zwölf Sekunden. In der 22. Runde gab es zum zweiten Mal Full-Course-Yellow, denn der DS-Virgin von Alex Lynn war mit technischen Problemen ausgerollt und stand auf der Strecke.

Boxenstopps während Full-Course-Yellow

Diese Neutralisation (maximal 50 km/h) nutzten Rosenqvist, Heidfeld und Gasly für den Fahrzeugwechsel. Bird und di Grassi blieben draußen. Auch die meisten Fahrer aus dem Mittelfeld bogen in die Boxengasse ab. Birds DS-Virgin-Mannschaft reagierte eine Runde später und hatte Glück. Der Brite kam direkt vor Rosenqvist und Heidfeld, die langsam um den Kurs schlichen, zurück auf die Strecke und blieb in Führung. Momente später wurde das Rennen wieder freigegeben.

Bird kontrollierte in der Folge die Spitze und setzte sich bis zu vier Sekunden vom Mahindra-Duo ab. In der 36. Runde erfolgte der Platztausch zwischen Rosenqvist und Heidfeld. Der Deutsche war schneller unterwegs und war auch einer der drei Fahrer mit dem Fanboost. Heidfeld konnte Bird aber nicht einholen. In der vorletzten Runde ließ er wieder seinen Teamkollegen vorbei. Hinter den Top 5 fuhr Nicolas Prost mit dem zweiten Renault e.dams als Sechster ins Ziel. Tom Dillmann (Venturi), Vergne, Robin Frijns (Andretti) und Jerome D'Ambrosio (Dragon) rundeten die Top 10 ab.

Der einzige Jaguar im Ziel war Adam Carroll als Elfter. Weit hinten waren Antonio Felix da Costa (Andretti) und Nelson Piquet jun. (NextEV) zu finden. Da Costa musste im letzten Rennviertel eine Durchfahrtsstrafe antreten, nachdem er Dragon-Pilot Loic Duval umgedreht hatte. Auch Piquet musste einmal durch die Box fahren, weil vor dem Rennen sein Antrieb gewechselt werden musste und er in der Startaufstellung nicht genug Plätze zurückversetzt werden konnte.

Damit steht die Formel E vor einem spannenden Saisonfinale. Am 29. und 30. Juli finden die letzten beiden Rennen in Montreal (Kanada) statt.

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